• China droht den USA
    • BioNTech erhöht Produktionsprognose
    • Von der Leyen: Stehen möglicherweise vor einer 'Ära von Pandemien'
    • sentix Konjunkturindex: Impfstoff-Euphorie
    • Demokraten bereiten Impeachment von Trump vor
    • Bitcoin fällt massiv zurück
    • ifo Institut: Hessen vorn bei der Kurzarbeit
    • Neue, schärfere Corona-Regeln bundesweit in Kraft
    • Deutsche Telekom bereitet offenbar Verkauf von T-Mobile Niederlande vor
    • Teamviewer wächst weiter stark
    • Fuchs Petrolub hebt Gewinnziele an
    • Twitter unter Druck

    Markt

    • Der deutsche Aktienmarkt hat zu Beginn der neuen Woche in Risk-Off-Modus geschaltet. Der DAX beendete den Xetra-Handel mit einem Minus von 0,80 Prozent bei 13.936,66 Punkten. Nach der Euphorie in der vergangenen Woche kehrt wieder etwas Ernüchterung an den Finanzmärkten ein. Vielen wird klar, dass die Corona-Beschränkungen so schnell wohl nicht gelockert werden, es werden sogar weitere Verschärfungen diskutiert. Der aktuell veröffentlichte sentix Konjunkturindex bestätigte noch einmal die sorglose Anlegerstimmung im Umfragezeitraum Dezember. Der Indikator für Januar stieg den zweiten Monat in Folge und erreichte den höchsten Stand seit Februar 2020.
    • Die Digitalwährung Bitcoin hat zum Wochenstart massiv Verluste erlitten. Der Kurs der Digitalwährung brach in der Nacht auf Montag auf Bitstamp bis auf 33.447 Dollar ein. Am Freitag hatte der Bitcoin noch bis zu 42.000 Dollar gekostet. Zuletzt lag der Bitcoin-Kurs mit rund 32.200 Dollar und damit mehr als 16 Prozent unter dem Schlussniveau vom Sonntag. „Der Schwächeanfall verdeutlicht abermals die hohe Schwankungsanfälligkeit der Kryptowährung", kommentierte Bitcoin-Experte Timo Emden. „Die ganze große Euphorie ist damit vorerst Geschichte." Infolgedessen fiel das gesamte Marktvolumen aller derzeit rund 8.225 Digitalwährungen wieder unter die Marke von einer Bio. Dollar. Vergangene Woche war die Marke erstmals übertroffen worden.

    Chartanalysen und Artikel des Tages

    Unternehmen & Branchen

    • Der Kurznachrichtendienst Twitter hat den populären Account des abgewählten US-Präsidenten Donald Trump dauerhaft gesperrt. Twitter nannte als Grund „das Risiko einer weiteren Anstiftung zur Gewalt". Mehr als 88 Mio. Follower erreichte der Präsident mit seinen Botschaften zuletzt über @realDonaldTrump. 56.571 Tweets hat das Trump-Twitterarchiv verzeichnet, 26.237 davon schickte er als Präsident. Seine letzte Twitter-Botschaft schickte Trumpam Freitag um 10.44 Uhr: Darin kündigte er an, er werde nicht an der Vereidigung seines Nachfolgers Joe Biden am 20. Januar teilnehmen. Nach der dauerhaften Sperrung seines Twitter-Accounts hat der abgewählte US-Präsident Donald Trump schwere Vorwürfe gegen den Kurznachrichtendienst erhoben. Trump teilte am Freitagabend mit: „Twitter-Mitarbeiter haben sich mit den Demokraten und der radikalen Linken bei der Entfernung meines Kontos von ihrer Plattform abgesprochen, um mich zum Schweigen zu bringen - und Euch, die 75 Millionen großartigen Patrioten, die mich gewählt haben."
    • Die Aufsicht BaFin will den TUI-Aktienkurs in der Zeit vor der Entscheidung über ein weiteres Hilfspaket Anfang Dezember genauer prüfen. Der Haushaltsexperte der Grünen-Fraktion im niedersächsischen Landtag, Stefan Wenzel, hatte sich zuvor schriftlich an die Bonner Behörde gewandt. Er sieht Klärungsbedarf bei der Frage, warum es in der zweiten November-Hälfte zu einem starken Anstieg des Handelswerts der TUI-Aktie gekommen war. Am 2. Dezember hatte der Reisekonzern mitgeteilt, dass der Weg für das inzwischen dritte, in großen Teilen staatlich finanzierte Stabilisierungspaket frei sei.
    • Einen Tag nach dem Internetkonzern Google hat nun auch Apple die Social-Media-App Parler bis auf Weiteres aus seinem App-Store verbannt. Die Plattform habe gegen die App-Store-Bedingungen verstoßen, hieß es in einer Nachricht von Apple an Parler, über die der Sender CNN am Samstagabend (Ortszeit) berichtete. Ein Google-Sprecher hatte sich am Freitag ähnlich geäußert.
    • Der scheidende US-Präsident Donald Trump verliert eine weitere Plattform für die direkte Kommunikation mit seinen Anhängern. Der Online-Dienst Parler war am Montag nicht mehr erreichbar, nachdem Amazon als technischer Dienstleister die Zusammenarbeit eingestellt hatte. Der Online-Händler ist auch ein führender Anbieter von Infrastruktur.
    • Der Pharmakonzern Eli Lilly macht Fortschritte beim Alzheimer-Medikament Donanemab. Wie das Unternehmen mitteilte, konnte Donanemab 18 Monate nach der Einnahme die Abnahme der kognitiven Leistung der Testkandidaten um 32 Prozent verlangsamen verglichen mit Menschen, denen Placebo-Produkte verabreicht worden waren.
    • Das Biotechunternehmen BioNTech hat die Produktionsprognose für seinen Covid-19-Impfstoff für dieses Jahr deutlich angehoben. Man gehe nun von einer Produktionskapazität von zwei Mrd. Impfdosen aus, teilte BioNTech am Montag mit. Bislang hatten die Mainzer und der US-Partner Pfizer bis zu 1,3 Mrd. Dosen bis Ende des Jahres 2021 in Aussicht gestellt.
    • Der US-Finanzinvestor Blackstone und Microsoft-Gründer Bill Gates haben das Bieterrennen um den britischen Flugzeugabfertiger Signature Aviation verloren. Der US-Infrastruktur-Investor Global Infrastructure Partners (GIP) hat das Blackstone-Konsortium mit einem 3,43 Mrd. Pfund schweren Gebot geschlagen. Der Signature-Vorstand einigte sich mit GIP auf die Übernahme.
    • Vor der Insel Java hat eine Flugzeugtragödie einer Boeing 737-500 vermutlich 62 Menschenleben gefordert. Nach dem Absturz einer indonesischen Passagiermaschine entdeckten Suchtrupps am Sonntag den Flugschreiber im Meer. Die Unglücksursache und der genaue Hergang der Tragödie waren noch unklar.
    • Intel erwägt, mehrere Partner für die Produktion von Speicherchips anzuwerben. Laut Bloomberg führt Intel Gespräche mit Samsung Electronics und Taiwan Semiconductor Manufacturing. Hintergrund der Pläne zur Auslagerung seien wiederholte Lieferprobleme bei Intel.
    • Der Pharmakonzern Boehringer Ingelheim und Google wollen bei der Suche nach neuen Anwendungsmöglichkeiten von Quantencomputern für die Entwicklung von Medikamenten zusammenarbeiten. Die neue Partnerschaft solle die Erfahrungen von Boehringer Ingelheim im Bereich Wirkstoffdesign in der Pharmazie mit den technischen Möglichkeiten von Google verbinden, teilten die beiden Unternehmen mit.
    • Der Spezialchemiekonzern Lanxess will den französischen Desinfektionanbieter Theseo erwerben. Man sei in exklusiven Verhandlungen für die Übernahme, teilten die Kölner am Montag mit. Dem Kauf liegt ein Unternehmenswert von rund 70 Mio. Euro zugrunde. Der Zukauf soll das eigene Geschäft im wachsenden Markt für Tierhygiene stärken, künftig sollen auch Nahrungsergänzungsmittel für die Tieraufzucht angeboten werden.
    • Der Vakuumpumpen-Hersteller Pfeiffer Vacuum rechnet für die kommenden drei bis fünf Jahre mit einem steigenden Marktanteil durch Wachstum aus eigener Kraft sowie durch Übernahmen. Der Umsatz soll wesentlich steigen und die Profitabilität sich erheblich verbessern. Der Marktanteil soll 20 Prozent erreichen. Vom Umsatz sollten 20 Prozent als Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) hängen bleiben. Die bisherigen Ziele aus dem Jahr 2018 sind damit obsolet.
    • Der Schmierstoffhersteller Fuchs Petrolub hat im vergangenen Jahr mehr erreicht als erwartet und seine Prognose für den operativen Gewinn angehoben. Beim Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) werde jetzt ein Rückgang von nur noch im mittleren einstelligen Prozentbereich anstatt wie zuvor 15 Prozent erwartet, teilte das Unternehmen am Montag mit. 2019 hatte der Wert bei 321 Mio. Euro betragen. Beim Umsatz hat Fuchs Petrolub nach vorläufigen Zahlen ein leichtes Minus von sieben Prozent auf 2,4 Mrd. Euro erzielt.
    • Die Adler Modemärkte haben am Sonntag angekündigt, wegen Überschuldung einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung zu stellen. Grund dafür sei der Corona-Lockdown. Das Landgericht Aschaffenburg bestätigte am Montag den Eingang des Insolvenzantrages. Es sei ein Gutachter damit beauftragt worden zu prüfen, ob die Abwicklung der Insolvenz in Eigenverantwortung möglich sei, sagte der zuständige Insolvenzrichter Jürgen Roth der Deutschen Presse-Agentur.
    • Der britische Schuhhersteller Dr. Martens will an die Börse. Das teilte das Unternehmen am Montag mit. Bislang ist Dr. Martens mehrheitlich im Besitz der Private-Equity-Gesellschaft Permira, die ihre Anteile im Zuge des IPOs an die London Stock Exchange abstoßen will. Geschäftsführer Kenny Wilson sieht ein weiterhin „erhebliches globales Wachstumspotenzial".
    • Das Wachstum des Softwareanbieters Teamviewer bleibt auch im vierten Quartal 2020 ungebremst. Im Zeitraum Oktober bis Ende Dezember wuchsen die Rechnungsstellungen (Billings) laut vorläufigen Zahlen währungsbereinigt um 32 Prozent und damit fast so stark wie im dritten Quartal Die Zahl der Abonnenten stieg von 567.000 auf über 584.000, auch die Zahl besonders großer Kunden nahm weiter zu. Im Gesamtjahr 2020 lagen die Billings bei rund 460 Mio. Euro.
    • Die Deutsche Telekom plant den Verkauf des niederländischen T-Mobile-Geschäfts. Dies berichtet die niederländische Zeitung "Het Financieele Dagblad (FD)" am Montag mit Bezug auf Insider. Der Verkauf der Tochter soll vier bis fünf Mrd. Euro einbringe und an Investoren aus dem Private-Equity-Bereich gehen. Auf Anfrage der Zeitung sagte ein Sprecher des Unternehmens lediglich: „Wir kommentieren Spekulationen nicht".
    • Der Online-Arzneimittelhändler Shop Apotheke hat im vergangenen Jahr von der Corona-Pandemie profitiert. Der Umsatz sei im Vergleich zum Vorjahr um 38 Prozent auf 968 Mio. Euro gestiegen, teilte das Unternehmen auf Basis vorläufiger Daten mit. Angaben zum Gewinn machte das Unternehmen nicht. Shop Apotheke hatte zuletzt in Aussicht gestellt, einen operativen Gewinn erzielen zu können. „2020 war ein herausforderndes, aber auch ein herausragendes Jahr für uns", sagte Konzernchef Stefan Feltens. Der Start in das laufende Jahr sei zudem „sehr gut“ gewesen. Das hohe Wachstumstempo halte an.
    • Der Online-Broker Flatexdegiro hat 2020 dank des Aktienbooms noch nie dagewesene Zahlen erreicht. Das Unternehmen hat 75 Mio. Transaktionen und damit 140 Prozent mehr als im Vorjahr verzeichnet, wie es am Montag mitteilte. Damit konnte der Online-Broker sein zuletzt auf mehr als 70 Mio. Transaktionen angehobenes Jahresziel deutlich übertreffen. Für die kommenden Jahre erwartet Vorstandschef Frank Niehage weiteres Wachstum. 2021 dürfte es aber erst einmal langsamer vorangehen.
    • Der Schweizer Pharmakonzern Roche hat von der Europäischen Kommission eine Zulassung für das Grippemedikament Xofluza erhalten. Laut Roche handelt es sich dabei um das erste neue Arzneimittel seit fast 20 Jahren, mit der die Krankheit behandeln werden kann.
    • Ab dem heutigen Montag gilt in den USA ein Handelsverbot für 35 Unternehmen, die Verbindungen zum chinesischen Militär unterhalten. Amerikaner dürfen die Aktien nicht mehr kaufen, um zu verhindern, dass westliche Investitionen feindliche Militärtechnik fördern. Zu den betroffenen Unternehmen gehören auch der Halbleiterhersteller Semiconductor Manufacturing International Corp. (SMIC) und der Ölriese CNOOC.
    • Malaysia hat seine Impfstoff-Bestellung bei BioNTech/Pfizer verdoppelt. Insgesamt will das südostasiatische Land nun 25 Mio. Dosen abnehmen. Damit könnten bis zu 39 Prozent der Bevölkerung geimpft werden, hieß es in Kuala Lumpur.
    • Der chinesische Automarkt ist im vergangenen Jahr erneut geschrumpft - das dritte Mal in Folge. Die Verkäufe von Autos an Endkunden fielen um 6,8 Prozent auf 19,6 Millionen Fahrzeuge, wie der Branchenverband PCA (China Passenger Car Association) am Montag mitteilte. Vor allem im Frühjahr hatte der Ausbruch der Corona-Pandemie die Autonachfrage nahezu zum Erliege gebracht, danach war die Wirtschaft im Land aber nach und nach wieder ins Laufen gekommen.

    Politik & Konjunktur

    • Die Demokraten im US-Repräsentantenhaus haben ein neues Amtsenthebungsverfahren gegen den scheidenden US-Präsidenten Donald Trump eingeleitet. Zudem wurde eine Resolution eingereicht, mit der Vizepräsident Pence aufgefordert wird, Trump abzusetzen. Trump wird vorgeworfen, den Sturm aufs Kapitol, bei dem fünf Menschen ums Leben kamen, angeheizt zu haben.
    • EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen sieht angesichts eines Verlusts der Artenvielfalt das Risiko neuer Pandemien. „Wir haben schon oft über die Zusammenhänge zwischen dem Verlust der biologischen Vielfalt und Covid gesprochen", sagte von der Leyen beim Klimagipfel „One Planet Summit“. Und wenn wir nicht dringend handeln, um unsere Natur zu schützen, stehen wir vielleicht schon am Anfang einer Ära von Pandemien", sagte sie. „Denken Sie daran, wie einer der tödlichsten Ebola-Ausbrüche vermutlich begonnen hat: Mit einem kleinen Jungen, der neben einem Baum in einem abgelegenen Dorf in Guinea spielte." Der Baum sei von Fledermäusen befallen gewesen, die in Richtung des Dorfes getrieben worden seien, weil ein Großteil der Wälder in der Region zerstört worden sei, sagte von der Leyen. Sie betonte, dass in den kommenden vier Jahren mehrere hundert Millionen Euro in die Forschung zu den Themen biologische Vielfalt, Tiergesundheit oder neu auftretenden Krankheiten investiert werde.
    • China hat mit harter Kritik auf die Entscheidung der US-Regierung reagiert, sich um offiziellen Kontakt zur Regierung in Taiwan zu bemühen. Außenamtssprecher Zhao Lijian bekräftigte am Montag die Position der Pekinger Führung, wonach Taiwan ein „untrennbarer Teil des chinesischen Territoriums" sei. Die USA sollten alle Schritte unterlassen, ihre Beziehungen zu Taiwan aufzuwerten oder ihre militärische Kooperation zu stärken. Bei der Aufnahme der diplomatischen Beziehungen zur Volksrepublik 1978 hätten die USA versprochen, Peking als alleinige und legitime Regierung Chinas anzuerkennen und nur inoffizielle Kontakte mit Taiwan zu unterhalten. Taiwan sei die „wichtigste und heikelste" Schlüsselfrage im Verhältnis zu den USA und die Voraussetzung für die Entwicklung der bilateralen Beziehungen.
    • Die öffentliche Befragung der Europäischen Zentralbank (EZB) zu einem digitalen Euro ist nach Angaben der Notenbank auf reges Interesse gestoßen. Noch bis zum morgigen Dienstag können sich Bürgerinnen und Bürger, Fachleute aus Wissenschaft und Finanzsektor sowie Behördenvertreter zu den Vor- und Nachteilen einer digitalen Version der Gemeinschaftswährung äußern. Die Erhebung läuft seit dem 12. Oktober. Auf Basis der Konsultationsergebnisse und weiterer interner Arbeiten will die EZB eine Grundsatzentscheidung dazu treffen, ob das Projekt eines digitalen Euros weiter entwickelt wird oder nicht.
    • Zur Bekämpfung der Corona-Krise will der künftige US-Präsident Joe Biden ein weiteres billionenschweres Konjunkturpaket auflegen. Auf die Frage eines Journlisten, ob das von ihm avisierte Paket ein Volumen von drei Billionen Dollar haben könnte, sagte Biden, es werde angesichts der schweren Wirtschaftskrise ein teures Paket werden. „Die Antwort ist, ja, es wird ein Gesamtpaket in Billionenhöhe werden", sagte Biden am Freitag.
    • Der künftige US-Präsident Joe Biden hat begrüßt, dass Donald Trump seiner Amtseinführung fernbleiben will. Dies sei eine „gute Sache", sagte Biden am Freitag. Trumps Stellvertreter, der scheidende US-Vizepräsident Mike Pence sei bei der Zeremonie jedoch „willkommen", sagte Biden. Es wäre eine Ehre, Pence dabei zu haben, betonte er.
    • Wie Dale Fisher, der Chairman des WHO Outbreak Alert and Response Network auf der "Next Conference" von Reuters verlauten ließ, wird die Herdenimmunität keine schnelle Rückkehr zur Normalität bringen. Zwar könnten einige Länder dieses Ziel erreichen, aber bevor global jedes Land immun sei, werde es noch dauern. Ein offener Grenzverkehr sei auf absehbare Zeit nicht realistisch.
    • Deutschlands Maschinenbauer haben im November 2020 Auftragszuwächse aus dem In- und dem Ausland erreicht. Die Bestellungen legten real um 5 Prozent im Vergleich zum Vorjahreswert zu, wie der Branchenverband VDMA mitteilte. „Das Ergebnis ist erfreulich, selbst wenn dazu die schwache Vorjahresbasis einen großen Beitrag leistet", analysierte VDMA-Chefvolkswirt Ralph Wiechers. Jetzt komme es darauf an, ob sich der positive Trend der vergangenen Monate fortsetzen könne. „Denn vor Rückschlägen ist der Maschinen- und Anlagenbau in diesem fragilen Umfeld nicht gefeit", sagte Wiechers.
    • Südkorea will seinen Bürgern eine freie Corona-Schutzimpfung gegen Covid-19 ermöglichen. „Das Ende des Tunnels ist jetzt endlich in Sicht", sagte Präsident Moon Jae In in seiner Ansprache zum neuen Jahr am Montag mit Blick auf die Folgen der Pandemie. Die Impfkampagne werde im nächsten Monat beginnen. „Wir sorgen dafür, dass alle Bürger kostenlos geimpft werden, beginnend mit denjenigen, die Vorrang haben."
    • Bundesarbeitsminister Hubertus Heil hat Unternehmen aufgefordert, Beschäftigten in der Corona-Krise Homeoffice zu ermöglichen. „Willkürlich Homeoffice zu verweigern, wäre jetzt unverantwortlich", sagte der SPD-Politiker dem Sender "NDR Info". Er werde seinen Appell an die Unternehmen, das Arbeiten von zu Hause zu ermöglichen, am Dienstag in einer Konferenz mit den Personalvorständen großer Firmen bekräftigen.
    • Die Anleger am Finanzmarkt zeigen sich zu Jahresbeginn im äußerst optimistischer Stimmung. Der sentix Konjunktur-Gesamtindex stieg erstmals seit Februar 2020 wieder auf einen positiven Stand. Im Monatsvergleich sei der Index um 4,0 auf 1,3 Zähler gestiegen, wie das Sentix-Institut am Montag mitteilte. Das Ergebnis liegt aber unter den Erwartungen von Analysten, die von einem Stand von 2 Punkten ausgegangen waren. Während sich die Einschätzung der aktuellen Lage weiter verbesserte, stieg der Indexwert auf ein Rekordhoch bei 33,5 Punkten. „Diese sehr positive Einschätzung der Erwartungen dürfte sehr mit den Aussichten auf eine erfolgreich verlaufende Impfkampagne sein", erklärte Sentix-Geschäftsführer Manfred Hübner. Nachdem mehrere Impfstoffe zugelassen sind, erwarten die Anleger nach Einschätzung von Hübner offenbar eine schnelle Umsetzung der Impfstrategie und damit ein Ende der wirtschaftlichen und persönlichen Einschränkungen.
    • Der Deutsche Gewerkschaftsbund fordert einen Rechtsanspruch auf Homeoffice. Diesen Anspruch solle es überall dort geben, wo das Arbeiten von zu Hause aus machbar sei, sagte DGB-Chef Reiner Hoffmann der „Süddeutschen Zeitung“. „Es kann nicht sein, dass die Entscheidung über Homeoffice allein bei den Arbeitgebern liegt“, so Hoffmann. Zugleich müsse aber auch sichergestellt werden, dass niemand ins Homeoffice gezwungen werden könne.
    • Hessen ist das Bundesland mit dem größten Anteil an Kurzarbeitern. Dort waren im Dezember laut Schätzungen des ifo Instituts 7,4 Prozent der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten oder 196.000 Menschen auf Kurzarbeit. Es folgen Baden-Württemberg mit 6,7 Prozent oder 321.000 Menschen sowie Niedersachsen und Bremen mit 6,6 Prozent oder zusammen 223.000. „Nach wie vor sind Länder mit höherem Industrieanteil etwas stärker von Kurzarbeit betroffen. Durch die Erholung in der Industrie sind diese Unterschiede in den letzten Monaten jedoch deutlich geringer geworden“, sagt ifo-Arbeitsmarktexperte Sebastian Link.
    • Nach der Erstürmung des Kapitols durch Anhänger von Donald Trump bereiten die Demokraten im Kongress die Amtsenthebung des abgewählten US-Präsidenten vor. Die Vorsitzende des Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, teilte mit, am Montag solle eine Resolution eingebracht werden, mit der Vizepräsident Mike Pence aufgefordert wird, umgehend Schritte zur Absetzung Trumps einzuleiten. Pence sei gebeten, binnen 24 Stunden zu reagieren.
    • In Deutschland gelten die neuen Beschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie nun bundesweit. Schulen und Kindertagesstätten bleiben größtenteils geschlossen. Kontakte sind zusätzlich eingeschränkt. In Landkreisen mit einer Inzidenz über 200 kann ein Bewegungsverbot verhängt werden. Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut innerhalb eines Tages 12.497 neue Coronavirus-Infektionen gemeldet. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg um 343 auf insgesamt 40.686. Die bundesweite 7-Tage-Inzidenz liegt demnach bei 166,6.
    • Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Die Linke) hat Forderungen nach baldigen Lockerungen der Corona-Beschränkungen am Sonntagabend zurückgewiesen. Er sagte im ZDF, man müsse der Tatsache ins Auge sehen, dass das Virus jetzt erst anfange, richtig Fahrt aufzunehmen. In Thüringen liegt die 7-Tage-Inzidenz derzeit flächendeckend über 200.
    • Im Oktober vergangenen Jahres haben die deutschen Amtsgerichte 1.084 Unternehmensinsolvenzen gemeldet. Das waren nach Angaben des Statistischen Bundesamtes 31,9 Prozent weniger als im Vergleichsmonat des Vorjahres. Die wirtschaftliche Not vieler Unternehmen durch die Corona-Krise spiegelt sich laut Bundesamt bislang nicht in einem Anstieg der gemeldeten Unternehmensinsolvenzen wider. Ein Grund dafür sei, dass die Insolvenzantragspflicht für überschuldete Unternehmen bis zum 31. Dezember 2020 ausgesetzt worden sei. Die bereits ab Oktober 2020 wieder geltende Insolvenzantragspflicht für zahlungsunfähige Unternehmen wird u. a. aufgrund der Bearbeitungszeit der Gerichte erst später Auswirkungen auf die Zahlen haben.
    • Die Zahl der neuen Corona-Fälle in Großbritannien ist weiterhin sehr hoch. Vor allem in London sind Krankenhäuser an ihre Kapazitätsgrenzen gestoßen. Am Freitag wurde der Katastrophenfall für die Hauptstadt ausgerufen. Der medizinische Chefberater der Regierung, Chris Whitty, warnte bereits vor einem Kollaps des Gesundheitssystems. „Wenn das Virus so weitermacht, werden Krankenhäuser in echten Schwierigkeiten sein, und zwar bald", schrieb Whitty in einem Gastbeitrag für die "Times on Sunday". Das könne schon in wenigen Wochen der Fall sein. Allein am Samstag waren in Großbritannien 60.000 Neuinfektionen gemeldet worden. Verantwortlich dafür machen Mediziner unter anderem eine neue, wohl noch ansteckendere Virus-Variante, die in Teilen des Landes grassiert.

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