Seit 20009 befindet sich die Federal Funds Rate an der Nullzinsuntergrenze und de facto hat die Fed damit einen Leitzins-Peg etabliert.

Das Problem ist dabei leider, dass Zins-Pegs laut Schulbuch eigentlich zu Instabilität führen sollten. Der Keynesianer beispielsweise muss davon überzeugt sein, dass die Nullzinspolitik unweigerlich in einer großen Deflationsspirale enden wird, während der traditionelle Monetarist fest davon überzeugt ist, dass damit die Saat für die kommende Hyperinflation ausgebracht ist. Nur ein Zustand scheint eigentlich ausgeschlossen: Der real existierende.

Seit der Finanzkreise hat sich eine im wahrsten Sinne des Wortes unheimlich stabile Situation entwickelt, für die es derzeit kaum (wissenschaftliche) Erklärungen gibt. Ist es der Weisheit und Voraussicht einer allmächtigen Zentralbank geschuldet, dass die wirtschaftlichen Modelle so grandios versagen, oder handelte es sich dabei um reine Luftschlösser?

Der grummelige John Cochrane stellt die vielleicht interessantere, weil relevantere Frage, was eigentlich passiert, wenn die Fed dieses stabile System per Leitzinsanhebung aus seinem Gleichgewicht bringt.

Etwa Inflation? Warum eigentlich nicht? Ich habe diese Idee von Cochrane in der Vergangenheit schon einmal vorgestellt.

Bild