• Es handelt sich dabei um eine Variante von Bargeld, nur eben digital. Das ist der wesentliche Unterschied zum jetzt schon bestehenden digitalen Geld. Das Geld auf dem Girokonto ist eine Forderung ggü. einer Geschäftsbank. Bargeld und der "Digital Euro" sind Vollgeld und damit auch ausfallsicher.
  • Es soll keine Blockchain-Technologie eingesetzt werden.
  • Es wird - zumindest zunächst - pro Wallet eine Höchstsumme geben. Im Gespräch sind 3000 EUR, zinslos in beide Richtungen, eben wie Bargeld (alternativ: Der gerade geltende Einlagesatz den auch Banken bekommen, aber nicht unter Null). Durch die Begrenzung der Summe soll die Massen-Flucht aus konventionellen Bankkonten verhindert werden.
    Es ist aber auch denkbar, dass dies später geändert wird. Man könnte auch eine Summe X (z.B. eben die 3000 EUR) zinslos stellen und darüber hinausgehend mit Negativzins belegen, je nachdem wie dann gerade die Geldpolitik aussieht.
  • Die Wallets sollen von Banken und Finanzdienstleistern angeboten werden, in Kombi mit einem gewöhnlichen Konto.

Es dürfte klar sein, dass es sich dabei konzeptionell nicht mal ansatzweise um eine Konkurrenz zu den Kryptowährungen handelt.

Was wichtig ist: Zunächst sieht das alles harmlos aus auch für die Banken. Aber damit wird letztlich der Boden gelegt auch für eine mögliche Reform des gesamten Geldwesens, wenn es denn nötig oder gewünscht würde. Denn wenn jeder Bürger ein Konto bei der Zentralbank hat, dann kann dies rein theoretisch die Banken auch überflüssig machen. Genau das ist auch ihre größte Sorge. Die EZB müht sich natürlich nach Kräften, das Gegenteil zu beteuern.

Für alle, die tiefer einsteigen wollen, hier eine Studie der EZB zum digitalen Euro.