• Kupfer - ISIN: XC0007203216
    Börse: ARIVA Indikation / Kursstand: 9.832,50 $/t

London/ Frankfurt (Godmode-Trader.de) - Der Kupferpreis hat zum ersten Mal seit dem Jahr 2011 die Marke von 10.000 Dollar je Tonne überschritten und nähert sich seinem Allzeithoch, das er in jenem Jahr aufstellte. Eine sich erholende Weltwirtschaft treibt die Nachfrage praktisch vor sich her, während es auf der Angebotsseite hakt.

Die Preise stiegen an der LME in der Spitze bis auf 10.008 Dollar/Tonne, kamen danach aber zurück. Im Februar 2011 hatte das Metall ein Allzeithoch bei 10.190 Dollar markiert. Die Rekordmarke ist in greifbare Nähe gerückt.

König Kupfer reiht sich ein in den Reigen zahlreicher Industriemetalle, die sich zuletzt rasant verteuert haben und Mehrjahreshochs erreichten. Die Rally wird durch fiskalische Konjunkturstimuli, Niedrigzinsen und den globalen Wirtschaftsaufschwung angefeuert. Der Bedarf auch im Bereich der Erneuerbaren Energien steigt. Kupfer besitzt sehr gute Leitfähigkeit für elektrischen Strom sowie eine hohe Resistenz gegen Korrosion.

Da die Kupfernachfrage steigt und steigt, ist die Sorge groß, dass die Produzenten nicht mehr hinterherkommen. Die ohnehin schon angespannte Situation wurde nun noch durch einen Streik in Chile, aus dem etwa ein Viertel des Kupfers der Welt kommt, verschärft.

Die Rohstoffexperten der Commerzbank warnten ebenfalls vor anhaltenden Problemen in der Versorgungssituation am Markt. Als Ursache nannten sie die Auswirkungen der Corona-Krise auf die Minenproduktion sowie den Transport. „Die Kupfer-Rally wird weiterlaufen, sagt auch Wenyu Yao, Rohstoffanalyst bei der ING. „Die Aussichten für die US-Wirtschaft werden immer besser. Die Wiederbelebung der Wirtschaft in Verbindung mit massiven Stimulierungsmaßnahmen, die Impf-Fortschritte und allgemein unterstützende Fundamentaldaten deuten auf noch höhere Preise hin.“

Vor dem Hintergrund der rekordhohen Kupferpreise kündigte der weltgrößte Goldproduzent Newmont Corp. an, die Förderung durch mehrere "Megaprojekte" zu erhöhen. CEO Tom Palmer sagte im Gespräch mit Bloomberg TV, selbst wenn nur eines der Projekte realisiert werde, mache Kupfer bis zum Ende des Jahrzehnts 15 bis 20 Prozent der Gesamtproduktion des Unternehmens aus. Die beste Zeit für das rote Metall komme erst noch, er sehe Kupfers Platz an der Sonne erst gegen Ende des Jahrzehnts.

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