• SEC hat Bedenken gegen Kapitalerhöhung bei Hertz
  • Corona-Krise in den USA verschlimmert sich
  • USA erhöhen Druck auf Assad
  • US-Bautätigkeit erholt sich nur langsam
  • ifo: Kurzarbeit erfasst zahlreiche Branchen
  • Covid-19-Medikament: WHO spricht von "Durchbruch"
  • Corona-Pandemie lässt Japans Exporte einbrechen
  • Corona-Ausbruch: Peking teilweise abgeriegelt
  • ACEA: Autoabsatz in der EU bleibt unter Druck
  • Commerzbank hat Stress mit der britischen Finanzaufsicht
  • Lufthansa sieht Rettungspaket in Gefahr
  • CureVac: Corona-Impfstoff-Studie zugelassen
  • Fraport: Tausende Jobs sind gefährdet
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DAX & Wall Street

  • Bei den Anlegern am deutschen Aktienmarkt ist am Mittwoch doch wieder Kaufstimmung aufgekommen. Nach der Kursrally am Vortag waren die Investoren zunächst etwas vorsichtiger in den heutigen Handelstag gestartet - angesichts geopolitischer Spannungen rund um Nordkorea und der neuerlichen Ausbreitung des Coronavirus in Peking. Im Handelsverlauf konnte der DAX aber weiter zulegen. Das Börsenbarometer ging mit einem Plus von 0,54 Prozent auf 12.382,14 Punkte aus dem Handel. An der Börse hofft man weiter angesichts von staatlichen Hilfsprogrammen und Notenbankeingriffen auf eine Erholung der weltweiten Konjunktur. Die Anleger seien hin- und hergerissen zwischen der Hoffnung auf eine schnelle wirtschaftliche Erholung und der Furcht vor einer zweiten Corona-Welle, fasste ein Marktanalyst die momentane Stimmung zusammen. Die EU-Kommission sorgt sich, dass im Zuge der Corona-Krise und stark gefallener Aktienkurse europäische Firmen leichte Beute für Investoren und Konzerne aus aller Welt werden könnten. “Wir brauchen die richtigen Instrumente, um sicherzustellen, dass ausländische Subventionen nicht unseren Markt verzerren“, erklärte deshalb die Kommissarin Margarete Vestager. Bei Übernahmen von EU-Firmen will Brüssel demnach systematisch prüfen und gegebenenfalls Maßnahmen ergreifen dürfen.
  • Nach drei positiven Handelstagen in Folge hat die Wall Street am Mittwoch den Handel gemischt beendet. Während der Nasdaq 100 um 0,33 Prozent nach oben klettern konnte, verlor der Dow Jones 0,65 Prozent und der S&P 500 0,36 Prozent. Anleger müssen derzeit abwerten zwischen der Aussicht auf eine Erholung der Wirtschaft und möglicherweise neuen Konjunkturprogrammen und einem Wiederaufflammen der Corona-Krise.

Chartanalysen & Artikel des Tages

Unternehmensnachrichten

  • Zalando rechnet im zweiten Quartal mit einer "signifikanten" Umsatz- und Ergebnissteigerung, welche deutlich über den Markterwartungen liegen sollte. Als Gründe nennt das Unternehmen eine gestiegene Präferenz für digitale Angebote, sowie die Umsetzung der Plattformstrategie und den beschleunigten Ausbau des Zalando-Partnerprogramms.
  • Die US-Börsenaufsicht SEC hat Einwände gegen die Pläne der Autovermietung Hertz für eine Kapitalerhöhung. Hertz hatte einen Insolvenzantrag gestellt, will aber trotzdem neue Aktien bei Anlegern platzieren.
  • Die Bauer AG hat ihre Prognose für das Geschäftsjahr 2020 zurückgezogen. "Aktuelle Überprüfungen der Hochrechnungen zum Jahresende 2020 lassen größere Einflüsse der Corona-Pandemie auf die Segmente Bau und Maschinen erwarten", teilte das Unternehmen mit. Derzeit seien die Folgen der Pandemie nicht verlässlich abzusehen, so das Unternehmen. Auf eine neue Prognose werde deshalb verzichtet. Bisher hatte das Unternehmen eine leichte Steigerung bei der Gesamtkonzernleistung, eine deutliche Steigerung des EBIT und eine deutliche Steigerung beim Ergebnis nach Steuern in den positiven Bereich in Aussicht gestellt.
  • Osram erwartet für das Geschäftsjahr 2020 einen Umsatzrückgang von 15-19 Prozent (zuletzt -3-3 %), eine bereinigte Ebitda-Marge von 3-6 Prozent (zuletzt 9-11 %) und einen negativen Free Cash Flow im mittleren zweistelligen bis niedrigen dreistelligen Millionenbereich (zuletzt positiver Free Cash Flow im mittleren zweistelligen Millionenbereich). Für das laufende dritte Quartal wird ein Umsatzeinbruch von bis zu 35 Prozent und eine Ebitda-Marge von bis zu minus 10 Prozent veranschlagt. Der Free Cash Flow soll im mittleren zweistelligen Millionenbereich liegen.
  • Der Zuckerproduzent Südzucker hat im ersten Quartal operativ mehr verdient. Das Ergebnis verbesserte sich im Jahresvergleich von 47 auf 61 Mio. Euro, wie der Konzern am Mittwoch mitteilte. Der Konzernumsatz stagnierte bei rund 1,67 Mrd. Euro. Die Prognose für das laufende Jahr bestätigte der Konzern. Das Management erwartet für das Geschäftsjahr einen Umsatz von 6,9 bis 7,2 Mrd. Euro. Das operative Konzernergebnis soll zwischen 300 bis 400 Mio. Euro liegen.
  • Der Touristikkonzern TUI will in Frankreich künftig nur noch Geschäfte mit höheren Margen betreiben und auf weniger Marken konzentrieren. Der entsprechende Umbau der Aktivitäten in dem Land werde dort zu einem Abbau von 583 Stellen führen, teilte das Unternehmen mit.
  • Die Deutsche Telekom rechnet mit Kosten von mindestens drei Milliarden Euro, sollte die Bundesregierung auf chinesische Mobilfunktechnologie verzichten. Das berichtet das "Handelsblatt". Dies wäre womöglich der Fall, wenn die Telekom nicht auf chinesische Ausrüster im neuen 5G-Netz zählen und schon verbaute Komponenten austauschen müsste.
  • Fraport-Chef Stefan Schulte erwartet, dass die Corona-Krise tausende Arbeitsplätze kosten wird. „So hart es auch ist, wir werden etwa 3.000 bis 4.000 Menschen weniger beschäftigen können", sagte Schulte in einem Interview mit Bloomberg. Dies seien die Perspektiven für die Jahre 2023 und 2024. Die Verhandlungen mit der Arbeitnehmerseite sollten bald beginnen, sagte Schulte. Der Manager geht aber davon aus, dass ein Großteil der Stellenstreichungen auf mildem Wege abgebaut werden können: Mitarbeiter gehen in den Ruhestand und werden nicht ersetzt, andere könnten ihre Arbeitszeit vorübergehend reduzieren.
  • Mehr als die Hälfte der 190 internationalen Investoren, die bei der monatlichen Umfrage der Bank of America (BofA) mitgemacht haben, geht davon aus, dass die massive Erholung an den Börsen nur eine „Bärenmarktrally“ ist. Viele Investoren bewerten damit den deutlichen Anstieg der Märkte nach dem Absturz von Mitte Februar bis Mitte März lediglich als Zwischenerholung und rechnen mit neuen heftigen Rückschlägen.
  • Der Chiphersteller Qualcomm kündigte für das zweite Quartal den Einsatz von 5G-Technologie auch für günstigere Smartphones an. Der neue Chip namens "Snapdragon 690" soll bei Endgeräten im Preissegment zwischen 300 bis 500 Dollar eingebaut werden, so der Konzern. Telefonhersteller hätten bereits ihr Interesse an dem zukunftsfähigen Chip bekundet, hieß es.
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In den drei Monaten bis Ende Mai sank der Umsatz des Softwarekonzerns Oracle verglichen mit Prozent% auf 3,1 Mrd. Dollar zurück. Zwar legte das Cloud-Geschäft mit IT-Diensten im Internet weiter zu, dennoch verzeichnete der Konzern pandemiebedingt Einbußen.
  • Der zweitgrößte Börsengang des Jahres (Volumen 2,2 Mrd. USD) in den USA ist erfolgreich über die Bühne gegangen verlaufen. Die Aktien von Royalty Pharma machten an der Nasdaq einen kräftigen Sprung nach oben. Royalty Pharma ist auf den Kauf von Lizenzen für Pharmaprodukte spezialisiert.
  • Facebook will bei der US-Präsidentenwahl im November eine aktive Rolle einnehmen. Nutzer in den USA werden einen Bereich mit offiziellen Informationen zum Ablauf und zu Regelungen zur Wahl angezeigt bekommen, wie das Online-Netzwerk ankündigte. Das Ziel sei, bis zu 4 Mio. Menschen bei der Anmeldung zur Wahl zu helfen und damit doppelt so vielen wie bei den vergangenen beiden Präsidentenwahlen.
  • Elon Musk führt bei Tesla eine neue Funktion ein: Über eine App können Besitzer ihren Tesla für andere Fahrer freigeben. Diese Möglichkeit erleichtert Käufern auch die Finanzierung der angekündigten vollautonomen Fahrzeuge.
  • Die Netzausfälle bei T-Mobile US am Montag wurden durch Probleme bei einem Schaltkreis in der Glasfaserleitung eines Zulieferers ausgelöst. Die Sprint-Kunden von T-Mobile seien nicht betroffen gewesen, sagte Technikchef Neville Ray. Er stellte bessere Sicherheitsvorkehrungen in Aussicht.
  • Die Lufthansa hat vor einem Scheitern des Rettungspakets auf der außerordentlichen Hauptversammlung gewarnt. Die Worte und Kapitalaufstockung von Heinz Hermann Thiele verfehlen ihre Wirkung damit nicht. Wegen der Kritik Thieles sei es möglich, dass das Stabilisierungspaket auf der außerordentlichen Hauptversammlung am 25. Juni die notwendige Zweidrittelmehrheit verfehlen könnte, erklärte die Lufthansa am Mittwoch. „Dies würde bedeuten, dass die Deutsche Lufthansa AG möglicherweise zeitnah zur Hauptversammlung ein insolvenzrechtliches Schutzschirmverfahren beantragen müsste, wenn es dann nicht unverzüglich zu einer anderen Lösung kommt." Der Vorstand appelliere an alle Aktionäre, ihr Stimmrecht wahrzunehmen.
  • Das Biotechunternehmen CureVac kann bei der Entwicklung eines Impfstoffkandidaten gegen den Coronavirus einen Fortschritt vermelden: Die Tübinger dürfen die klinische Prüfung starten. Das zuständige Paul-Ehrlich-Institut (PEI) erteilte dem CureVac die Zulassung, den Wirkstoff an gesunden Freiwilligen zu testen, wie das Bundesinstitut für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel mitteilte. CureVac arbeitet an sogenannten mRNA mit Botenmolekülen, in dem die Bauanleitung zur Herstellung von Proteinen steckt. Die vor einer klinischen Studie nötigen Voruntersuchungen seien erfolgreich verlaufen, teilte das Unternehmen online mit. Das Bundesinstitut für Impfstoffe hält es für möglich, dass das Biotechunternehmen schon Anfang kommenden Jahres die Zulassung eines Corona-Impfstoffes beantragen kann. Voraussetzung seien sehr gute Versuchsdaten, sagte der Präsident der Behörde, Cichutek, nach einer Videokonferenz mit Vertretern des Unternehmens. CureVac selbst rechnet nach eigenen Angaben damit, dass ein Impfstoff bis Mitte 2021 auf dem Markt sein könnte.
  • Die britische Finanzaufsicht Financial Conduct Authority (FCA) teilte am Mittwoch mit, sie habe gegen die Londoner Filiale der Commerzbank eine Geldstrafe von 37,8 Mio. Pfund (47,34 Mio. Dollar) verordnet. Die Aufsichtsbehörde wirft dem Institut in London vor, in der Vergangenheit nicht ausreichend gegen mögliche Geldwäsche vorgegangen zu sein. „Die Commerzbank London war sich dieser Schwachstellen bewusst und hat keine angemessenen und wirksamen Maßnahmen ergriffen, um sie zu beheben, obwohl die FCA in den Jahren 2012, 2015 und 2017 besondere Bedenken hinsichtlich dieser Schwachstellen geäußert hat", heißt es in einer Erklärung der FCA. Die Fahrlässigkeit der Bank über mehrere Jahre hinweg habe ein erhebliches Risiko dargestellt, dass Geldwäsche und womöglich andere kriminelle Finanzgeschäfte unbemerkt bleiben konnten.
  • Der neue Henkel-Chef Carsten Knobel will den Konsumgüterkonzern trotz der Rückschläge in der Corona-Krise „mutig“ nach vorne bringen. Diskussionen im Konzern seien in der Vergangenheit zu oft auf ein reines „Weiter so" reduziert worden, sagte Knobel am Mittwoch bei der virtuellen Hauptversammlung. „Das will ich ändern“. Er wolle „mutige Schritte“ bei der Optimierung des Portfolios unternehmen, die Wettbewerbsfähigkeit stärken und die Unternehmenskultur ändern, um mehr Eigenverantwortung für die Mitarbeiter zu ermöglichen. Das zweite Quartal werde „schwierig“ ausfallen, räumte Knobel ein. Die Folgen der Pandemie hatten den Hersteller von Waschmittel und Shampoos bereits zu Jahresbeginn gebremst.
  • Gut eine Woche vor der außerordentlichen Hauptversammlung bei der Lufthansa hat der Großaktionär Heinz Hermann Thiele das staatliche Rettungspaket in Frage gestellt. In einem Interview mit der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung" forderte er, den Plan neu auszuhandeln. Thiele wehrt sich vor allem gegen die vorgesehene Staatsbeteiligung von 20 Prozent an der Fluglinie. Die Lufthansa brauche für Sanierung und Gesundung keine Staatsbeteiligung, so der Chef des Zulieferers Knorr Bremse. Allerdings versprach Thiele, hier nicht blockieren oder ausbremsen zu wollen. Er hoffe vielmehr, dass noch im Vorfeld etwas bewirkt und in Bewegung gebracht werden könne. Zudem hat Thiele seinen Anteil an der Airline kräftig aufgestockt. „Am Montagabend habe ich die meldepflichtige Schwelle von 15 Prozent überschritten", sagte der Unternehmer der Zeitung.
  • In der Europäischen Union wurden im Mai 581.161 Pkw neu zugelassen und damit gut 52 Prozent weniger als ein Jahr zuvor, wie der Branchenverband ACEA am Mittwoch mitteilte. Im Vormonat April führten die Lockdown-Maßnahmen (u. a. geschlossene Autohäuser) noch dazu, dass 76 Prozent weniger Autos neu zugelassen wurden. Von dem negativen Trend konnte sich keine der großen Automarken abkoppeln. Der VW-Konzern kam bei den Neuzulassungen im Mai auf ein Minus von 52 Prozent, für BMW und Daimler ging es um 50 Prozent abwärts. Der PSA-Konzern musste einen Rückgang um 56 Prozent verkraften. Fiat Chrysler kam auf Minus 55 Prozent, bei Renault waren es minus 53 Prozent.
  • Der Modekonzern Hugo Boss bekommt mit Daniel Grieder einen neuen Vorstandschef. Grieder Ex-Tommy-Hilfiger-Chef wird sein Amt am 1. Juni 2021 antreten, wie Hugo Boss am Dienstagabend mitteilte. Noch-Unternehmenschef Mark Langer wird zum 30. September 2020 aus dem Unternehmen ausscheiden. Fie Übergangszeit vom 1. Oktober 2020 bis zum 31. Mai 2021 wird Finanzvorstand Yves Müller als Sprecher des Vorstandes wirken.
  • Die VW-Tochter Audi soll von der Börse genommen werden. Den restlichen Minderheitsaktionären der Tochter will der Autokonzern nun eine üppige Barabfindung von 1551,53 Euro je Audi-Aktie überweisen. Das sind ca. 500 Euro mehr als der Titel gestern wert war. Der Übertragungsbeschluss soll in der nächsten ordentlichen Audi-Hauptversammlung gefasst werden. VW gehören nach früheren Angaben schon 99,64 Prozent an den Ingolstädtern.

Konjunktur & Politik

  • Die Corona-Krise in den USA verschlimmert sich. Die Anzahl der Corona-Toten in den USA hat heute die Zahl der im Ersten Weltkrieg gefallenen US-Soldaten überschritten. Wie die Johns Hopkins-Universität berichtet, sind in den USA 116.700 Menschen in Folge einer Covid-19-Infektion gestorben. Im Vergleich dazu ließen 116.516 US-Soldaten im Verlauf des Ersten Weltkriegs ihr Leben. Mehrere US-Staaten haben einen Höchststand an Neuinfektionen innerhalb eines Tages seit Beginn der Corona-Pandemie verzeichnet. In Florida wurden am Dienstag 2.783 Neuinfektionen nachgewiesen, in Texas 2.622 und in Arizona 2.392, wie aus offiziellen Daten der Bundesstaaten und der Johns Hopkins-Uni hervorgeht.
  • Die USA haben neue Sanktionen gegen Syriens Präsidenten Baschar al-Assad und dessen Machtelite erlassen. Auf der Strafliste stehen 39 Personen, darunter auch al-Assads Frau Asma und dessen Bruder Mahir, wie US-Außenminister Mike Pompeo am Mittwoch mitteilte. Pompeo erklärte, es handele sich um den Beginn einer Kampagne, um Assad mit wirtschaftlichem und politischem Druck Einnahmen und Unterstützung zu verwehren. Sie werde erst stoppen, wenn das Regime den unnötigen brutalen Krieg gegen das syrische Volk beende. Zu den Sanktionen zählen Reisebeschränkungen und finanzielle Strafmaßnahmen.
  • Die Zahl der Baubeginne in den USA stieg im Mai im Monatsvergleich um 4,3 Prozent, wie das Handelsministerium mitteilte. Analysten hatten einen wesentlich stärkeren Zuwachs erwartet. Im März und April war die Bautätigkeit wegen der Corona-Pandemie fast zum Erliegen gekommen. Die Zahl der Baugenehmigungen stieg im Mai zum Vormonat um 14,4 Prozent.
  • Führende US-Ökonomen haben den Kongress zur Verabschiedung eines weiteren Konjunkturpakets aufgefordert. Angesichts der Corona-Krise seien „mindestens" eine Verlängerung des Arbeitslosengelds, eine Ankurbelung der Nachfrage und mehr Unterstützung für Bundesstaaten nötig, erklärten die 130 Wirtschaftsexperten in einem Schreiben an die Führung beider großen Parteien im Parlament.
  • Kurz vor der geplanten Veröffentlichung will das US-Justizministerium die Publikation eines Buches des früheren Nationalen Sicherheitsberaters John Bolton vor Gericht verhindern. In einer am Dienstag (Ortszeit) bei einem Bundesgericht in Washington eingereichten Klage hieß es, Bolton verbreite nicht nur geheime Informationen, sondern gefährde mit der Veröffentlichung auch die "nationale Sicherheit"
  • Der Präsident der Dallas Fed, Robert Kaplan, betonte in einem Vortrag, die Fed hätte noch viele Möglichkeiten durch Ankäufe von Vermögenswerten wirtschaftliche Folgen der Corona-Krise abzufedern.
  • Die deutsche Verteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer hat die Kritik von US-Präsident Trump gegenüber Deutschland scharf zurückgewiesen. Die NATO gründe sich auf gemeinsame Werte und Interessen. Sie sei keine Handelsorganisation, Sicherheit sei keine Ware, so Kramp-Karrenbauer.
  • Die EU-Kommission will die hiesige Wirtschaft besser vor Übernahmen und zu großem Einfluss unter anderem aus China schützen und gleiche Wettbewerbsbedingungen sichern. „Europas Wirtschaft ist offen und eng mit dem Rest der Welt verknüpft. Wenn das unsere Stärke bleiben soll, müssen wir wachsam sein", sagte EU-Vizekommissionspräsidentin Margrethe Vestager. Vor allem chinesische Investoren hatten zuletzt Hightech-Firmen im Visier. Die Vorschläge der EU-Kommission sehen vor, dass Unternehmen, die von Subventionen aus dem Ausland profitieren, Käufe ab einem bestimmten Wert bei der EU-Kommission anmelden müssen. Diese könnte die Übernahme dann letztlich auch verbieten. Zugleich soll geprüft werden, ob die Investitionen möglicherweise sogar im Interesse der EU sind. Auch die Vergabe öffentlicher Aufträge, bei der staatlich finanzierte Unternehmen häufig bessere Karten haben, soll reguliert werden.
  • Die Gewerkschaft Verdi hat die Beschäftigten im Luftverkehr bundesweit zu Protestveranstaltungen aufgerufen. „Es ist ein Unding, dass Unternehmen einerseits Staatshilfen aus Steuermitteln beziehen und gleichzeitig mit Arbeitsplatzabbau und der Absenkung tariflicher Standards drohen", so Gewerkschaftssekretär Uwe Schramm.
  • Nordkorea hat einen Tag nach der Sprengung eines innerkoreanischen Verbindungsbüros abgekündigt, „jede Art von regulären Militärübungen" nahe der Grenze wieder aufzunehmen und Soldaten in die ehemals gemeinsam genutzten Industrie- und Tourismusgebiete verlegen zu wollen. Ein Angebot aus Südkorea für Gespräche schlug Pjöngjang aus.
  • Wie das Statistikamt Eurostat mitteilte, lagen die Verbraucherpreise im gemeinsamen Währungsraum im Mai nur um 0,1 Prozent höher als ein Jahr zuvor. Das ist die niedrigste Inflationsrate seit Juni 2016. Eine erste Schätzung wurde damit bestätigt. Im Monatsvergleich ging das Preisniveau um 0,1 Prozent zurück.
  • Die Inflation in Großbritannien hat sich Mai von 0,8 Prozent auf 0,5 Prozent nach unten entwickelt, teilte das Statistikamt National Statistics am Mittwoch mit. Analysten hatten damit bereits gerechnet. Der jährliche Anstieg der Verbraucherpreise war zuletzt im Jahr 2016 ähnlich niedrig ausgefallen.
  • Der Wert der japanischen Exporte im Mai sank um 28,3 Prozent auf 4,2 Bio. Yen (ca. 35 Mrd. Euro), wie die Regierung am Mittwoch in Tokio mitteilte. Damit fiel der Wert schlechter aus, als Experten erwartet hatten. Im April hatte das Minus bei den Ausfuhren 22 Prozent betragen. Die Ausfuhren in die USA gingen um gut die Hälfte auf 588 Mrd. Yen zurück. Relativ stabil waren dagegen die Geschäfte der Exportunternehmen mit China.
  • Die Weltgesundheitsorganisation WHO feiert die Ergebnisse einer britischen Studie zu einem Medikament gegen Covid-19 als „Durchbruch“. Bei dem Entzündungshemmer Dexamethason handle es sich um das erste Mittel, das die Sterblichkeit von Covid-19-Patienten verringere, die auf Sauerstoff oder Beatmungsgeräte angewiesen seien, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus einer Mitteilung vom Dienstagabend zufolge. „Das sind großartige Neuigkeiten", sagte Tedros demnach weiter.
  • Die Kurzarbeit hat zahlreiche Wirtschaftszweige in Deutschland erfasst. Vor allem das Gastgewerbe sowie weite Teile der Industrie und des Handels sind betroffen, wie aktuelle Umfragezahlen des ifo Instituts für Mai ergeben. Demnach waren im Gastgewerbe 796.000 Menschen bzw. 72 Prozent der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten in Kurzarbeit, im Fahrzeugbau 513.000 oder 46 Prozent und im Autohandel 289.000 oder 44 Prozent. „Diese historisch einmalig große Zahl an Kurzarbeitern verhindert zunächst Entlassungen und Firmenpleiten“, sagt ifo-Arbeitsmarkt-Experte Sebastian Link.
  • Nach dem neuen Ausbruch des Coronavirus bleibt die Lage in Peking angespannt. Laut der Gesundheitskommission gibt es 31 weitere Infizierte. Als Reaktion auf den neuen Ausbruch auf dem Xinfadi-Großmarkt riefen die Behörden die zweithöchste Sicherheitsstufe aus, womit Peking teilweise abgeriegelt wird. Flüge aus und in die Hauptstadt wurden drastisch reduziert.
  • Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) zufolge müssen bei einem erneuten Aufflammen von Corona-Infektionen die regionalen Unterschiede in den Bundesländern stärker berücksichtigt werden. Es dürfe auf keinen Fall wieder zu einem bundesweiten Lockdown kommen. „Wir müssen jetzt regional und lokal schauen", sagte die Sozialdemokratin vor der Ministerpräsidentenkonferenz am Mittwoch im ZDF-„Morgenmagazin". Schwesig betonte zwar, dass in grundsätzlichen Fragen wie Abstandsgebot, Kontaktbeschränkungen und Maskenpflicht Einigkeit herrschen müsse. Gleichzeitig sprach sie jedoch dafür aaus, dass bei der Öffnung etwa von Kitas und touristischen Angeboten je nach Region differenziert werden sollte.
  • Der preisbereinigte Auftragsbestand im Verarbeitenden Gewerbe in Deutschland war nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes im April saison- und kalenderbereinigt 1,1 Prozent niedriger als im Vormonat. Dabei gingen die offenen Aufträge aus dem Inland im Vergleich zum März um 1,2 Prozent zurück. Der Bestand an Auslandsaufträgen verringerte sich um 1,0 Prozent. Die starken Rückgänge der Auftragseingänge im April in Folge der Corona-Pandemie hatten damit laut Bundesamt nur moderate Auswirkungen auf den Auftragsbestand im Verarbeitenden Gewerbe. „Insbesondere zeigen die Daten an, dass die Industriebetriebe im April insgesamt keine außergewöhnlich umfangreichen Auftragsstornierungen registriert haben“.
  • Ökonomen ziehen nach den Lockdown-Maßnahmen in Deutschland eine durchwachsene Bilanz. „Vergleichen wir die Situation mit anderen Ländern steht der deutsche Arbeitsmarkt sehr gut da", sagte Johannes Seebauer, Wissenschaftler vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW). So habe die Kurzarbeit dazu geführt, dass sich Angestellte relativ wenige Sorgen um die eigene finanzielle Situation machten. Sehr viel schwieriger sei aber die Lage der Selbstständigen.
  • Für viele Studierende bedeutet der Verlust von Nebenjobs aufgrund der Corona-Restriktionen einen finanziellen Engpass bei der Bestreitung ihres Lebensunterhaltes. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, hatten alleinwohnende Studenten beziehungsweise Studentinnen im Jahr 2018 monatliche Einnahmen von durchschnittlich rund 1.060 Euro. Diese wurden nahezu vollständig für den privaten Konsum ausgegeben. Studierenden, die durch die Coronakrise ihre Jobs verloren haben, soll nun im Rahmen der Überbrückungshilfe des Bundesministeriums für Bildung und Forschung geholfen werden.

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