Hannover (Godmode-Trader.de) - Die Deutsche Bank legte am Montag Vorab-Eckdaten auf vorläufiger Basis zum Geschäftsverlauf des zweiten Quartals 2018 vor, da die Ergebnisse den von der Bank zusammengestellten Analystenkonsens deutlich übertrafen.

    So rechnet das Finanzinstitut für den Zeitraum von April bis Juni 2018 mit einem Vorsteuergewinn von ca. 700 Mio. Euro (Vorquartal: 432 Mio. / Vorjahr: 822 Mio. / Konsens: 321 Mio.) sowie einem Gewinn nach Steuern von rund 400 Mio. Euro (Vorquartal: 120 Mio. / Vorjahr: 466 Mio. / Konsens: 159 Mio.). Dementsprechend hätte man das ersten Halbjahr mit einem Gewinn vor Steuern von ca. 1,15 Mrd. Euro (Vorjahr: 1,70 Mrd.) abgeschlossen.

    Die Gesamterträge erwartet die Deutsche Bank im zweiten Quartal 2018 auf einem Niveau von 6,6 Mrd. Euro (Vorquartal: 7,0 Mrd. / Vorjahr: 6,6 Mrd. / Konsens: 6,4 Mrd.), wovon 3,5 Mrd. aus der Unternehmens- und Investmentbank (CIB) stammen. Gegenüber dem Vorjahr sollen die Erträge des Bereichs Sales & Trading um ca. 15 Prozent gefallen sein, wogegen die Erträge im Bereich Origination & Advisory einen Anstieg um 2 Prozent ausweisen.

    Auch die per Ende Juni 2018 erwarteten Kapitalquoten fielen positiver als die Konsensschätzungen aus, wobei die harte Kernkapitalquote (CET 1) 13,6 Prozent (Vorquartal: 13,4 %) und die Verschuldungsquote (Leverage Ratio) 3,9 Prozent (Vorquartal: 3,7 %) erreichten.

    Die vorläufigen Ergebnisse der Deutschen Bank für das zweiten Quartal 2018 fielen besser als von der Börse erwartet aus, was sich in einer Erleichterungs-Rallye der Aktie mit deutlichen Kursgewinnen niedergeschlagen habe, so NordLB-Analyst Michael Seufert. Obwohl die Zahlen im Vergleich zur bereits schwachen Vorjahresperiode überwiegend schlechter ausgefallen seien, habe das Management die Verbesserung gegenüber dem Q1-Ergebnis 2018 als „einen Beleg für die Stabilität des Geschäfts der Deutschen Bank“ interpretiert.

    Nach den bisher von den US-Großbanken vorgelegten Geschäftszahlen hat sich allerdings der Abstand der Deutschen Bank zu diesen Wettbewerbern weiter ausgedehnt, so Seufert.