Frankfurt (Godmode-Trader.de) - Sowohl das Vorsteuerergebnis EBT (506 (Vj.: 933) Mio. Euro) als auch das Nettoergebnis (211 (Vj.: 647) Mio. Euro) der Deutschen Bank lagen im dritten Quartal über den Erwartungen. Zwar fielen die Zahlen auf den ersten Blick besser als erwartet aus, allerdings zeigen sie aus Sicht von Independent Research-Analyst Markus Rießelmann unverändert eine entscheidende Schwäche: rückläufige Gesamterträge von 9 Prozent. Insbesondere die schwache Ertragsentwicklung in der Corporate & Investment Bank mit einem zweistelligen Rückgang von 13 Prozent im Vorjahresvergleich bleibe die Achillesferse der Deutschen Bank, so der Experte.

    Das Handelsgeschäft, das rund 31 Prozent der Konzernerträge ausmacht, bleibe mittlerweile regelmäßig hinter den Markterwartungen bzw. den europäischen und amerikanischen Wettbewerbern zurück. Die Deutsche Bank trage dem Rechnung und erwarte für 2018 nun insgesamt leicht rückläufige (bisher: stagnierende) Gesamterträge.

    Die Bank bleibe mit Blick auf die Restrukturierung aber im Soll und habe die Kostenziele für 2018 und 2019 bestätigt. Das niedrige Bewertungsniveau der Deutschen Bank-Aktie sei erst dann wieder ein Kaufargument, wenn nachhaltiges Erlöswachstum bei gleichzeitigen Kosteneinsparungen sichtbar sei, resümiert der Experte. Bei gesenkten Prognosen und einem neuen Kursziel von 8,50 (alt: 9,00) Euro votiert Independent Research weiterhin mit „Verkaufen“ für die Aktie der Deutschen Bank.

    Für die Analysten der NordLB zeigen die Zahlen zum dritten Quartal erneut, dass die Einsparungen zu Lasten des Ertragspotenzials gehen. Die internationalen Wettbewerber bauen derweil den Vorsprung auf die Deutsche Bank aus. Vor dem Hintergrund einer anämischen Eigenkapitalrendite (ROTE) von 1,7 Prozent nach neun Monaten 2018 sehe man kein signifikantes Kurspotenzial und raten unverändert zum „Halten“ der Aktie, heißt es von der NordLB.

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