Hannover (Godmode-Trader.de) - Die Deutsche Bank hat weitere Informationen zum geplanten Börsengang der DWS bekannt gegeben. Die Erstnotiz der Aktie ist für den 23. März 2018 im Regulierten Markt der Frankfurter Wertpapierbörse vorgesehen. Die Zeichnungsfrist beginnt am 14. März und endet für Privatpersonen am 21. März bzw. für institutionelle Kunden am 22. März. Die Preisspanne wurde auf 30,00 bis 36,00 Euro je Aktie festgelegt, was eine Bewertung des vollständigen Unternehmens in einer Bandbreite zwischen 6,0 Mrd. und 7,2 Mrd. Euro widerspiegeln würde.

    ANZEIGE

    Als Ankeraktionär konnte bereits der japanische Lebensversicherungskonzern Nippon Life Insurance Company gewonnen werden, der im Rahmen des Börsengangs einen Anteil von 5 Prozent an der DWS zum Platzierungspreis übernehmen wird.

    Bei vollständiger Ausübung aller Zusatzoptionen läge der Streubesitz nach dem Börsengang bei 25 Prozent und der Bruttoerlös abhängig vom finalen Angebotspreis zwischen 1,5 Mrd. und 1,8 Mrd. Euro.

    Die DWS wirbt um Investoren mit einer auf mittlere Frist geplanten Ausschüttungsquote von 65 bis 75 Prozent der Gewinne. Nach einem Wachstum von 2,8 Prozent der verwalteten Vermögenswerte (Assets under Management, AuM) in den ersten neun Monaten 2017 plant das Unternehmen mit einem jährlichen Wachstum in einer Bandbreite von 3 bis 5 Prozent in der mittelfristigen Perspektive. Eine durchschnittliche Marge für das Management der Vermögenswerte von mind. 30 Bp auf das verwaltete Vermögen soll erwirtschaftet werden, was auch dem Durchschnitt der letzten Jahre entsprach. Die Kostenquote, die nach drei Quartalen 2017 68 Prozent betrug, wird mittelfristig bei weniger als 65 Prozent erwartet.

    Im Vergleich mit den ursprünglich erwarteten Eckdaten der Emission von 25 Prozent der DWS zu einem Wert von ca. 2 Mrd. Euro müssten Abschläge hingenommen werden, konstatierte NordLB-Analyst Michael Seufert in einer Studie von Dienstag. Neben der volatileren Marktsituation dürfte auch die Wahl der Rechtsform als Kommanditgesellschaft auf Aktien Druck auf die Platzierung ausgeübt haben.

    Darüber hinaus blicke der Markt mit einer gewissen Skepsis auf die Planzahlen der DWS, da sie als eigenständige Organisationseinheit keine belastbare Langfristhistorie biete. Dennoch erwarte er eine erfolgreiche Platzierung der Anteile, so Seufert. Für die Aktien der DWS gibt die NordLB aktuell keine Empfehlung ab. Das Rating für die Deutsche Bank bleibt „Halten“; das Kursziel senken die Analysten aufgrund der Stimmungseintrübung für Banken auf 14,00 Euro.