• DIW: Auf dynamischen Sommer folgt die Winterflaute
    • Bitcoin fällt unter Marke von 60.000 Dollar
    • ifo Beschäftigungsbarometer leicht gefallen
    • GfK-Konsumklima trotzt Inflation
    • Internetgiganten: Kartellamt plant Restriktionen
    • Sudan: Regierungschef nicht mehr in Haft
    • UN: Klimabemühungen müssen versiebenfacht werden
    • Beiersdorf zurück im DAX
    • Deutsche Bank schafft 5. Quartalsgewinn in Folge
    • BASF hebt Jahresziele erneut an
    • Coca-Cola hebt Ziele an
    • Russland geht gegen Apple vor
    • „Dreamliner"-Probleme ziehen Boeing in die Miesen

    Markt

    • Die Kombination aus positiven Vorgaben von den Überseebörsen und guten Quartalsergebnissen sorgten am Dienstag noch für steigende Kurse am deutschen Aktienmarkt. Heute hieß die Devise: Verschnaufpause. Der DAX gab zum Handelsschluss um 0,33 Prozent auf 15.705,81 Zähler nach. Dass die Rally in einem Stück in Richtung 16.000er Marke und darüber führen würde, sei nicht wirklich zu erwarten gewesen, merkte Analyst Jochen Stanzl vom Handelshaus CMC Markets an. Die Euphorie über die starke Berichtssaison habe nun wieder etwas nachgelassen. Mit der Deutschen Bank, BASF und Puma hatten drei DAX-Konzerne Quartalszahlen vorgelegt.
    • Der Bitcoin ist wieder unter die runde Marke von 60.000 Dollar gefallen. Die Kryptowährung verlor zur Wochenmitte auf der Handelsplattform Bitstamp gut sechs Prozent auf 58.000 Dollar. Die Euphorie über die jüngste Zulassung des ersten Bitcoin-Futures-ETFs in den USA hat sich offenbar gelegt.

    Chartanalysen & Artikel des Tages

    Unternehmen & Branchen

    • Probleme bei den „Dreamliner"-Langstreckenjets schlugen bei dem US-Flugzeugbauer Boeing im dritten Quartal mit 183 Mio. Dollar negativ zu Buche. Auch deshalb rutschte Boeing wieder in die roten Zahlen: Unter dem Strich stand ein Verlust von 132 Mio. Dollar nach einem Minus von 466 Mio. ein Jahr zuvor. Im zweiten Quartal hatte Boeing erstmals seit 2019 wieder einen Gewinn erzielt.
    • Der Halbleiter-Mangel in der Autoindustrie hat den US-Hersteller General Motors im dritten Quartal belastet. Der Konzern verdiente unterm Strich 2,4 Mrd. Dollar und damit über 40 Prozent weniger als vor einem Jahr. Der Umsatz sank um rund ein Viertel auf 26,8 Mrd. Dollar.
    • Der weltgrößte Generikahersteller Teva hat im dritten Quartal einen Umsatzrückgang um zwei Prozent auf 3,89 Mrd. Dollar verzeichnet. Der bereinigte Gewinn je Aktie stieg um ein Cent auf 59 Cent. Für das Gesamtjahr bekräftigte Teva seine Ziele.
    • Die Trading-App Robinhood hatte Anfang des Jahres durch den Hype um Bitcoin & Co und spekulative Käufe von Privatanlegern kräftig zugelegt. Im dritten Quartal ließ das Wachstum deutlich nach.
    • Der US-Laborausrüster Thermo Fisher hat seine Jahresziele angehoben. Der Umsatz soll 2021 nun um 1,5 Mrd. auf 37,1 Mrd. Dollar steigen statt um 300 Mio. auf 35,9 Mrd. Dollar. Der bereinigte Gewinn je Aktie soll 23,37 Dollar erreichen statt 22,07 Dollar je Aktie.
    • Die Fast-Food-Kette McDonald’s hat im dritten Quartal den Umsatz auf vergleichbarer Basis um 12,7 Prozent gesteigert und damit die Analystenerwartungen übertroffen. Der Gesamtumsatz stieg um 14 Prozent auf 6,2 Mrd. Dollar.
    • Der Lebensmittelhersteller Kraft Heinz steigerte den Nettogewinn im dritten Quartal um 23 Prozent auf 736 Mio. Dollar. Für das Gesamtjahr erhöhte der Konzern seine Prognose für das bereinigte operative Ergebnis (Ebitda) auf mehr als 6,2 Mrd. Dollar (bisher mindestens 6,1 Mrd. Dollar).
    • Der Getränkeriese Coca-Cola hat trotz steigender Kosten seine Ziele angehoben. Der Umsatz stieg im dritten Quartal um 16 Prozent auf 10 Mrd. Dollar. Der Gewinn je Aktie legte um 41 Prozent auf 0,57 Dollar zu. Für das Gesamtjahr rechnet der Vorstand nun mit einem Umsatzwachstum von 15 bis 17 Prozent statt wie zuvor mit 13 bis 15 Prozent.
    • Der Motorradhersteller Harley-Davidson hat im dritten Quartal einen Umsatzanstieg von 17 Prozent auf 1,365 Mrd. Dollar erreicht. Der Gewinn stieg um 36 Prozent auf 163 Mio. Dollar.
    • Russland hat ein Kartellverfahren gegen Apple wegen dessen Bezahlpolitik im App-Store eingeleitet. Es gehe darum, dass es App-Entwicklern untersagt sei, Kunden über alternative Bezahlmethoden neben der Apple-Plattform zu informieren, teilte die russische Wettbewerbsbehörde mit.
    • Im abgelaufenen Quartal stieg der Umsatz des Google-Mutterkonzerns Alphabet um 39 Prozent auf mehr als 65 Mrd. Dollar, wie der Konzern gestern Abend nach Börsenschluss mitteilte. Der Gewinn schnellte gar um 69 Prozent auf 18,9 Mrd. Dollar nach oben. Im Gegensatz zu Konkurrenten wie Facebook spürte der Konzern die Auswirkungen der neuen Datenschutz-Regeln von Apple kaum.
    • Microsoft konnte im abgelaufenen Quartal seinen Umsatz um 22 Prozent steigern auf 45,3 Mrd. Dollar, auch dank starker Einnahmen durch die Xbox-Spielekonsole, durch Windows und Microsoft Teams. Der Gewinn legte währungsbereinigt um 22 Prozent auf 17,2 Mrd. Dollar zu.
    • Gestiegene Kreditkartenzahlungen verhalfen Visa zu einem Gewinnsprung in den drei Monaten bis Ende September. Der US-Finanzriese verdiente 68 Prozent mehr als im schwachen Vorjahreszeitraum. Die konzernweiten Erlöse legten um 29 Prozent zu.
    • Der IT-Dienstleister Cancom wird optimistischer für das Gesamtjahr. Das Management gehe nun von einem „sehr deutlichen" Wachstum bei Umsatz, Rohertrag und dem operativen Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) aus, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Bislang war ein „deutliches Wachstum" prognostiziert worden.
    • United Internet treibt die Vorbereitungen für den Börsengang der Tochter Ionos voran, wie das „Handelsblatt“ berichtet. Er ist ab Ostern geplant, erfuhr die Zeitung aus Finanzkreisen. Der Konzern habe Banken aufgefordert, sich für Mandate zur Organisation des Listings zur bewerben, sagten mehrere mit der Situation vertraute Personen. Ionos dürfte eine Marktkapitalisierung von rund fünf Milliarden Euro erreichen, hieß es.
    • Der weltgrößte Rückversicherer Munich Re hat ein großes Aktienpaket am britischen Versicherer Admiral abgestoßen. Die Münchener Rück habe 12,1 Mio. Aktien verkauft, wodurch die Beteiligung unter die Schwelle von fünf Prozent gesunken sei, sagte ein Sprecher zu Reuters. Laut Bloomberg wurden die Aktien zu einem Preis von 29,40 Pfund verkauft, drei Prozent unter dem Schlusskurs vom Dienstag. Daraus ergäbe sich ein Erlös von 356 Mio. Pfund (413 Mio. Euro).
    • Der Lastwagenbauer Traton fordert von der künftigen Bundesregierung mehr Unterstützung für Elektro-Lastwagen. Die Konzerntöchter MAN und Scania setzten „im Fernverkehr voll auf die Batterie", sagte Traton-Chef Christian Levin am Mittwoch. Jetzt müsse alles daran gesetzt werden, im Rahmen der neuen Legislaturperiode ein leistungsfähiges Ladenetz für E-Lkw zu schaffen. Er erwarte „jetzt ein starkes Signal von der Politik, diesen Weg gemeinsam mit der Nutzfahrzeugindustrie zu gehen".
    • Die Reisebranche hofft auf eine weitere Erholung. Mit den seit Sommer steigenden Buchungszahlen könnte ein Wendepunkt erreicht sein, erklärte der Präsident des Deutschen Reiseverbandes (DRV), Norbert Fiebig, am Mittwoch. „Wir werden eine deutliche Belebung unseres Geschäfts sehen." Im zu Ende gehenden Reisejahr 2020/21 seien die Umsätze der Veranstalter 69 Prozent oder zwölf Milliarden Euro hinter denen des Vorkrisenjahres 2018/19 zurückgeblieben, in etwa so viel wie schon 2019/20.
    • Audi treibt die Entwicklung von Hochvoltbatterien für E-Autos in Neckarsulm voran. Der Standort in Baden-Württembergs solle zu einem Kompetenzzentrum für diese Technologie gemacht und schrittweise ausgebaut werden, teilte Audi am Mittwoch mit.
    • Die Deutsche Bank hat im vergangenen Quartal trotz höherer Kosten den fünften Quartalsgewinn in Folge erzielt. Nach Abzug von Zinsen für Nachranganleihen erzielte das Institut einen Gewinn von 194 Mio. Euro, wie die Bank am Mittwoch mitteilte - ein Plus von sieben Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Die gesamten Erträge kletterten um zwei Prozent auf rund 6 Mrd. Euro. „Wir haben bei unserem Umbau jetzt zwei Drittel des Weges hinter uns und wir haben unsere Meilensteine stets erreicht", sagte Konzernchef Christian Sewing laut Mitteilung. „Wir sind zuversichtlich, unsere Ziele für 2022 zu erreichen", betonte Sewing. Er erwartet für 2022 eine Nachsteuerrendite von acht Prozent.
    • Der weltgrößte Chemiekonzerns BASF zeigt sich dank einer guten Nachfrage und höheren Preisen für das Gesamtjahr optimistischer. Für 2021 erwartet der Vorstand nun einen Umsatz zwischen 76 und 78 Mrd. Euro, wie der DAX-Konzern am Mittwoch mitteilte. Zuvor war BASF von 74 bis 77 Mrd. Euro an Erlösen ausgegangen. Der operative Gewinn vor Steuern, Zinsen (Ebit) und Sondereinflüssen soll nun 7,5 bis 8,0 Mrd. Euro erreichen. Zuvor wurden hier 7 bis 7,5 Milliarden Euro angepeilt.
    • Der Sportartikelhersteller Puma hat im dritten Quartal bei Umsatz und Gewinn deutlich zugelegt. Die Umsätze erhöhten sich sowohl nominal als auch währungsbereinigt um rund 20 Prozent auf 1,9 Mrd. Euro, das operative Ergebnis Ebit verbesserte sich von 190 auf rund 229 Mio. Euro. Zudem zeigte sich der DAX-Aufsteiger optimistischer für das laufende Jahr. So soll der Umsatz währungsbereinigt 2021 um mindestens 25 Prozent steigen, teilte das Unternehmen am Mittwoch weiter mit. Bislang hatte Puma mindestens 20 Prozent angestrebt. Beim operativen Ergebnis (Ebit) hob das Management das untere Ende der Spanne um 50 Mio. Euro an und erwartet nun 450 bis 500 Mio. Euro.
    • Die Deutsche-Bank-Fondstochter DWS hat die Prognose für das laufende Jahr bestätigt. Demnach sollen die Erträge steigen und der um Sondereffekte bereinigte Gewinn vor Steuern signifikant zulegen, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Zwischen Juli und September stieg das bereinigte Vorsteuerergebnis um 26 Prozent auf 271 Mio. Euro - damit verdiente DWS so viel wie noch nie zuvor in einem Quartal.
    • Die Aktien von Beiersdorf werden wieder in den DAX aufgenommen, gut ein halbes Jahr, nachdem die Titel die erste Börsenliga verlassen mussten. Die Papiere ersetzen die Anteile von Deutsche Wohnen, wie die Deutsche Börse am Dienstagabend mitteilte. Die Aktien des Wohnungskonzerns müssen aus dem Index, nachdem der Konzern vom Konkurrenten Vonovia übernommen wurde. Vonovia hält eigenen Angaben zufolge mittlerweile fast 88 Prozent an Deutsche Wohnen. Insgesamt sind nach Angaben der Börse weniger als zehn Prozent der Deutsche-Wohnen-Aktien im Streubesitz. Für Beiersdorf rückt der Versicherungskonzern Talanx in den MDAX auf.
    • Die spanische Grossbank Santander zeigt sich beim Blick auf das Gesamtjahr optimistischer. Man sei auf bestem Weg, die für 2021 gesetzten Ziele deutlich zu übertreffen, teilte die Bank am Mittwoch mit. In den Monaten Juli bis September verdiente Santander knapp 2,2 Mrd. Euro.

    Konjunktur & Politik

    • Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat Polen zur Zahlung eines Zwangsgeldes in Höhe von einer Million Euro pro Tag verurteilt. Grund ist laut einer Gerichtsmitteilung vom Mittwoch die Weigerung des Landes, höchstrichterliche Entscheidungen zu umstrittenen Justizreformen umzusetzen. Dabei geht es insbesondere um die Anordnung, die Arbeit der umstrittenen Disziplinarkammer zur Bestrafung von Richtern zu stoppen. Die Tätigkeit ist nach EuGH-Entscheidungen nicht mit EU-Regeln zur Unabhängigkeit und Unparteilichkeit der Justiz vereinbar. Streit mit der polnischen Regierung ist vorprogrammiert. Regierungschef Mateusz Morawiecki hatte in einem Interview der "Financial Times" gewarnt, sein Land werde nicht „mit der Pistole am Kopf" über seine Justizreformen verhandeln.
    • In den USA sind die Aufträge für langlebige Güter im September um 0,4 Prozent im Vergleich zum Vormonat gesunken, teilte das US-Handelsministerium am Mittwoch mit. Analysten hatten einen Rückgang um 1,1 Prozent erwartet. Allerdings war der Anstieg im August mit revidiert 1,3 Prozent niedriger als zunächst ermittelt ausgefallen (zuvor +1,8 Prozent).
    • US-Präsident Joe Biden wird das von ihm geplante Konjunkturpaket im Volumen von 3,5 Bio. Dollar für Investitionen in Klimaschutz und Sozialwesen nicht wie geplant umsetzen können. Das liegt vor allem an dem demokratischen Senator Joe Manchin aus West Virginia - einem Bundesstaat mit Arbeitsplätzen in der Kohle- und Gasindustrie. Er nutzt den Umstand, dass der Präsident wegen der nur dünnen Mehrheit im Kongress auf jede Stimme angewiesen ist für eigene politische Interessen aus.
    • Das Konjunkturbarometer des DIW Berlin kühlt sich im Oktober merklich ab: Nach 107 Punkten für das zurückliegende dritte Quartal sinkt der Indexstand für das abschließende Vierteljahr deutlich auf 101 Punkte. Damit kündigt sich für das Schlussquartal nur noch ein geringes Expansionstempo an: Nach einem Plus von knapp anderthalb Prozent im Sommer dürfte die deutsche Wirtschaft zum Jahresende nur noch um etwa ein halbes Prozent gegenüber dem Vorquartal wachsen. „Angesichts der Tatsache, dass die Produktionskapazitäten der deutschen Wirtschaft ziemlich unterausgelastet sind, wird das Wachstum der Wirtschaftsleistung zum Jahresende mager ausfallen“, sagt Simon Junker, DIW-Experte für die Konjunktur in Deutschland. „Das liegt vor allem an den globalen Lieferengpässen, die der Industrie Sand ins Getriebe streuen – obwohl die Auftragslage eigentlich rosig ist. Hinzu komme, dass im Zuge eines wieder zunehmenden Infektionsgeschehens kontaktintensive Dienstleistungen – dazu zählt etwa das Gastgewerbe – wohl zumindest nicht weiter ausgeweitet werden können, so Junker.
    • EU-Finanzkommissarin Mairead McGuinness und Wirtschaftskommissar Valdis Dombrovskis stellten am Mittwoch Vorschläge für die finale Umsetzung der "Basel III"-Reform vor. Damit kommen auf Europas Banken strengere Kapitalregeln zu. Die EU-Kommission will den Banken dabei allerdings lange Übergangsfristen gewähren. Insgesamt müssten Banken in der Europäischen Union demnach bis 2030 ihre Kapitalpuffer um bis zu 8,4 Prozent verstärken, um mögliche Risiken besser abzufedern.
    • Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier erwartet nach eigenen Worten eine boomende Konjunktur in Deutschland erst im kommenden Jahr. „Das Wachstum wird in diesem Jahr geringer ausfallen als wir alle uns vorgestellt haben", sagte der CDU-Politiker am Mittwoch. Die Rohstoffknappheit und die gestiegenen Energiepreise schlügen durch. Die deutsche Wirtschaft wachse zwar kräftig, sagte der scheidende Ressortchef. „Aber sie wird erst richtig zu einem Boom werden im nächsten Jahr mit über 4 Prozent."
    • Die Stimmung der Verbraucher in Deutschland zeigt im Oktober ein uneinheitliches Bild. Die Anschaffungsneigung steigt noch einmal an, während Konjunktur- und Einkommenserwartung Einbußen hinnehmen. Da auch die Sparneigung spürbar zurückgeht, prognostiziert der Marktforscher GfK für das Konsumklima für November 0,9 Punkte und damit 0,5 Punkte mehr als im Oktober dieses Jahres (revidiert 0,4 Punkte). Das sind Ergebnisse der GfK-Konsumklimastudie für Oktober. „Mit diesem zweiten Anstieg in Folge trotzt die Konsumstimmung der zunehmenden Inflation. Die Bundesbürger erwarten offenbar noch weitere Preissteigerungen. Deshalb halten sie es für ratsam, Anschaffungen vorzuziehen, um noch höhere Preise zu vermeiden“ erklärt Rolf Bürkl, GfK Konsumexperte. „Sollte sich der Preisauftrieb verstetigen, würde das allerdings zu einer Belastung für das Konsumklima führen und eine grundlegende Erholung dürfte sich weiter verzögern.“
    • Die Einstellungsbereitschaft der deutschen Wirtschaft hat einen kleinen Dämpfer erhalten. Das ifo Beschäftigungsbarometer ist im Oktober auf 103,6 Punkte gefallen, von 104,3 Punkten im September. „Gleichwohl befindet sich der Arbeitsmarkt weiter auf Erholungskurs“, kommentierte das ifo Institut zu seinen Daten. Im Verarbeitenden Gewerbe ist das Beschäftigungsbarometer demnach nahezu konstant geblieben. Die Lieferprobleme bei Rohstoffen und Vorprodukten schlagen sich laut den Ökonomen noch nicht in der Beschäftigungspolitik der Unternehmen nieder. Bei den Dienstleistern sei der Indikator gefallen. Das Gastgewerbe suche weiterhin neue Mitarbeiter. Gleiches gelte für die Personalagenturen. Im Handel möchten die Unternehmen die Personalplanung verstärken. Auch im Bauhauptgewerbe werden weiterhin neue Mitarbeiter gesucht, wenn auch weniger intensiv als im Vormonat.
    • Der Umsatz der gewerblichen Wirtschaft in Deutschland ist im September gegenüber dem Vormonat leicht gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt anhand vorläufiger Ergebnisse mitteilte, erhöhte sich der nominale Umsatz kalender- und saisonbereinigt gegenüber August um 1,2 Prozent. Damit lag er um 13,6 Prozent über dem Niveau vom Februar 2020, dem Monat vor Beginn der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie in Deutschland.
    • Die Importpreise für nach Deutschland eingeführte Güter waren im September um 17,7 Prozent höher als im September des Vorjahres. Eine höhere Vorjahresveränderung hatte es zuletzt im August 1981 im Rahmen der zweiten Ölpreiskrise gegeben, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Die Veränderungsrate gegenüber dem Vorjahr im August bei 16,5 Prozent gelegen, im Juli bei 15,0 Prozent. Gegenüber dem Vormonat August stiegen die Importpreise im September um 1,3 Prozent.
    • Bundeskartellamtschef Andreas Mundt will eine Übermacht von globalen Internetkonzernen mit neue Beschränkungen eindämmen. „Wenn wir in der Lage sind, das ungebremste Sammeln und Zusammenführen von Daten zu verhindern, dann ist dies eine Möglichkeit, die Dominanz dieser Firmen zu brechen", sagte er bei den Medientagen München.
    • Das Umweltprogramm der UN mahnt vor dem Klimagipfel in Glasgow: Die bisherigen Ankündigungen der Länder würden nur zu einer zusätzlichen Reduzierung der Treibhausgase um 7,5 Prozent im Jahr 2030 führen, nötig seien aber 55 Prozent. Würden alle Netto-Null-Emissionsziele der Staaten umgesetzt, würde sich das Klima bis zum Ende des Jahrhunderts dennoch um 2,2 Grad erwärmen.
    • Im Sudan hat das Militär den zunächst festgesetzten Regierungschef Hamduk nach Hause entlassen. Unklar blieb, ob er sich frei bewegen darf oder unter Arrest steht. Am Montag hatte General al-Burhan, die Entmachtung der Regierungsmitglieder verkündet und den Ausnahmezustand verhängt.

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