Montag:
Feiertag in den USA: Independence Day (observed)

Die nominalen Detailhandelsumsätze sind im Mai 2010 in der Schweiz um 0,3 % gestiegen. Auch die realen Umsätze nahmen um 1,3 % im Vergleich zum Vormonat zu.

Der italienische Dienstleistungsindex notiert im Juni bei 51,5. Einen Monat zuvor hatte er noch bei 53,7 notiert. Erwartet wurde ein Stand von 53,5.

Der französische Dienstleistungsindex notiert im Juni bei 60,8. Im Vormonat hatte der Index noch bei 61,4 gestanden. Erwartet wurde der Serviceindex bei 61,6.

Der deutsche Dienstleistungsindex für Juni notiert bei 54,8. Erwartet wurde der Index bei 54,6 nach bereits 54,6 in der ersten Veröffentlichung. Im Vormonat hatte er noch bei 54,8 gestanden.

Der Einkaufsmanagerindex für die Eurozone notiert in der zweiten Veröffentlichung für Juni insgesamt bei 56. Im Vormonat hatte er bei 56,4 gelegen. Gerechnet wurde mit einem Stand von 56,0.

Der Dienstleistungsindex für die Eurozone notiert in der zweiten Veröffentlichung für Juni bei 55,5. Damit wurde die offizielle Vorabschätzung von 55,4 nach oben revidiert belassen. Im Vormonat hatte der Index bezüglich der Dienstleistungen noch bei 56,2 gestanden.

Der britische CIPS Dienstleistungsindex für Juni notiert bei 54,4. Im Monat zuvor hatte der Index über die Dienstleistungen noch bei 55,4 gestanden.

Der sentix-Gesamtindex für Deutschland steigt im Juli auf -1,3, von -4,13 im Vormonat.

Der Einzelhandelsumsatz ist in der Eurozone im Mai gegenüber dem Vormonat in der ersten offiziellen Schätzung um 0,2 % gestiegen. Im Jahresvergleich ist der Umsatz des Einzelhandels in der Eurozone im Berichtsmonat um 0,3 % geklettert.

Dienstag:

Die Australische Notenbank hat die Zinsen in ihrer heutigen Sitzung um unverändert bei 4,50 % belassen.

Unser Kommentar:

Glückliches Australien: Das rohstoffreiche Land mit seiner (relativ) stabilen Währung kann sich aktuell ein Zinsniveau von mehr als vier Prozent leisten.

Sollten die Zinsen in den USA auf dieses Niveau klettern, wäre der Ofen aus. Doch man hat dort ja den schwachen Arbeitsmarkt und die Flaute bei den Immobilien.

Solange sich daran nichts ändert, wird die Notenbank das Zinsniveau nicht anrühren. Es wäre allerdings auch der Fall denkbar, dass die Fed zu einer Anhebung der Zinsen gezwungen wird.

Sollte etwa das Vertrauen der Anleger in die Zahlungsfähigkeit der Vereinigten Staaten schwinden, wäre hiermit zu rechnen. Dann könnte die Fed nur noch beten...

Der japanische Frühindikator notiert in seiner vorläufigen Veröffentlichung für Mai bei 98,7. Im Vormonat hatte der Index bei 101,7 gelegen.

Die Zahl der Professoren und Professorinnen an deutschen Hochschulen ist im Jahr 2009 zum Vorjahr um 3,2 % auf 39.811 gestiegen. 10 Jahre zuvor hatte die Zahl bei 37.974 gelegen.

Der Anteil der Frauen lag mit 7.267 Professorinnen im Jahr 2009 bei 18,3 %. Im Jahr 1999 hatte er noch bei 9,8 % gelegen. Allein im letzten Jahr kletterte die Zahl der Frauen um 8,1 %, während die Zahl der männlichen Professoren um 2,2 % fiel.

Die schweizerische Jahresteuerung lag im Juni bei 0,5 % nach zuletzt 1,1 %. Im Monatsvergleich ist der Preisindex der Schweiz um 0,4 % gesunken.

Der US-amerikanische ISM Non-Manufacturing Index (NMI) für Juni notiert bei 53,8 %. Erwartet wurde der NMI im Bereich 55,0 bis 55,4 % nach zuvor 55,4 %.

Mittwoch:

Das Bruttoinlandsprodukt ist in der Euro-Zone im ersten Quartal 2010 um 0,2 % gestiegen. Im vorangegangenen Quartal hatte das Quartalswachstum bei 0,1 % gelegen. Im Jahresvergleich liegt das Wachstum bei 0,6 % nach -2,1 % im Quartal zuvor.
Der Auftragseingang ist im Mai in Deutschland auf Monatssicht saison- und preisbereinigt um -0,5 % gegenüber Vormonat gesunken. Erwartet wurde hingegen ein Anstieg in Höhe von 0,5 %. Im Vormonat war der Auftragseingang revidiert um 2,8 % gestiegen.
Donnerstag:

Die japanische Zahlungsbilanz weist für Mai einen Überschuss in Höhe von 12,053 Billionen Yen aus. Zum Vorjahr ist das ein Rückgang um 8,1 %.

Die Arbeitslosenquote in Australien sinkt auf 5,1 %, zuvor hatte sie noch bei 5,2 % gelegen.

Die Arbeitslosenquote in der Schweiz ist im Juni auf 3,7 % gesunken von 3,8 % im Vormonat. Die Zahl der Arbeitslosen lag Ende des Monats bei 144.473 und damit um 3,0 höher als im Vorjahresmonat.

Die deutsche Handelsbilanz weist für Mai einen Überschuss in Höhe von 9,7 Mrd. Euro aus nach 13,1 Mrd. Euro im Vormonat und 9,7 Mrd. Euro ein Jahr zuvor. Aufgelaufen sind im aktuellen Jahr bereits 60,4 Mrd. Euro, verglichen mit 46,9 Mrd. Euro im Vergleichszeitraum im Vorjahr.

Die Leistungsbilanz in Deutschland zeigt im Mai per Saldo ein Plus in Höhe von 2,2 Mrd. Euro. Im Vormonat lag der Überschuss bei 11,3 Mrd. Euro, im Vorjahr bei 4,7 Mrd Euro. In den ersten 5 Monaten 2010 lag der Überschuss bei 45,3 Mrd. Euro, im Vorjahr zur gleichen Zeit betrug das Plus 33,5 Mrd. Euro.

Die Zahl der deutschen Gästeübernachtungen ist im Mai gegenüber dem Vorjahr um 2 % auf rund 36,3 Mio. geklettert. Die Zahl der Übernachtungen ausländischer Gäste ist binnen Jahresfrist um 8 % auf 5,3 Mio. gestiegen.

Die Produktion im verarbeitenden Gewerbe ist in Deutschland im Mai zum Vormonat preis- und saisonbereinigt um 2,6 % gestiegen. Im Vormonat war die Produktion um revidierte 1,2 % geklettert. Auf das Jahr gesehen kletterte die Produktion nach Bereinigung der Arbeitstage um 13,2 %.

Die Bank of England belässt die Zinsen bei 0,5 %. Damit war im Vorfeld mehrheitlich gerechnet worden.

Die Europäische Zentralbank belässt die Zinsen erwartungsgemäß unverändert bei 1,0 %.

Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe ist in den USA auf 454.000 gefallen. Erwartet wurden 460.000 bis 465.000 neue Anträge nach zuvor 457.000 (revidiert von 472.000).

Die US-amerikanischen Erdgasvorräte ("Nat Gas Inventories") sind in der letzten Woche um 78 Bcf auf 2.762 Bcf gestiegen. In der vorangegangenen Woche waren die Bestände in den USA um 60 Bcf geklettert, im Vorjahr hatten sie bei 2.785 Bcf gelegen.

Die deutschen Exporte sind im Mai so stark gestiegen wie seit zehn Jahren nicht mehr. Die Unternehmen verkauften Waren im Wert von 77,5 Milliarden Euro ins Ausland – 28,8 Prozent mehr als im Mai 2009. Es war der stärkste Anstieg seit Mai 2000 mit 30,7 Prozent.

Allerdings waren die Exporte vor einem Jahr wegen der weltweiten Wirtschaftskrise auch um ein Viertel eingebrochen. Besonders stark stiegen die Ausfuhren in die Staaten außerhalb Europas: Hier lag das Plus bei 39,5 Prozent, während die Geschäfte mit den anderen Euro-Staaten um 21,4 Prozent zulegten.

Unser Kommentar:

Die Zahlen zum deutschen Export können sich sehen lassen, auch wenn sie in erster Linie als eine Gegenreaktion zum vorangegangenen Einbruch zu verstehen sind. Man muss deshalb davon ausgehen, dass die weitere Erholung weitaus schleppender verlaufen wird.

Freitag:

Im Vergleich zum Vorjahresmonat ist der Gesamtumsatz im verarbeitenden Gewerbe in Deutschland im Mai um 13,1 % gestiegen. Im Vormonat hatte das Plus 13,4 % betragen. Der Inlandsumsatz ist im Mai-Jahresvergleich um 7,7 % geklettert, der Umsatz mit dem Ausland um 20,0 %.

Im Saison- und arbeitstäglich bereinigten Vergleich zum Vormonat legte der Umsatz-Volumenindex im Mai um 3,7 % zu nach 1,4 % im Vormonat. Im Inlandsgeschäft stieg der Index dabei um 2,6 %, im Auslandsgeschäft kletterte er um 5,1 %.

Die Verbraucherpreise in Deutschland sind zum Vormonat um 0,1 % geklettert nach zuletzt 0,1 %. Die Jahresteuerung liegt bei 0,9 % nach zuvor 1,2 %.

Die britische Leistungsbilanz weist für Mai ein Defizit in Höhe von 4,49 Mrd. Britische Pfund aus, nach einem Minus von 4,0 Mrd. im Vormonat.

Das Handelsdefizit liegt bei 8,06 Mrd. Pfund nach zuvor -7,41 Mrd. Pfund.

Der Großhandelsumsatz in den USA ist im Mai um 0,5 % gestiegen.

Die US-amerikanischen Lagerbestände im Großhandel sind gleichzeitig um 0,3 % gefallen. Erwartet wurde ein Anstieg im Bereich 0,3 bis 0,4 %. Das Verhältnis Lagerbestände gegenüber Umsatz (Inventories/Sales Ratio) liegt in den Staaten im Berichtsmonat bei 1,34.

Wie wir die Lage jetzt einschätzen und was wir unseren Lesern raten, das lesen Sie in der aktuellen Ausgabe des Antizyklischen Börsenbriefs, die vor wenigen Tagen erschienen ist.

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Zum Autor:
Andreas Hoose ist Chefredakteur des Antizyklischen Börsenbriefs, einem Service der BörseGo AG, und Geschäftsführer des Antizyklischen Aktienclubs. Börsenbrief und Aktienclub, das komplette Servicepaket für die Freunde antizyklischer Anlagestrategien! Informationen finden Sie unter www.antizyklischer-boersenbrief.de und www.antizyklischer-aktienclub.de