Die deutsche Industrieproduktion ist im Juni um 11,1 Prozent gegenüber dem Vormonat gestiegen. Besonders erfreulich ist dabei die Entwicklung im Investitionsgüterbereich, der um 18,3 Prozent angestiegen ist. Die Produktion des Transportgüterbereichs legte mit 43 Prozent gegenüber dem Vormonat nochmals kräftig zu, bleibt aber im Jahresvergleich rund minus 23 Prozent zurück. Ausweislich der Daten des Verbandes deutscher Automobilbauer, die schon für den Juli vorliegen, setzt sich hier aber die Normalisierung deutlich fort: Die Produktion lag im Juli nur noch 6,6 Prozent unter der des Vorjahresmonats. Allerdings hatten die deutschen Autobauer auch schon ohne Corona ihre Probleme.

Daher sollten die guten Zahlen nicht darüber hinwegtäuschen, dass es von jetzt ab deutlich schwieriger werden wird. So liegen ausweislich der gestern veröffentlichten Daten die Auftragseingänge aus dem außereuropäischen Ausland immer noch mehr als ein Viertel unter ihrem Vorjahresniveau.