• Deutsche Post AG - Kürzel: DPW - ISIN: DE0005552004
    Börse: XETRA / Kursstand: 28,410 €

Hannover (Godmode-Trader.de) - Aus Sicht des Vorstandes der Deutschen Post hätte es schon etwas mehr sein dürfen: So blieb die zur Steuerung der Guidance so wichtige Kennzahl EBIT mit 3,162 Mrd. Euro (-15,5 %) deutlich unterhalb des Vorjahreswertes und der in 2018 korrigierten Prognose des Vorstandes von 3,2 Mrd. Euro. Auch die angepassten Schätzungen der Analysten für 2018 wurden verfehlt. In der Folge blieben auch Konzerngebnis und Ergebnis je Aktie unter den Prognosewerten.

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Ursächlich für diesen Ergebnisrückgang war die Post- und Paket-Sparte (PeP), die ein um 847 Mio. Euro reduziertes EBIT von 656 Mio. Euro (-56,4 %) hinnehmen musste. Wie in den Vorquartalen belasteten auch im Gesamtjahr Restrukturierungsmaßnahmen, u.a. für Produktivitätssteigerungen, Kostensenkungen sowie Vorruhestandsregelungen. Unklar bleibt weiterhin, ob, in welcher Höhe und zu welchem Zeitpunkt die bei der Bundesnetzagentur (BNA) beantragte Portoerhöhung genehmigt wird. Die DHL-Sparten zeigten sich in Summe dagegen im Jahresvergleich 2018/2017 deutlich verbessert.

2018 sollte als Transformationsjahr aus Sicht von Analyst Volker Sack abgehakt werden. Der Vorstand halte trotz des durchwachsenen Jahres 2018 an seinem Ziel-EBIT für 2020 fest. Daher sollte in 2019 ein EBIT am oberen Ende der geplanten EBIT-Spanne erzielt werden. 2019 dürfte somit zu einem Schlüsseljahr für die „Aktie gelb“ werden. Neben der angestoßenen Restrukturierung bestünden weitere Risiken durch einen „No-Deal“- Brexit, etwaige Handelskriege sowie konjunkturelle Abkühlung.

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