Frankfurt (Godmode-Trader.de) - Am Dienstag (11.02.) hat ein New Yorker Richter eine Klage von 13 amerikanischen Bundesstaaten sowie des Districts of Columbia gegen den Zusammenschluss der Telekom-Tochtergesellschaft T-Mobile US mit ihrem Wettbewerber Sprint abgewiesen. Damit ist die lange erwartete große Hürde für die Fusion aus dem Weg geräumt. Allerdings stehen noch mindestens eine weitere richterliche und eine behördliche Genehmigung aus.

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Das Analysehaus Kepler Cheuvreux macht in einer aktuellen Studie darauf aufmerksam, dass die Deutsche Telekom der geplanten Fusion ihrer US-Tochter T-Mobile mit dem Wettbewerber Sprint mit dem positiven Votum eines US-Bundesgerichts deutlich näher gekommen sei. Auch wenn kurzfristig noch weitere Genehmigungen ausstünden und eine Nachverhandlung des Kaufpreises angesichts der schlechteren Entwicklung des Fusionspartners Sprint erwartet werde, so eröffne der angestrebte Zusammenschluss deutlich verbesserte Perspektiven auf einem Markt mit „einer deutlich gesünderen Dynamik als in Europa.”

Obwohl die besseren Aussichten (USA, starke Stellung auf dem deutschen Heimatmarkt, jüngste Geschäftsdynamik in Europa, abgeschlossene Sanierung T-Systems) laut Kepler Cheuvreux einen Bewertungsaufschlag nahelegten, notiere die Aktie mit einem Bewertungsabschlag zu Wettbewerbern. Die Kaufempfehlung werde bekräftigt.

Laut einem Bericht der Financial Times erwägt die Deutsche Telekom bei der geplanten Übernahme von Sprint einem Bericht zufolge neue Preisverhandlungen. Da sich die Telekom-Tochter T-Mobile US deutlich besser als der Fusionspartner entwickelt habe, wolle die Telekom die Konditionen für den bereits 2018 angekündigten Deal nachverhandeln, berichtet die "Financial Times" unter Berufung auf zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen bei der Telekom.

Dass die Fusion aber nun nach fast zwei Jahren in Kürze - T- Mobile US strebt den Transaktionsabschluss zum 01. April an - vollzogen werden kann, ist aber aus Sicht von Independent Research so gut wie sicher. In den letzten Monaten seien immer mal wieder Zweifel aufgekommen, dass die Fusion schlussendlich doch noch scheitern könnte, weshalb die Aktienkurse der jeweiligen Unternehmen nun mit deutlichen Kursgewinnen auf die weggefallene Unsicherheit reagiert hätten, so Analyst Markus Jost.

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