• Deutsche Wohnen SE - Kürzel: DWNI - ISIN: DE000A0HN5C6
    Börse: XETRA / Kursstand: 40,250 €

Düsseldorf (Godmode-Trader.de) - Mit rund 164.000 Wohn- und Gewerbeeinheiten ist Deutsche Wohnen das zweitgrößte Wohnimmobilienunternehmen in Deutschland. Das Geschäftsmodell umfasst die Verwaltung, den Verkauf und die Entwicklung von Wohneigentum sowie den Betrieb von Pflegeeinrichtungen. Der Schwerpunkt liegt auf strategischen Core+ und Kernregionen, wie der Metropolregion Berlin und kleinere, Standorte wie das Rhein-Main-Gebiet oder die Region Braunschweig/Hannover, die sich durch starke Fundamentaldaten auszeichnen. wie steigende Mieten und Kaufpreise.

Analyse von Warburg Research:

Qualität: Der Peer-Group-Vergleich bestätigt die „Best-in-Class"-Portfolioqualität nach höchster Miete (Ø 6,92 Euro/qm/Monat), hohem Fair Value auf Quadratmeterbasis (2.396 Euro/qm) und niedrigster Leerstandsrate (1,9 %). Die Effizienzführerschaft zeige sich in einer Kostenquote von 10,9 Prozent und einer bereinigten EBITDA-Marge von 80,4 Prozent. Die solide Finanzstruktur äußere sich in niedrigsten Zinskosten (1,3 %), solidem Kreditrating (S&P's: A-, Moody's: A3) und niedrigster Loan-to-Value, LTV (Verhältnis der Finanzierung zum Wert des Immobilienportfolios (36,1 %, 3M 2020).

Wachstum: Das Mietwachstum liegt aktuell bei 2,4 Prozent. Für das Gesamtjahr erwartet Warburg Research einen Anstieg des Miet-Cashflow von rund 1 Prozent als erste Folge des Mietdeckels in Berlin. Für das FFO I geht Analyst Simon Stippig davon aus, dass es in etwa mit den jüngsten Prognosen des Managements übereinstimmt. Auf der Basis einer Aktie soll das FFO I um rund 3 Prozent steigen. Mittel- bis langfristig dürfte die jüngste Übernahme von ISARIA sowohl zum Vermietungs- als auch zum NAV-Wachstum beitragen. Der Abschluss der Übernahme wird für Q2/Q3 2020 erwartet.

Sentiment: Mit der Umsetzung des Berliner Mietstopp-Gesetzes hat sich der Eigenkapitalwert stark verändert. Im aktuellen Umfeld sind die Marktteilnehmer aus Sicht von Warburg uneins über die Auswirkungen des Mietdeckels. Darüber hinaus habe die Covid-19-Krise zu einer Neuordnung des Wohntransaktionsmarktes geführt, und es gebe immer noch keine klare Sichtbarkeit. „Wir können zwar nicht mit Bestimmtheit vorhersagen, wie sich das Einfrieren der Mieten in Berlin auswirken wird, aber wir sind der Meinung, dass das Eigenkapital von Deutsche Wohnen immer noch ein gewisses Aufwärtspotenzial aufweist, insbesondere aufgrund des laufenden Aktienrückkaufs“, so Analyst Stippig. „Bevor jedoch eine Entscheidung über die Verfassungsmäßigkeit des Berliner Mietstopps getroffen wird, sind wir der Meinung, dass das Geschäftsmodell kurzfristig weniger Optionen bietet und dass positive Nachrichten von den Marktteilnehmern nur begrenzte Aufmerksamkeit erhalten werden“. Bei einem längerfristig niedrigeren und deflationären Umfeld könne Deutsche Wohnen selbst im Falle der Verfassungsmäßigkeit des Berliner Mietstopps als eine Investition mit stabiler Rendite angesehen werden.

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