1. Wartete der Oktober schon mit einem starken Vormonatsrückgang der nicht saisonbereinigten Anzahl an Arbeitslosen auf, kann im November sogar von einer sensationellen Abnahme gesprochen werden. 89.000 weniger Arbeitslose im Vormonatsvergleich ließen die registrierte Arbeitslosigkeit auf 3,995 Millionen Personen sinken. Damit liegt die Anzahl der Arbeitslosen erstmals seit Oktober 2002 unter der vier Millionen Grenze. Ein Abbau von Arbeitslosigkeit ist im November nicht selbstverständlich. Seit der Wiedervereinigung war dies erst der dritte überhaupt. Auch saisonbereinigt kann sich der Vormonatsrückgang im November mit 86 Tausend Personen sehen lassen. Dieser phänomenale Rückgang ist in erster Konsequenz der aktuellen Konjunkturlage geschuldet, doch auch das ungewöhnlich milde Wetter im November hat dazu beigetragen. Eng verzahnt mit dem Abbau an Arbeitslosigkeit ist zurzeit der Aufbau von sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung, ein für das deutsche Sozialversicherungssystem erfreulicher Aspekt. Die heutigen Daten geben Anlass zur Hoffnung, dass die Unternehmen trotz der Mehrwertsteuerdelle an eine Fortsetzung des Aufschwungs glauben und sich das in einem weiteren Beschäftigungsaufbau manifestiert.

2. Die Arbeitslosenquote sank im November nicht saisonbereinigt auf 9,6 % (nach 9,8 % im Oktober), saisonbereinigt auf 10,2 % (nach 10,4 %).

3. Dass der Konjunkturzug endlich den Arbeitsmarkt erreicht hat, belegen auch die Erwerbstätigenzahlen für den Monat Oktober. Mit einem Vormonatszuwachs von saisonbereinigt 26 Tausend Personen ist die Anzahl der Erwerbstätigen auf 39,2 Millionen angestiegen. Seit Anfang dieses Jahres haben über 300 Tausend Menschen eine neue Tätigkeit gefunden. Auch die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung ist weiter auf gutem Weg. Im September wurden 26,477 Millionen Personen gezählt – 19 Tausend mehr als im August. Alles in allem ist dies heute ein erfreulicher Tag für den deutschen Arbeitsmarkt.

Quelle: DekaBank

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