Für Deutschland wird am 15. Januar das Statistische Bundesamt eine erste vorläufige Angabe zum Wachstum des Bruttoinlandsprodukts im Gesamtjahr 2019 machen. Philippe Waechter, Chefvolkswirt der französischen Fondsgesellschaft Ostrum Asset Management, erwartet in seiner Vorschau auf die Termine der kommenden Woche eine Wachstumsrate von 0,6 Prozent und schließt daraus, dass die Wirtschaftstätigkeit im vierten Quartal um mindestens 0,1 Prozent gestiegen ist.

Waechter: „Damit ist für Ende 2019 das Risiko einer deutschen Rezession ausgeschlossen. Dies steht im Einklang mit der Stabilisierung, die in den letzten drei Monaten des Jahres in den Unternehmensumfragen zu beobachten war. Dennoch: das Wachstum für 2019 liegt weit unter dem historischen Durchschnitt von 1,36 Prozent. Die geringere internationale Dynamik hat den deutschen Außenhandel geschwächt und die Renditeerwartung aus neuen Investitionen beeinträchtigt. Um in 2020 wieder historische Durchschnittswerte zu erreichen, müsste das BIP-Wachstum in jedem Quartal bei mehr als 0,5 Prozent liegen. Nach einer Wachstumsrate von 0,1 Prozent im Vorjahresquartal eine echte Herausforderung.“