Peking (Godmode-Trader.de) - China bleibt der wichtigste Handelspartner Deutschlands. Zwischen den beiden Staaten wurden im Jahr 2020 Waren im Wert von 212,1 Mrd. Euro gehandelt, wie das Statistische Bundesamt heute mitteilte. Die Exporte nach China zeigten sich mit minus 0,1 Prozent auf 95,9 Mrd. Euro leicht rückläufig, die Importe stiegen dagegen um 3,0 Prozent auf 116,3 Mrd. Euro. Der Importüberschuss betrug damit 20,4 Mrd. Euro.

Die Meldung ist allerdings keine große Überraschung, immerhin ist die Volksrepublik seit Jahren an der Spitze vorne mit dabei. Erstaunlicher ist die Entwicklung mit Deutschlands östlichem Nachbarn Polen. Der deutsche Osthandel insgesamt hat im Pandemie-Jahr 2020 zwar stark gelitten. Doch die Geschäfte mit dem mit Abstand wichtigsten Handelspartner Polen blieben trotz Krise mit 123 Mrd. Euro nahezu konstant, die Importe legten gar um 1 Prozent zu. Polen hat sich nun auf Platz fünf der bedeutendsten deutschen Handelspartner hochgearbeitet, hinter China, den Niederlanden, den USA und Frankreich, und noch vor Italien, der Schweiz, Großbritannien und Österreich.

Der gesamte deutsche Osthandel ist 2020 wie bereits angedeutet geschrumpft. Der Austausch von Waren und Gütern sei um 39 Mrd. oder 8,4 Prozent auf 423 Mrd. Euro gesunken, teilte der Ostausschuss der Deutschen Wirtschaft mit. Dabei sanken die Exporte um 7,4 Prozent, während die Importe um 9,5 Prozent auf 208 Mrd. Euro einbrachen. Deutschland wickelt etwa ein Fünftel seines Handels mit den Staaten Ost- und Südosteuropas sowie der früheren Sowjetunion ab.