Frankfurt (Godmode-Trader.de) - Der hohe Preis für den angekündigten Kauf der US-Halbleiterfirma Atmel hat die Aktien des Chipherstellers Dialog Semiconductor zu Wochenbeginn einbrechen lassen. Das Dialog-Papier büßte zweitweise rund ein Viertel seines Wertes ein.

Die Commerzbank stufte die Aktie auf „Hold" ab und erwartet eine „massive Kapitalerhöhung“. Wie andere Halbleiterhersteller auch, zahle Dialog eine kräftige Prämie für die Übernahme, lautete mit Blick auf den 51-prozentigen Kursaufschlag auf den Freitagsschluss der Atmel-Aktie die Kritik. Und auch wenn die Übernahme langfristig sinnvoll klinge scheine Atmels Umsatz nur um etwa 5 Prozent jährlich zu wachsen, während der von Dialog um zirka 20 Prozent zulege. Dialog schlucke da einen „großen Fisch“, schrieben die Experten.

Die DZ Bank zeigte sich hingegen von der Marktreaktion überrascht. Strategisch gesehen sei die geplante Akquisition sinnvoll, schreibt Analyst Harald Schnitzer. Dabei sollte seiner Einschätzung nach auch in Betracht gezogen werden, dass es nicht viele strategisch passende Übernahmeziele gebe. Wegen der starken Cash-Flow-Entwicklung dürften die aufzunehmenden Schulden innerhalb von drei Jahren nach Vollzug der Transaktion getilgt sein, schreibt Analyst.Schnitzer und bestätigte Anlageurteil Kaufen.