Wien (GodmodeTrader.de) - Alles in allem ist die Abwertung der chinesischen Währung positiv: Sie senkt die Rezessionsgefahr in China und sie zeigt, dass die Strukturreformen in China weiter voranschreiten. Der Schritt ist aber auch ein weiteres Zeichen dafür, dass der Wirtschafts-Boom in den Schwellenländern nun einer Zeit der Anpassung an veränderte Rahmenbedingungen gewichen ist, wie Gerhard Winzer, Chefvolkswirt der Erste Asset Management, in einem Kurzinterview erläutert.

    Mit der Abwertung exportiere China den Druck für fallende Preise. Güter aus Asien würden billiger. Das wirke sich auch auf die Industriestaaten aus: Die Exporte in die Schwellenländer würden beeinträchtigt, Importe würden billiger, heißt es weiter.

    „Angesichts möglicher vorsichtiger Leitzinserhöhungen in den USA emanzipiert sich die chinesische Zentralbank von der Politik der US-Federal-Reserve. Ohne diese Emanzipation hätten höhere US-Leitzinsen auch den Druck für Leitzinsanhebungen in China erhöht, um den Wechselkurs gegenüber dem US-Dollar stabil zu halten“, so Winzer.