• SMI - Kürzel: SMI - ISIN: CH0009980894
    Börse: JFD Bank / Kursstand: 9.336,29 Pkt)

Zürich (GodmodeTrader.de) - Die Aussichten für die globalen Aktienmärkte sind für den Rest des Jahres 2017 nach wie vor positiv. Aktien werden vom robusten, synchronisierten globalen Wachstum sowie von positiven Gewinnen im dritten Quartal unterstützt. Rund 70 Prozent der Unternehmen im S&P 500 haben die Konsenserwartungen übertroffen. Wir rechnen damit, dass die Gewinne in Europa und den Schwellenländern aufgrund der zyklischen Verbesserung der Rentabilität in diesen Regionen noch besser ausfallen werden, wie Larry Hatheway, Group Head GAM Investment Solutions und Chefökonom bei GAM, in einem aktuellen Kommentar schreibt.

An den Anleihenmärkten sei dagegen eine defensivere Ausrichtung das Gebot der Stunde. Die Zentralbanken passten ihre Geldpolitik allmählich an. Seit Kurzem strebe die Bank of England ebenso wie die US-Notenbank Fed und die Europäische Zentralbank die Normalisierung der Geldpolitik an. Die Anleihenrenditen bewegten sich seitwärts, dürften aber recht bald weiter steigen, was auf magere Erträge bei globalen längerfristigen Anleihen hindeute, heißt es weiter.

„Das größte Risiko für Anleger in den letzten Wochen dieses Jahres geht von weiteren starken Anstiegen an den Aktienmärkten aus. Die Lage an den Aktienmärkten wirkt angespannt, da die Bewertungen in diesem Jahr bereits sehr stark gestiegen sind. Das Momentum treibt kurzfristig alle Märkte weiter an, die Aktienmärkte eingeschlossen. Dies lässt vermuten, dass Aktien im letzten Quartal des Jahres weiterhin stark steigen könnten - ein Szenario, auf das viele Anleger möglicherweise nicht vorbereitet sind. Das bedeutendste Abwärtsrisiko geht von einem etwaigen Inflationsanstieg aus. Wir sehen aktuell zwar nicht viele Anzeichen für eine Beschleunigung der Inflation, die Märkte nehmen dieses Risiko aber etwas auf die leichte Schulter – insbesondere jetzt, wo sich die USA, Großbritannien, große Teile Europas und Japan der Vollbeschäftigung nähern“, so Hatheway.

Auch auf die politische Unsicherheit schienen die Anleger nicht anzusprechen, obwohl es einige Gründe zur Sorge gäbe: Die Gefahr eines geopolitischen Konflikts stehe im Raum, die US-Steuerreform könnte scheitern und separatistische Bestrebungen in Europa zunehmen. Die Volatilität bleibe indes niedrig und risikoreiche Anlagen entwickelten sich nach wie vor gut, heißt es weiter.

„Wir glauben, dass ein schwererer Schock nötig ist, um die Märkte zu verunsichern, vor allem, weil die zugrunde liegenden Fundamentaldaten wie das synchrone, nichtinflationäre Wachstum und die hohen Kapitalerträge nach wie vor positiv sind. Dementsprechend bleiben wir in Bereichen übergewichtet, in denen die Fundamentaldaten besonders gute Unterstützung bieten. Bei globalen Aktien geben wir Schwellenländern, Japan und Europa den Vorzug. Wir halten es außerdem für klug, Engagements im Aktien-„Beta“ mit nicht korrelierenden Ertragsquellen zu kombinieren. Hierzu zählen Relative-Value-Trades, Merger-Arbitrage- und andere Mean-Reversion-Positionen, die Portfolios mehr Stabilität verleihen. Dadurch versuchen wir, Erträge auf eine Weise zu erzielen, die die Abwärtsrisiken minimiert, ohne dabei auf Staatsanleihen angewiesen zu sein“, so Hatheway.