Wenn eine Aktie rund 47 Prozent an Wert verliert, wie das aktuell bei JSC Surgutneftegaz ADR (ISIN: US8688612048, 4,60 Euro) in diesem Jahr bisher der Fall ist, dann ist das normalerweise kein Qualitätsausweis. Im Falle des russischen Ölkonzerns ist es das aber schon. Denn nicht nur der für den russischen Aktienmarkt richtungsweisende RTS Index hat gleichzeitig deutlich mehr verloren sondern auch die börsennotierten Mitkonkurrenten. Mit einer besonders aktionärsfreundlichen und offenen Politik lässt sich diese Outerformance allerdings nicht erklären. Denn in dieser Hinsicht hat Surgutneftegaz noch immer Nachholbedarf. Womit die Gesellschaft aber punkten kann, sind die fast 20 Mrd. Dollar an freien Finanzmitteln, die in der Bilanz schlummern.

    In schwierigen Zeiten wie diesen, in denen nicht wenige Konkurrenten mit Refinanzierungsproblemen zu kämpfen haben, ist das ein entscheidender Wettbewerbsvorteil. Nicht selten wird das Unternehmen deshalb als potenzieller Gewinner der Krise gesehen. Lukrativ aus Anlegersicht ist auch, dass die liquiden Mittel zusammen mit den langfristigen Investitionen den derzeitigen Börsenwert übersteigen. Hinzu kommt ein tiefes EV/Ebitda, das die Analysten von Unicredit auf lediglich eins auf Basis der für 2008 erwarteten Gewinne veranschlagen. Und auch der auf 0,5 bezifferte Kurs-Buchwert klingt lukrativ. Wenn sich die jüngsten Erholungsansätze an der russischen Börse fortsetzen und sich zudem der Ölpreis stabilisiert, dann hat auch die Surgut-Aktie kurzfristiges Potenzial. Denkbar wäre zumindest eine Erholung bis in den Bereich der bei rund 6,60 Euro verlaufenden langfristigen Abwärtstrendlinie.

    Quelle: Ostbörsen-Report

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