Montag:

Der OECD Frühindikator (CLI) ist zum Vormonat um 0,5 Punkte gesunken.

Dienstag:

Die französischen Verbraucherpreise sind im Berichtsmonat zum Vormonat erwartungsgemäß um 0,5 % gestiegen. Zuletzt hatte der Monatsanstieg bei -0,4 % gelegen. Die Jahresteuerung liegt bei 2,2 % nach zuvor +1,9 %. Erwartet wurde die jährliche Teuerungsrate mit 2,1 %.

Die Gewerbeanmeldungen in Deutschland sind im ersten Halbjahr 2011 gegenüber dem Vorjahr um 7,7 % auf 418.400 gesunken. Die Zahl der Abmeldungen ist binnen gleicher Frist um 0,1 % auf 355.900 gestiegen.

Im Jahr 2010 wurden in Deutschland rund 187 000 Ehen geschieden. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, wurden damit elf von 1.000 bestehenden Ehen geschieden.

Die Zahl der Schwangerschaftsabbrüche in Deutschland ist im zweiten Quartal 2011 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um rund 800 bzw. 3,1 % auf 26.600 gesunken.

Das britische Handelsdefizit liegt bei 8,922 Mrd. Pfund nach zuvor 8,873 Mrd. Pfund.

Der britische Verbraucherpreisindex (CPI) ist im August-Jahresvergleich um 4,5 % gestiegen. Im Vormonat hatte er noch bei 4,5 % gelegen. Erwartet worden war aktuell ein Anstieg um 4,5 %.

Der britische Einzelhandelspreisindex (RPI) ist gegenüber dem Vorjahresmonat um 5,2 % gestiegen, verglichen mit 5,0 % im Monat zuvor.

Die standardisierte Arbeitslosenquote für den Bereich der OECD ist bei 8,2 % verblieben. Vor einem Jahr hatte die Rate bei 8,6 % gelegen.

Für den Bereich der Eurozone liegt die Quote im Juli bei 10,0 %, im Vorjahr hatte die Rate noch bei 10,2 % gelegen. Die nach OECD Maßstäben standardisierte Arbeitslosenquote für die USA steht bei 9,1 % gegenüber 9,5 % ein Jahr zuvor. Für Japan notiert die Quote bei 4,7 % verglichen mit 5,1 % im Juli des Vorjahres. Die deutsche Arbeitslosenquote wird im Juli wie im Vormonat mit 6,1 % angegeben nach 7,0 % im Jahr zuvor.

Die US-amerikanischen Importpreise sind im August um 0,4 % gefallen nach zuletzt +0,3 % (revidiert von 0,3 %). Ohne Öl sind die Einfuhrpreise in den Vereinigten Staaten um 0,2 % geklettert nach zuvor +0,2 %.

Die US-amerikanischen Exportpreise sind im August insgesamt um 0,5 % gestiegen nach zuvor -0,4 %. Ohne landwirtschaftliche Erzeugnisse sind die Ausfuhrpreise um 0,3 % geklettert nach zuletzt 0,1 %. Damit wurde der Vormonatswert von zunächst veröffentlichten +0,2 % nach unten revidiert.

Mittwoch:

Im Vergleich zum Vorjahresmonat ist der Gesamtumsatz im Gastgewerbe in Deutschland im Juli um nominal 2,6 % gestiegen. Real wurde jedoch ein Anstieg in Höhe von 1,0 % verzeichnet.

Gegenüber dem Vormonat wurde ein nominaler Umsatzrückgang in Höhe von 0,4 % verzeichnet. Real entspricht dies einem Minus von 0,7 %.

Die Zahl der in Deutschland einsteigenden Flugpassagiere insgesamt ist im erstem Halbjahr gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum um 7,9 % auf 46,7 Mio. gestiegen.

Die britische Arbeitslosenrate im August liegt bei 7,9 % und damit auf gleichem Niveau wie schon für die vorangegangenen drei Monate. Die Zahl der Arbeitslosen liegt im Berichtszeitraum bei 2,51 Mio.

Die Industrieproduktion in der Euro-Zone ist im saisonbereinigten Monatsvergleich im Juli um 1,0 % geklettert. Erwartet wurde ein Anstieg um 1,5 %. Im Vormonat war die Produktion der Eurozonen-Industrie um 0,8 % (revidiert von -0,7 %) gefallen. Im Jahresvergleich hat die Produktion in der Industrie um 4,2 % zugenommen nach zuvor +2,9 %.

Die US-amerikanischen Erzeugerpreise sind im August unverändert geblieben. Erwartet wurde ein Rückgang um 0,0 bis 0,1 %. Im Monat zuvor waren die Preise der Erzeuger um 0,2 % geklettert.

Die Kernrate der US Produzentenpreise ist um 0,1 % gestiegen. Erwartet wurde hier ein Bereich von 0,2 % nach zuletzt noch 0,4 %.

Der US-amerikanische Umsatz im Einzelhandel ist im August unverändert geblieben. Erwartet wurde ein leichter Umsatzanstieg von 0,2 %. Im Vormonat war der Umsatz des Einzelhandels in den Vereinigten Staaten noch um 0,5 % geklettert. Erwartet wurde ein Anstieg um 0,2 Prozent nach 0,3 Prozent zuvor.

Die Verbraucher gaben mehr Geld fürs Tanken und Lebensmittel aus, aber weniger für Kraftfahrzeuge und Autoteile. Ohne das volatile Auto-Segment stieg der Umsatz um 0,1 Prozent. In den vergangenen drei Monaten legten die Einzelhandelsumsätze um 7,9 Prozent gegenüber dem gleichen Zeitraum vor einem Jahr zu.

US-Finanzminister Timothy Geithner zeigt sich in einem Interview mit dem Fernsehsender CNBC zuversichtlich, dass Europa die Schuldenkrise in den Griff bekommen wird. Es sei wichtig, dass die politische Führung der Länder der Eurozone hinter der Währungsunion stehe und keine unnötigen Gefahren auf die Finanzinstitute zukommen lassen. Der Markt müsse in seiner Zuversicht wieder gestärkt werden. Es gebe keine Möglichkeit, dass ein mit der Lehman-Pleite vergleichbares Finanzchaos durch die europäische Krise ausgelöst werden könnte.

Unser Kommentar:

Es ist erstaunlich, wie sich die Geschichte wiederholt: Ganz ähnliche Äußerungen waren von ranghöchsten Politikern im Sommer 2007 zu hören. Seinerzeit ging es um die US-Immobilienkrise, die dann sozusagen übergangslos in das gerade laufende Finanzdesaster mündete.

Damals versicherten Fed-Chef Ben Bernanke und der damalige US-Finanzminister Henry Paulson im Brustton der Überzeugung: „Alles gar kein Problem, wir haben die Sache im Griff“. Einige wenige Milliarden US-Dollar würden genügen, um die Immobilienkrise zu beseitigen. Außerdem werde sie auf den Immobilienmarkt beschränkt bleiben.

Ein Sammelsurium an Fehleinschätzungen also. Und das soll diesmal anders sein? Wie sagte Eurogruppen-Chef Jean Claude Juncker vor einiger Zeit so treffend: „Wenn es ernst wird, dann müssen wir lügen!“ Ein wahres Wort, dieses Mal.

Donnerstag:

Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der Beschäftigten im Bereich des verarbeitenden Gewerbes in Deutschland insgesamt im Juli um 3,3 % auf 5,1 Mio. gestiegen. Gleichzeitig wurden 1,9 % mehr, nämlich insgesamt 648 Mrd., Arbeitsstunden registriert. Die Entgelte stiegen im selben Zeitraum um 8,1 % auf 18,3 Mrd. Euro.

Die deutschen Ausfuhren insgesamt sind im ersten Halbjahr gegenüber dem Vorjahr um 14,7 % auf 525,6 Mrd. Euro gestiegen. Für den Bereich der Eurozone lag das Plus bei 13,4 % bei 317,3 Mrd. Euro.

Der britische Einzelhandelsumsatz ist im August gegenüber dem Vormonat um 0,2 % gesunken. Erwartet wurde ein Minus um 0,3 %. Das Vormonatsplus wurde bei +0,2 % belassen.

Im Jahresvergleich kletterten die Preise im Einzelhandel um 0,0 %, verglichen mit revidierten 0,0 % im Vormonat.

Die Jahresteuerung in der Eurozone liegt im August wie im Vormonat bei 2,5 %. Ein Jahr zuvor hatte die Rate bei 1,6 % gelegen. Der Monatsvergleich wird mit 0,2 % angegeben.

Die Jahresteuerung für den gesamten Bereich der EU liegt im Berichtsmonat bei 2,9 % nach bereits 2,9 % im Vormonat und 2,0 % im Jahr zuvor. Auf Monatssicht liegt die Inflationsrate bei 0,2 %.

Die US-amerikanischen Verbraucherpreise sind im August um 0,4 % gestiegen. Erwartet wurde ein Anstieg um 0,2 %. Im Monat zuvor waren die Preise der Konsumenten um 0,5 % geklettert. Auf das Jahr gesehen kletterten die US Verbraucherpreise um 3,8 %.

Die Kernrate ist in den USA um 0,2 % gestiegen. |Im Vormonat hatte die Kernrate um 0,2 % zugelegt. Gegenüber dem Vorjahresmonat ist die Kernrate um +2,0 % geklettert.

Das US-amerikanische Leistungsbilanzsaldo im zweiten Quartal beträgt -$118,0 Mrd., erwartet wurden -$122,4 Mrd. nach -$119,3 Mrd. zuvor. (q/q)

Der Empire State Manufacturing Index notiert in den USA im September bei -8,8, erwartet wurde ein Wert von -3,9 nach -7,7 zuvor.

Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe liegt in den USA bei 428.000, erwartet wurden 410.000 nach 414.00 zuvor.

Unser Kommentar:

Es ist das alte Lied: Trotz rekordtiefer Zinsen hält die seit mehr als drei Jahren währende Flaute auf dem US-Arbeitsmarkt weiter an. Eine Erholung auf breiter Front wird erst denkbar, wenn sich daran etwas ändert.

Die US-amerikanische Industrieproduktion ist im August um 0,2 % gestiegen . Erwartet wurde ein Rückgang im Bereich bis -0,2 %. Im Vormonat war die Industrieproduktion in den Vereinigten Staaten um 0,9 % geklettert.

Der Philly Fed Index notiert im September bei -17,5. Erwartet wurde er im Bereich -10 bis -15. Im Vormonat hatte er bei -30,7 gestanden.

Freitag:

Großer Verfallstag oder auch "Dreifacher Hexensabbat"

Die Kfz Neuzulassungen sind im Bereich der EU und der EFTA im August verglichen mit dem Vorjahr um 7,7 % gestiegen nach -2,0 % im Juli.

Im Vergleich Januar bis August mit dem entsprechenden Vorjahreszeitraum sind die Neuzulassungen bei den Pkws um 1,3 % zurückgegangen.

Die saisonbereinigte Leistungsbilanz für die Eurozone weist im Juli ein Defizit in Höhe von 12,9 Mrd. Euro aus, verglichen mit einem Minus von 7,1 Mrd. Euro im Vormonat (revidiert von zuvor veröffentlichten -7,4 Mrd. Euro). Gerechnet worden war für den aktuellen Monat mit einem Defizit in Höhe von 5,6 Mrd. Euro. Ohne Bereinigung ergibt sich für den Berichtsmonat ein Minus in Höhe von 3,2 Mrd. Euro.

Der Arbeitskostenindex der Eurozone ist im zweiten Quartal zum Vorjahr um 3,6 % gestiegen. Im Quartal zuvor war der Arbeitskostenindex um 2,7 % geklettert.

Die Handelsbilanz der Euro-Zone weist in der ersten Schätzung für Juli einen Überschuss von 4,3 Mrd. Euro aus verglichen mit einem Plus in Höhe von 4,7 Mrd. Euro ein Jahr zuvor. Das Plus des Vormonats lag bei 0,9 Mrd Euro. Die Ausfuhren sind im Berichtsmonat zum Vormonat saisonbereinigt um 2,0 % gestiegen, die Einfuhren um 1,9 % geklettert.

Der vorläufige Verbraucherstimmungsindex der Uni Michigan für die USA notiert im September bei 57,8. Erwartet wurde er im Bereich 53,0 bis 56,3. Im Vormonat hatte der Index noch bei 55,7 notiert.

Mehr dazu in der September-Ausgabe des Antizyklischen Börsenbriefs, die vor wenigen Tagen erschienen ist.

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Zum Autor:
Andreas Hoose ist Chefredakteur des Antizyklischen Börsenbriefs, einem Service der BörseGo AG, und Geschäftsführer des Antizyklischen Aktienclubs. Börsenbrief und Aktienclub, das komplette Servicepaket für die Freunde antizyklischer Anlagestrategien! Informationen finden Sie unter www.antizyklischer-boersenbrief.de und www.antizyklischer-aktienclub.de