Wenn man den abendfüllenden TV-Diskussionsrunden glauben mag, die zum Thema Griechenland in diesen Tagen über den Bildschirm flimmern, dann wird bei den Hellenen ab sofort ja eisern gespart. Was sofort die Frage aufwirft, ob die Hilfen der EU denn noch rechtzeitig ankommen. Im Grunde ist es wie so oft im richtigen Leben.

Der gesunde Menschenverstand reicht für die Beantwortung dieser Frage vollkommen aus. Dieser sagt nämlich, dass man erstens nicht mehr Geld ausgeben kann als man einnimmt – woraus unmittelbar der zweite Teil des Gedankens folgt: Dass man sparen muss, bevor man pleite geht, und keinesfalls hinterher.

Hält man sich nicht an diese Reihenfolge, die jeder Grundschüler versteht, dann wird alles nur noch schlimmer. Für die Griechen bedeutet dies, dass sich die Rezession, in der sie gerade stecken, durch die Sparauflagen von EU und IWF noch verschlimmern wird. Eigentlich müsste Athen Geld ausgeben und nicht sparen, um die Krise zu überwinden - Geld, das man aber leider nicht besitzt und das man sich am Kapitalmarkt jetzt auch nicht mehr besorgen kann.

Und während Griechenland vor unseren Augen in den Staatsbankrott taumelt, beeilen sich die Politiker, den Anschein von Kompetenz zu erwecken. Mit bedeutungsschwerer Miene werden Interviews gegeben. Bundeskanzlerin Angela Merkel telefoniert mit US-Präsident Barack Obama. In einer Mitteilung des Weißen Hauses heißt es später, Obama und die Kanzlerin hätten die „Bedeutung entschlossenen Handelns Griechenlands und einer rechtzeitigen Unterstützung seitens des Internationalen Währungsfonds und Europas erörtert“. Jetzt nur keine Zeit verlieren, sondern gleich zur Tat schreiten, das ist der Tenor ...........

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