• Brent Crude Öl - Kürzel: BCOEL - ISIN: XC0009677409
    Börse: Forex Capital Markets / Kursstand: 55,17 $/bbl.

New York/ London/ Frankfurt (Godmode-Trader.de) - Die zahlreichen politischen Krisen (USA/Iran, Libyen) sowie die Aussicht auf einen konjunkturelle Aufschwung schoben den Ölpreis zu Jahresbeginn nur kurz nach oben. Das Überangebot sowie die aktuelle Sorge vor dem Coronavirus halten das schwarze Gold unter der psychologisch wichtigen Marke von 60 US-Dollar je Fass.

Heute kann sich die Referenzsorte Brent wieder über die Marke von 55 Dollar/Barrel zurückarbeiten. Dabei ist die Nachrichtenlage alles andere als bullisch. So rechnet die US-Energiebehörde EIA in ihrem aktuellen Monatsbericht damit, dass die Nachfrage im ersten Quartal um 900.000 Barrel täglich niedriger ausfallen dürfte als vor einem Monat geschätzt. China soll dabei lediglich für 320.000 Barrel täglich verantwortlich sein. Diese Annahme überrascht, da die Nachfrage in dem Land aufgrund der Ausbreitung des Coronavirus früheren Berichten zufolge um bis zu 20 Prozent unter der Vorjahresniveau liegen soll und die Lagerbestände überquellen sollen, obwohl die Raffinerien teilweise ihre Arbeit eingestellt haben.

Die EIA schätzt die Nachfrage der OECD-Länder um fast 500.000 Barrel täglich niedriger. Dies dürfte laut Commerzbank vor allem der Konjunkturschwäche geschuldet sein. Die Weltölnachfrage dürfte laut EIA in diesem Jahr um lediglich 1 Mio. Barrel täglich steigen (minus 300.000 Barrel im Vergleich zur letzten Prognose). „Es kommt wieder auf die OPEC und ihre Verbündeten an, diese Überschüsse zumindest in Rahmen zu halten“, so Analyst Eugen Weinberg von der Coba. Deswegen rechne die EIA mit einer freiwilligen Reduktion der OPEC-Produktion zwischen März um Mai um zusätzlich 500.000 Barrel täglich. „Ob dies so kommt, hängt nicht zuletzt von der Reaktion Russlands und anderen Ländern ab, die mit der OPEC bei den Produktionskürzungen kooperieren“.

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