Die überwiegende Mehrzahl der Börsianer, Experten wie Privatanleger, hat noch nicht verstanden, dass die seit März 2009 andauernde Hausse an den Aktienmärkten Geschichte ist.

Jetzt, da der DAX endlich wieder Höhenluft wittert und die 8.000-er Marke ins Visier genommen hat und auch der S&P 500 munter oberhalb von 1.600 Punkten herumturnt, scheint die Welt doch in bester Ordnung zu sein. Zumal ja auch – Tusch, Fanfare - Fed-Chef Ben Bernanke erst in dieser Woche versichert hat, die US-Wirtschaft werde noch „längere Zeit“ auf niedrigste Zinsen angewiesen sein. Was war das für ein Jubel nach dieser Heilsverkündigung am Mittwochabend! Billiges Geld soweit das Auge reicht...

Dass die Zinsen in den USA längst ansteigen, und zwar entgegen der verzweifelten Bemühungen der Notenbank, genau dies zu verhindern, hatten wir an dieser Stelle ja bereits thematisiert. Dass steigende Zinsen Gift sind für jede Aktienmarkthausse, ebenfalls.

Leider gibt es noch ein paar andere „Kleinigkeiten“, die dem Übermut an den Aktienmärkten alsbald ein Ende machen werden.
Die Analysten der Citigroup etwa waren kürzlich arg erschrocken, als eine Analyse des Hauses zu Tage förderte, wie schlecht die Prognosen der wichtigsten US-Firmen mit Blick auf die gerade anlaufende Berichtssaison zum zweiten Quartal ausgefallen sind.

Das Ergebnis ist tatsächlich der Erwähnung wert, man könnte allerdings auch sagen, es ist alarmierend. In jedem Fall fügt es sich nahtlos ein in eine Reihe von Vorgängern, die allesamt mittlere bis umfassende Katastrophen an den Börsen angekündigt haben.

Dazu die folgende Abbildung. Wir sehen hier, dass die Prognosen der Wall Street-Firmen, dargestellt als Verhältniswert der positiven zu den negativen Ankündigungen, in den vergangenen 15 Jahren nur dreimal so desaströs ausgefallen waren wie im Frühsommer des Jahres 2013. Achten Sie auf die roten Markierungen.

Bemerkenswert ist nun vor allem, was anschließend passierte: Wenn die Prognosen für das abgelaufene Quartal ähnlich schlecht ausgefallen waren wie zuletzt, dann war das Urteil der Börse stets eindeutig: Alle diese Fälle führten mit einer Verzögerung von einigen Wochen oder Monaten (logischerweise) zu crashartigen Verlusten an den Aktienmärkten.

Wer nun darauf hofft, die Notenbank werde dies schon zu verhindern wissen, der wird sich täuschen. Denn wie bemerkte schon Altmeister André Kostolany so treffend:

„Ein Rothschild kann zwar eine Hausse machen, eine Baisse aber niemals verhindern“.
So ist es...

Wie das Ganze weiter gehen wird und was wir unseren Lesern jetzt raten, das lesen Sie in der aktuellen Ausgabe des Antizyklischen Börsenbriefs...

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Zum Autor:
Andreas Hoose ist Chefredakteur des Antizyklischen Börsenbriefs, einem Service der BörseGo AG, und Geschäftsführer des Antizyklischen Aktienclubs. Börsenbrief und Aktienclub, das komplette Servicepaket für die Freunde antizyklischer Anlagestrategien! Informationen finden Sie unter www.antizyklischer-boersenbrief.de und www.antizyklischer-aktienclub.de