Es ist schon seit Anfang Mai bekannt, dass Berkshire Hathaway, die Investmentgesellschaft von Starinvestor Warren Buffett, im ersten Quartal beim Onlinehändler und Cloud-Anbieter Amazon eingestiegen ist. Warren Buffett hatte dies in einem Interview verraten. Nicht bekannt war allerdings bisher, wie schwer die Position ist.

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    Wie aus den am gestrigen Abend bei der US-Börsenaufsicht SEC eingereichten Daten hervorgeht, kaufte Berkshire Hathaway für rund 860 Millionen Dollar im ersten Quartal Amazon-Aktien. Damit handelte es sich um den größten Kauf im ersten Quartal überhaupt (abgesehen von eigenen Aktien, für die Berkshire Hathaway ganze 1,7 Milliarden Dollar ausgab, was allerdings in den SEC-Daten nicht aufgeführt werden muss). Wie Buffett bereits erläutert hatte, wurde die Entscheidung zum Einstieg bei Amazon nicht von ihm selbst, sondern von einem der beiden Investmentmanager Tod Combs und Ted Weschler getroffen (siehe: Warren Buffett kauft erstmals Amazon-Aktien). Trotz des ansehnlichen Volumens macht Amazon im Depot von Berkshire Hathaway nur 0,43 Prozent auf und landet damit nur auf Rang 27 der größten Positionen.

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    Amazon.com-Aktien

    Der zweitgrößte Kauf laut SEC-Daten fand bei Aktien der US-Großbank JPMorgan Chase statt. Hier stockte Warren Buffett eine seit längerer Zeit bestehende Position um 9,4 Millionen Aktien auf nun 59,5 Millionen Aktien auf. Die Aktien der Bank im Berkshire-Depot sind rund 6 Milliarden Dollar wert und machen gut drei Prozent des gesamten Depots aus.

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    Aktien von JPMorgan Chase & Co.

    Weitere Positionsaufstockungen von Berkshire Hathaway gab es zudem bei den Aktien von Delta Air Lines, PNC Financial Services und Red Hat Inc.

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    Aktien von Delta Air Lines
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    Aktien von PNC Financial Services

    Reduziert hat Berkshire Hathaway im ersten Quartal erneut die Position bei der skandalumwitterten Bank Wells Fargo, sowie die Positionen bei Southwest Airlines, Charter Communications und Phillips 66. Ganz verkauft wurde eine Position bei Verizon Communications.

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    Aktien von Wells Fargo

    Größte Position von Berkshire Hathaway am Ende des ersten Quartals waren weiter mit deutlichem Abstand die Aktien des iPhone-Herstellers Apple, die ganze 23,77 Prozent des Depots ausmachten. Zu den weiteren Schwergewichten mit einem Anteil von mehr als fünf Prozent im Depot von Berkshire Hathaway gehören die Aktien der Banken Bank of America und Wells Fargo, des Softdrinkherstellers Coca-Cola, des Finanzdienstleisters American Express und der Anteil am angeschlagenen Ketchuphersteller Kraft Heinz.

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    Apple-Aktien
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    Aktien von Bank of America

    Die folgende Tabelle zeigt die größten US-Aktienpositionen von Berkshire Hathaway per 31.03.2019:

    Anzahl Aktien im Depot Marktwert Anteil am Gesamtportfolio Q1/2019  Anteil am Gesamtportfolio Q4/2018 
    Apple 249.589.329 47,409 Mrd. USD 23,77 % 21,51 %
    Bank of America 896.167.600 24,725 Mrd. USD 12,39 % 12,06 %
    Wells Fargo 409.803.773 19,801 Mrd. USD 9,93 % 10,74 %
    Coca-Cola Co. 400.000.000  18,744 Mrd. USD 9,40 % 10,35 %
    American Express 151.610.700  16,571 Mrd. USD 8,31 % 7,89 %
    Kraft Heinz 325.634.818  10,631 Mrd. USD 5,33 % 7,66 %

    Institutionelle Anleger mit einem verwalteten Vermögen von mehr als 100 Mio. Dollar müssen ihre Positionen in US-Wertpapieren jeweils 45 Tage nach dem Ende eines Quartals in den sogenannten 13-F-Filings gegenüber der US-Börsenaufsicht SEC offenlegen.

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