• DAX - Kürzel: DAX - ISIN: DE0008469008
    Börse: XETRA / Kursstand: 12.227,52 Pkt

Jakob Penndorf: Hallo Herr Hübner, vielen Dank für Ihre Zeit. Ihr neuer Experten-Desktop auf Guidants „Delta Trader“ hat gleich zum Start ein großes Interesse seitens der Community erzeugt – was nicht zuletzt an Ihrem DAX-Profi-Trading-Tool liegt. Können Sie uns dieses Werkzeug etwas näher erläutern?

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Rolf Hübner: Hallo Herr Penndorf, sehr gerne. Wichtig ist zuerst, dass das Delta Trader Tool (kurz "DTT") ein reines Daytrading- bzw. Tages-Risikomanagement-Tool ist. Das Delta Trader Tool basiert auf meiner Erfahrung, dass einige Indizes, z.B. der Dax, eher anderen Indizes bzw. Assetklassen folgen als eigenständig eine Richtung vorzugeben. Dem DTT sind also verschiedenste Faktoren unterlegt, die untereinander unterschiedlich gewichtet sind. Ziel des DTT ist es alle Emotionen auszuklammern und sich bei der Preisfindung des Indizes ausschließlich an Fakten zu halten.

JP: Die Eindrücke und Trading-Setups der ersten Handelstage auf Guidants waren sehr beeindruckend. Wie funktioniert das Teil genau?

RH: Zugegeben ist das DTT nicht so einfach zu erklären, da hier nicht nur ein fairer Wert des Index berechnet wird, sondern das DTT insgesamt aus verschiedenen Kennzahlen besteht. Der Kern der errechneten Kennzahlen ist zum einen die „Score“. Diese zeigt das Risiko-Rendite-Profil der grundsätzlichen Positionierung nach DTT an oder ganz einfach gesagt, ob ich Short oder Long gehen sollte.

Die Score ist eine Kennzahl zwischen 1 und 5, wobei die Zahl 3 als neutral gilt. Die Wahrheit spielt sich hier erfahrungsgemäß zwischen einer Kennzahl von 2 und 4 ab. Interessant wird es bei einer Score ab einem Wert unter 2,8 (bearish) und über 3,2 (bullish).

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Delta Trader Tool Berechnung am 07.05.2019 um 10.31 Uhr

JP: Der Score gibt die Richtung vor - Long oder Short. Wie kommt jetzt der "Fair Value" ins Spiel?

RH: Das DTT errechnet einen Fairen Wert für den Index und die Differenz zum aktuellen Stand des Indizes. So habe ich auf einen Blick, ob sich ein Einstieg lohnen kann. Entscheidend ist nun das Zusammenspiel der beiden Kennzahlen "Score" und "Fair Value". Um für mich ein klares Kauf bzw. Verkaufsignal zu geben, müssen beide Kennzahlen das gleiche Bild vorgeben, beide also ein Kaufsignal oder beide ein Verkaufsignal um ein Signal zu bekommen.

JP: Schauen Sie noch auf andere Indikatoren?

RH: Um den optimalen Einstieg für einen neuen Intraday-Trade zu finden, haben sich für mich die "Intraday Smart Levels" erwiesen, das sind Fibolevels, die das DTT auch bei jedem Update neu errechnet.

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Delta Trader Tool Berechnung am 06.05.2019 um 13.13 Uhr

JP: Wer kann mit dem Delta-Trader Tool (DTT) etwas anfangen? Wohl eher fortgeschrittene Daytrader, oder?

RH: Ursprünglich habe ich das Tool für mein eigenes Daytrading entwickelt und ich trade inzwischen fast ausschließlich danach. Interessant ist es für „alle“ Daytrader, die vielleicht einfach ein zusätzliches Werkzeug suchen, welches ihre Meinungsfindung unterstützt. Ob es nun ein Trader ist, der seine Signale hauptsächlich aus der Charttechnik bezieht oder einfach nach dem Bauchgefühl handelt. Für einige kann es als Unterstützung dienen, für andere einfach als Werkzeug um eine Meinung nochmal zu überdenken oder auch um evtl. Fehler zu vermeiden. Außerdem ist es sicherlich ein Tool, dass das Risikomanagement eines professionellen Händlers bzw. Riskmanagers unterstützen kann oder auch das Timing einer Kauf bzw. Verkaufsorder-Ausführung eines Assetmanagers.

JP: Die Signale des DTT aktualisieren sich fast in Real-Time, auf dem Delta Trader – Desktop veröffentlichen Sie Ausschnitte dieser Signale. Wie kommt es, dass das DTT meistens „erahnt“, wohin der DAX als nächstes laufen wird?

RH: Sehr oft spielt in den Marktbewegungen innerhalb eines Tages die Psychologie eine große Rolle, die kurzfristige Bewegungen ausmachen, aber tatsächlich nur auf einem einzelnen Faktor beruhen. Das DTT soll alle relevanten Faktoren einfangen und nach Relevanz gewichten. Genauso schnell wie die einseitigen Marktbewegungen aufkommen, genauso schnell werden diese aus relevanteren Gründen wieder ausarbitriert. Das DTT soll alle Faktoren ganz rational bewerten und so gibt es relativ oft Trading-Möglichkeiten, die eine sehr gutes Risk-Reward haben.

JP: Wie sehr beeinflusst Ihre Laufbahn als professioneller Händler Ihr heutiges Trading?

RH: Mit 25 Jahren Erfahrung als Händler, u.a. in Senior Positionen bei internationalen Investmentbanken, hatte ich einen sehr umfassenden Überblick welchen Einfluss die verschiedenen Assetklassen aufeinander und untereinander haben. Keine Assetklasse bildet seinen Wert aus nur einem oder wenigen Faktoren. Es spielen grundsätzlich jede Menge Faktoren für die Preisbildung eines Produkts eine Rolle. Manche mehr, manche weniger stark. Das macht die Finanzmärkte ja so spannend. Hier ist es sehr wichtig Zusammenhänge zu verstehen und zu erkennen. Diese Erfahrung ist in dem DTT eingebracht.

JP: Wie sieht ein typischer Trading-Tag mit dem Delta Trader Tool aus?

RH: Natürlich gehört es im Trading, auch trotz des DTT, dazu immer gut informiert zu sein. Allerdings war die Hauptarbeit in Bezug auf das DTT in der Erstellung des Algos. Es hat sehr lange gedauert bis ich mich mit den unterlegten Faktoren und deren Gewichtung wohlgefühlt habe. Jetzt ist, bis auf einige kleinere Adjustierungen, alles relativ gut automatisiert. Bei deutlicher werdenden Signalen verschaffe ich mir einen Überblick welche Faktoren für die Signale hauptsächlich verantwortlich sind. Das ist insofern interessant als dass ich beurteilen können möchte, wie schnell sich die Signale wieder ändern können. Diese Faktoren kommentiere ich auch oft auf meinen Stream, um meinen Followern ein klareres Bild über die Entstehung der Signale zu geben.

Wenn es ein Signal gibt, kombiniert aus Score und Fairen Wert, dann setze ich einen Trade auf. Die Häufigkeit der täglichen Trades unterscheidet sich sehr stark. Es gibt sicherlich auch Tage an denen ich keinen Trade mache. Es kommt mir grundsätzlich nicht auf die Häufigkeit der Trades an, ein Trade muss nach Risiko-Rendite-Gesichtspunkten Sinn machen.

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Delta Trader Tool Berechnung am 02.05.2019 um 13.17 Uhr

JP: Welche Instrumente setzen Sie primär zur Umsetzung der Signale ein?

RH: Für mich eignen sich am besten KO's mit weit entfernten KO-Level oder der Dax Future. Ich möchte kalkulieren können wie mein Gewinn oder Verlust bei einer bestimmten Bewegung des Index ist. Das ist z.B. bei Optionsscheinen nicht wirklich der Fall. Außerdem bin ich im Daytrading über Nacht neutral, da lässt es sich auch mit KO´s relativ zuverlässig arbeiten.

JP: Wie wichtig sind eine gesunde Tradingpsychologie und –Disziplin für Ihre Strategie?

RH: Wie gesagt, es geht im Trading immer um Psychologie, bei privaten und auch bei professionellen Tradern bzw. Investoren. Hier geht es aber darum sich einen Vorteil aus der Psychologie der anderen zu verschaffen. Wenn andere überreagieren, muss man selber einen klaren Kopf behalten. Dieses geht allerdings nur wenn man 100 % diszipliniert handelt. Man muss eine klare Handels bzw. Tradingstrategie haben und diese diszipliniert verfolgen. Wenn man undiszipliniert handelt, bringt die beste Strategie nichts.

JP: Was muss ich mitbringen, um den DAX mit dem Delta Trader Tool selbst zu traden?

RH: Ohne Sachkenntnis sollte man nie Geld in irgendetwas investieren. Jeder sollte sich grundsätzlich Vorkenntnisse über Finanzmärkte aneignen bevor man in denen handelt. Solange das DTT lediglich Ausschnitte auf dem Desktop zeigt, sollte es als Unterstützung von Handelsideen dienen oder auch vor Fehlern bewahren.

Um das DTT selber zu verstehen braucht es sicherlich ein wenig Erfahrung. Hier ist es wichtig das Zusammenspiel der verschiedenen Kennzahlen zu verstehen. Auch wie man die Intraday Smart bzw. Fibolevels nutzen sollte um einen guten Einstiegslevel für einen Trade zu bekommen und um zuverlässige Stop-Loss Levels zu haben.

JP: … abschließend meine obligatorische Frage zu der weiteren Kursentwicklung an den Aktienmärkten: Haben Sie eine Meinung?

RH: Das schöne an dem DTT ist dass es ein Intraday Tool ist und es dafür keine langfristige Meinung braucht. Aber natürlich habe ich eine Meinung zu der mittelfristigen Entwicklung der Märkte, u.a. natürlich für meine eigenen Anlagen die diesem Zeithorizont entsprechen.

Zur Zeit gibt es jede Menge Faktoren die den Aktienmarkt unsicher erscheinen lassen, Trump, Brexit, US/China Zollgespräche, Unsicherheit der zukünftigen Zinsentwicklung usw.. Ich glaube nicht dass die Hausse an den Aktienmärkten immer so weitergeht wie seit Anfang dieses Jahres. Die Volatilität wird meiner Meinung nach auf jeden Fall deutlich zunehmen. Alleine der Mangel an Anlagealternativen aufgrund der niedrigen bzw. nicht vorhandenen Zinsen reicht mir hier nicht aus. Ich würde vermuten, dass der Dax zum Jahresende wieder etwas nachgibt und um die 11.500—handeln wird. Aber auf jeden Fall wird die Volatilität in den Aktienmärkten wieder zunehmen auch in anderen Assetklassen.

JP: Herzlichen Dank für das interessante Gespräch, Herr Hübner.


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Delta Trader Desktop auf Guidants