• S&P 500 - Kürzel: S500 - ISIN: US78378X1072
    Börse: JFD Bank / Kursstand: 3.122,03 Pkt
  • DAX - Kürzel: DAX - ISIN: DE0008469008
    Börse: XETRA / Kursstand: 13.315,63 Pkt
  • Nasdaq-100 - Kürzel: ND100 - ISIN: US6311011026
    Börse: NASDAQ / Kursstand: 8.328,48 Pkt

Hedgefonds unterschieden sich vor allem in zwei Aspekten von normalen Investmentfonds: Zum einen können sie auch mit geliehenem Kapital spekulieren, woraus sich ein Hebeleffekt ergibt. Zum anderen können sie auch Short-Positionen eingehen und damit auf fallende Kurse wetten. Wegen des deutlich höheren Risikos dürfen in den meisten Ländern nur institutionelle Anleger oder sehr wohlhabende Privatanleger in Hedgefonds investieren.

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Sowohl der Hebel als auch die Möglichkeit für Short-Positionen spielen beim Hedgefonds Horseman Global eine entscheidende Rolle. Der Hedgefonds wettet aktuell mit netto 110,87 % seines Eigenkapitals auf fallende Kurse am Aktienmarkt, wie aus einem Schreiben an die Investoren des Fonds hervorgeht.

Konkret hält der Fonds Long-Positionen auf Aktien im Umfang von 31,2 % des Fondsvermögens und Short-Positionen im Umfang von 142,1 % des Fondsvermögens. Außerdem hält der Hedgefonds noch Long-Positionen am Anleihemarkt im Umfang von 60,6 % des Fondsvermögens. Anleihepositionen entwickeln sich typischerweise auch dann besonders gut, wenn es an den Aktienmärkten abwärts geht.

Hedgefondsmanager Russell Clark begründet seine extreme Short-Positionierung unter anderem mit möglichen Problemen von Clearinghäusern, die gigantische Derivatepositionen (in einem Vielfachen des Welt-BIPs) garantieren. Clark deutet die jüngsten Probleme auf dem US-Repo-Markt als Anzeichen, dass die Gegenparteien möglicherweise damit beginnen, den zentralen Clearing-Stellen zu misstrauen.

Doch bisher geht die Strategie des Fonds alles andere als auf. Im bisherigen Jahresverlauf belaufen sich die Verluste auf ganze 27 %. Doch das Fondsvermögen ist noch deutlich stärker von 581 Millionen Dollar auf nur noch 150 Millionen Dollar geschrumpft, weil Anleger offenbar panisch Geld abgezogen haben.

Dass die Anleger skeptisch sind, kann man ihnen nicht verübeln. Die folgende Watchlist zeigt die Performance wichtiger Aktienindizes im bisherigen Jahresverlauf. Während die US-Indizes von Allzeithoch zu Allzeithoch eilen (auch heute wurden zum Börsenstart wieder neue Rekordstände im Dow Jones, S&P 500 und Nasdaq 100 erreicht), ging es auch am deutschen Aktienmarkt seit Jahresbeginn sowie in vielen anderen Indizes sehr kräftig nach oben.

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"Short ist Mord", lautet ein bekanntes Börsenmotto, das sich im bisherigen Bullenmarkt als äußerst zutreffend erwiesen hat. Ein weiteres Börsenmotto, "Never fight the Fed", dürfte aktuell ebenfalls wichtig sein: Anleger sind nie gut beraten, sich gegen die US-Notenbank Fed oder auch gegen andere mächtige Notenbanken wie die EZB zu stellen. Und die Notenbanken pumpen aktuell wieder kräftig Liquidität in die Märkte. Die EZB hat gerade wieder mit zeitlich unbegrenzte Anleihekäufen begonnen. Und auch die Fed pumpt wieder gigantische Milliardenbeträge in die Märkte, über Repo-Geschäfte und über Anleihekäufe.

Bei so viel Zentralbankliquidität spielen wohl auch berechtigte Sorgen wie die inzwischen vielfach extrem aufgeblasenen Bewertungen zumindest vorerst eine untergeordnete Rolle. Die Märkte sind aktuell nicht zu stoppen. Horseman Global hat das noch nicht mitbekommen.

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S&P 500 mit neuem Allzeithoch auch am Dienstag

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