Paris (GodmodeTrader.de) - In seinem aktuellen Wochenkommentar verweist Igor de Maack, Fondsmanager bei dem französischen Asset Manager DNCA Investments, auf die Diskrepanz zwischen dem allgemeinen Aufwärtstrend am Aktienmarkt und den negativen Kapitalströmen. Über 51 Milliarden US-Dollar sind im Verlauf der letzten sechs Wochen aus den Aktien­märkten der Industrieländer abgezogen worden, und Europa verzeichnet allein in der vergangenen Woche wieder einen Kapital­abfluss in Höhe von 3,9 Milliarden US-Dollar, wie de Maack schreibt.

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Ein weiterer Trend, der sich bei den Verkäufen am Aktienmarkt abzeichne, sei die Abkehr von Titeln mit extrem hoher Sensitivität gegenüber der Konjunktur und Marktrisiken. Ein eklatantes Beispiel sei hier der Bankensektor, heißt es weiter.

„Unternehmensanleihen hingegen waren bei den Anlegern stark gefragt. Über 36 Milliarden US-Dollar flossen in Anlageinstrumente am Rentenmarkt, und dies über alle Kategorien hinweg (Investment Grade, High Yield, Schwellenländer). All diesen Trends gemein ist die Idee, Cash zu generieren oder eine gewisse Sicherheit zu kaufen. Es ist gut möglich, dass sich dieser Konsens im Jahresverlauf ins Gegenteil verkehrt, etwa bei der nächsten Zinsbewegung oder falls die Konjunkturaussichten nicht ganz so trübe ausfallen wie befürchtet. Sollte es hierzu kommen, wären Europa, Japan, Value-Titel und zyklische Werte wieder heiße Kandidaten für eine Aufnahme in die Portfolios“, so de Maack.