• Flugtaxi-Hersteller Lilium bald an Nasdaq notiert
    • Bund verdient Milliarden mit seinen Schulden
    • Weidmann: EZB spielt bei Klimaschutz nur Nebenrolle
    • EZB-Schnabel erwartet keine dauerhaft höhere Inflation
    • ifo Institut: Steuerliche Anreize kurbeln Innovationstätigkeit an
    • DIW: Ökonomische Corona-Risiken werden unterschätzt
    • Nordkorea: Erneuter Test von Langstreckenraketen
    • Hellman & Friedman bleibt bei Zooplus am Ball
    • IAEA: Fortschritte mit Iran
    • SNB will an Negativlisten festhalten
    • Epic Games geht gegen App-Store-Urteil in Berufung
    • Rückschlag für Valneva: London storniert Liefervertrag für Corona-Impfstoff
    • Chinas Führung will AliPay zerschlagen

    Markt

    • Der deutsche Aktienmarkt hat sich am Montag überraschend schwungvoll präsentiert. Am Nachmittag bröckelten die bis dato erzielten Tagesgewinne zwar wieder etwas ab, der DAX konnte sich letztlich aber noch ein Tagesplus von 0,59 Prozent auf 15.701,42 Punkte sichern. Konjunktursorgen sowie die Befürchtungen einer geldpolitischen Straffung und die Ausbreitung der Delta-Variante hatten zuletzt die Kursentwicklung noch arg gehemmt. „Heute wehren sich die Bullen", kommentierte Christian Henke vom Broker IG. Es bleibe jedoch abzuwarten, „ob das zurückgewonnene Terrain verteidigt werden kann“. Heute ist der Datenkalender nahezu leer, „was bedeutet, dass wir wahrscheinlich eine weitere unruhige Woche mit Schwankungen je nach den Themen des Tages erleben werden", schrieb Jeffrey Haley vom Broker Oanda an Montagmorgen. Erst morgen wird es mit den US-Verbraucherpreisen interessant.
    • An der Wall Street sind nach einem freundlichen Wochenauftakt die Kurse ebenfalls wieder abgebröckelt. An der Technologiebörse Nasdaq drehten Nasdaq-100 und Composite-Index leicht ins Minus. Angesichts eines dünnen Datenkalenders an diesem Montag liegt der Fokus der Investoren bereits auf den am Dienstag erwarteten neuen Inflationsdaten.
    • Die Ölpreise haben zu Wochenbeginn den höchsten Stand seit Anfang August erreicht. Im Tageshoch kostete ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) auf 70,72 Dollar.

    Chartanalysen & Artikel des Tages

    Unternehmen & Branchen

    • Der Immobilienkonzern Vonovia denkt bei der geplanten Übernahme des Konkurrenten Deutsche Wohnen darüber nach, die Mindestannahmeschwelle von 50 Prozent zu streichen. Dies berichtet das "Handelsblatt". Damit könnte die Übernahme auch dann gelingen, wenn die Mindestannahmeschwelle nicht erreicht werden sollte. Der letzte Übernahmeversuch war an einem Nichterreichen der Übernahmeschwelle gescheitert.
    • Der Lakestar SPAC I des bekannten Investors Klaus Hommels hat auf einer außerordentlichen Hauptversammlung die Zustimmung der Aktionäre für eine Fusion mit dem Berliner Ferienunterkunft-Marktplatz HomeToGo erhalten. Die Einlösungsquote betrage 36,6 Prozent. "ies unterstreicht die Überzeugungskraft des Lakestar SPAC I Teams und seines Sponsors, aber auch die Zuversicht der Investoren in die gemeinsame Zukunft mit HomeToGo. Nach diesem Erfolg steht eine Summe von ca. 250 Millionen Euro im SPAC und der PIPE zur Verfügung, die eine signifikante Bareinlage für HomeToGo zur Finanzierung der weiteren Expansionspläne ermöglichen wird", teilte der Lakestar SPAC I mit. Das Closing des Unternehmenszusammenschlusses wird bis Ende September 2021 erwartet.
    • Volkswagen hat für die geplante Serienfertigung von Batteriezellen ein Forschungs- und Entwicklungslabor in Betrieb genommen. In die Einheit in Salzgitter investiert der Autobauer 70 Mio. Euro. Technik- und Komponenten-Vorstand Thomas Schmall eröffnete das Labor am Montag.
    • Der Münchener Elektro-Flugtaxi-Hersteller Lilium wird voraussichtlich ab dem 15. September an der US-Technologiebörse Nasdaq notiert sein. Dazu fusioniert das Unternehmen mit der börsennotierten Special Purpose Acquisition Company (SPAC) namens Qell. Deren Aktionäre stimmten für den Zusammenschluss, wie Qell mitteilte. Der Deal bewerte das fusionierte Unternehmen mit 3,3 Mrd. Dollar.
    • 100 verärgerte Anleger haben den Hauptsitz des chinesischen Konzerns China Evergrande eingenommen und ihr Geld zurückverlangt. Sie fürchten einen Kollaps des Immobilienkonzerns, der einen Schuldenberg von mehr als 300 Mrd. Dollar aufgehäuft hat. Investoren trennen sich von Aktien und Anleihen, die Kurse brechen ein. In Medienberichten hieß es, Evergrande wolle Zinszahlungen an Gläubigerbanken aussetzen und Zahlungen für seine Vermögensverwaltungsprodukte verweigern.
    • Nur fünf Wochen nach dem Anlauf hat United Internet sein auf ursprünglich 160 Mio. Euro angelegtes Aktienrückkaufprogramm mit sofortiger Wirkung ohne nähere Gründe gestoppt. Bis zum vergangenen Freitag seien knapp 515 Millionen Aktien oder 3,75 Prozent des Grundkapitals für insgesamt 18,7 Mio. Euro an der Börse erworben worden, teilte United Internet mit.
    • Die US-Fluggesellschaft Breeze hat bei Airbus 20 weitere Mittelstreckenjets vom Typ A220 bestellt. Damit summierten sich die Aufträge der Airline insgesamt auf 80 Maschinen in der Version A220-300, teilte der Flugzeugbauer mit. Das erste Exemplar für Breeze werde im vierten Quartal ausgeliefert. Dann soll sechseinhalb Jahre lang etwa jeden Monat eine Maschine hinzukommen. Breeze Airways hat ihren Flugbetrieb erst im Mai aufgenommen.
    • Der Fahrdienstvermittler Uber muss in den Niederlanden nach einem Gerichtsurteil seine Fahrer als Angestellte behandeln. Die Selbstständigkeit der Fahrer bestehe nur auf dem Papier, daher fielen sie unter den Tarifvertrag für Taxifahrer, urteilte ein Gericht in Amsterdam gab damit dem Gewerkschaftsbund FNV recht. „Die rechtliche Beziehung zwischen Uber und den Fahrern erfüllt alle Merkmale eines Arbeitsvertrages."
    • Der Onlineriese Amazon hat das Logistikzentrums in Graben bei Augsburg für den Betrieb von Robotern umgebaut. Rund 150 Mio. Euro seien investiert worden, informierte Amazon. Die 1.900 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Graben erhielten künftig Unterstützung durch Transportroboter.
    • Biontech-Chef Ugur Sahin zufolge sollen die Daten für eine Impfung von Fünf- bis Elfjährigen mit dem Corona-Vakzin des Unternehmens bis Ende September vorliegen. Die Dosis für diese Altersgruppe werde bei zehn Mikrogramm liegen, einem Drittel der Dosis bei Erwachsenen, sagten Sahin und Geschäftsführerin Özlem Türeci der "Bild am Sonntag“. Die Daten für die noch jüngeren Kinder lägen gegen Ende des Jahres vor. „Da werden wir mit der Dosis noch mal runtergehen können.“
    • Der Industriegasekonzern Linde reagiert auf die wachsende Nachfrage seiner Kunden in Florida und erweitert die Kapazitäten seiner Luftzerlegeanlage in Mims Konzern mit.
    • Die geplante höhere Kaufprämie für Elektroautos soll mit strengeren Vorgaben für Plug-in-Hybridfahrzeuge kombiniert werden. „Plugins" seien weiterhin förderfähig, müssten aber künftig längere Reichweiten im rein elektrischen Betrieb aufweisen - das geht aus dem Entwurf des Bundeswirtschaftsministeriums für eine neue Förderrichtlinie hervor, welcher der dpa.
    • Die britische Primark-Mutter AB Foods rechnet für das laufende Geschäftsjahr mit einer Ergebnissteigerung. Ungeachtet der Entwicklung der letzten Woche des Geschäftsjahres 2020/21 (per 18. September) soll das bereinigte operative Ergebnis über dem Vorjahreswert liegen, teilte der Konzern am Montag. Im Juli hatte der Konzern beim operativen Ergebnis noch mit einem Wert auf Vorjahreshöhe gerechnet.
    • Die britische Regierung hat einen Liefervertrag für den Corona-Impfstoffkandidaten VLA2001 des französischen Herstellers Valneva mit sofortiger Wirkung aufgekündigt. London zufolge habe Valneva gegen seine Verpflichtungen aus der Vereinbarung verstoßen. Das Unternehmen bestreitet dies. Trotz der Stornierung wollen die Franzosen die Entwicklung des Vakzins nicht stoppen. Die Phase-3-Ergebnisse erwartet die Gesellschaft für Anfang des vierten Quartals. Das Vereinigte Königreich hatte ursprünglich 100 Mio. Dosen des noch nicht zugelassenen Impfstoffs bestellt.
    • Die Regierung in Peking zieht die Daumenschrauben bei der heimischen Tech-Industrie weiter an. Chinas Führung wolle die Zahlungs-App AliPay des Fintech-Konzerns Ant Group zerschlagen und eine getrennte Plattform für das Kreditgeschäft des Unternehmens installieren, berichtete am Sonntag die britische „Financial Times“. Der Plan sehe zudem vor, dass Ant seine Nutzerdaten an ein neues Joint-Venture zur Überprüfung der Kreditwürdigkeit übergeben müsse. Das sei teilweise in Staatsbesitz, heißt es in dem Bericht.
    • Der Finanzinvestor Hellman & Friedman hat sein Angebot für Zooplus aufgehübscht und um fast ein Fünftel erhöht. „Um die anhaltenden Spekulationen über andere, jedoch noch ungewisse indikative Angebote Dritter zu beenden", biete Hellman & Friedmann nun 460 Euro je Aktie in bar statt wie bislang 390 Euro, teilte der Finanzinvestor am späten Sonntagabend mit. Mit der Offerte werden die Aktien des Onlinehändlers für Tierbedarf insgesamt mit knapp 3,3 Mrd. Euro bewertet. Um Zooplus ist ein Übernahmekampf entstanden. Mit EQT und KKR sind zuletzt zwei weitere Interessenten aufgetaucht. Zooplus bestätigte Gespräche mit den beiden Finanzinvestoren, allerdings habe keiner davon bislang ein Gebot vorgelegt.
    • Epic Games hat im Rechtsstreit um Apples App Store gegen das Urteil einer kalifornischen Bezirksrichterin Berufung eingelegt. Eine Begründung für das Rechtsmittel liegt noch nicht vor. Epic hat in der Klage das Recht auf einen eigenen App Store auf dem iPhone beansprucht. Die Richterin Yvonne Gonzalez Rogers folgte der Sichtweise aber nicht, dass Apples Praxis, nur die App-Installation aus der hauseigenen Download-Plattform zuzulassen, wettbewerbswidrig sei. Allerdings sah sie unfairen Wettbewerb darin, dass Apple es Entwicklern nicht erlaubt, Nutzer auf Möglichkeiten zum Kauf digitaler Artikel bei ihnen zu verweisen. Das soll sich nun in drei Monaten ändern.
    • Die Auto1 Group hat rund einen Monat nach der Ankündigung ihr Aktienrückkaufprogramm vorzeitig beendet. Nur ein kleiner Teil des ursprünglich in Aussicht gestellten Gesamtvolumens wurde dabei zurückgekauft.
    • Die Volkswagen-Tochter Skoda produziert laut ihrem Spartenchef Thomas Schäfer wegen fehlender Halbleiter in diesem Jahr 100.000 Autos weniger als möglich. Der Chipmangel schmerzt enorm, auch weil die Nachfrage nach unseren Autos weiterhin sehr hoch ist", sagte Schäfer der "Augsburger Allgemeinen“. Er hoffe, dass sich die Lage in den kommenden Wochen etwas entspannt, nachdem in Malaysia wieder mehr Chips produziert werden könnten. „Die Chipkrise wird sich noch in das kommende Jahr hineinziehen, aber hoffentlich nicht mehr in der Stärke wie 2021", sagte Schäfer.
    • Der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport hat im August knapp 3,4 Mio. Fluggäste gezählt und damit 123 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Damit wurden im August so viele Passagiere abgefertigt wie in keinem anderen Monat seit Beginn der Corona-Krise. Allerdings liegen die Zahlen immer noch 51 Prozent unter denen vor der Corona-Krise im Sommer 2019.
    • Der Immobilienkonzern Patrizia verleibt sich den Infrastruktur-Investmentmanager Whitehelm Capital ein. Der Kaufpreis liege anfänglich bei 67 Mio. Euro und könne auf einen niedrigen dreistelligen Millionen-Euro-Betrag steigen, teilte die Gesellschaft mit. Den Kaufpreis will Patrizia in bar und in eigenen Aktien begleichen. Die von Patrizia verwalteten Infrastruktur-Vermögenswerte sollen sich durch den Deal auf rund fünf Milliarden Euro verdreifachen. Whitehelm beschäftigt den Angaben zufolge mehr als 60 Investmentexperten in Australien und Europa.

    Konjunktur & Politik

    • Ex-Verdi-Chef Frank Bsirske will sich wegen seiner Kandidatur für den Bundestag aus dem Aufsichtsrat der Deutschen Bank zurückziehen. „Die nächste Aufsichtsratssitzung der Deutschen Bank (Anm.: 26.09.) wird meine letzte sein", kündigte Bsirske im Gespräch mit der „Wirtschaftswoche" an. Bsirske steht auf der Landesliste der Grünen in Niedersachsen auf Platz 6.
    • Der Präsidentin der Fed von Cleveland, Loretta Mester, zufolge sollte trotz des schwachen Arbeitsmarktberichts für August noch in diesem Jahr mit dem Tapering begonnen werden, wie Reuters berichtet. „Die Delta-Variante stellt ein Risiko für die Aussichten dar, wird aber die Wirtschaftstätigkeit nicht unbedingt stark beeinträchtigen.“ Sie erwarte für den Rest des Jahres auch einen weiteren Anstieg der Beschäftigung, so Mester.
    • Nach Ansicht von Philadelphia Fed-Präsident Patrick Harker sollte der Prozess des Taperings eher früher als später eingeleitet werden. „Wann genau das geschieht, muss der FOMC entscheiden. Ich hoffe, dass wir irgendwann in diesem Jahr in der Lage sein werden, mit dem Tapering-Prozess zu beginnen", sagte Harker der Wirtschaftszeitung „Nikkei“.
    • Der Bund verdient dank Negativzinsen eine milliardenhohe Summe - beim Schuldenmacher. Aufgrund der Platzierung von Bundeswertpapieren zur Finanzierung des Haushalts einschließlich Sondervermögen wurden von Januar bis August „Zahlungen in Höhe von rund 4,251 Milliarden Euro vereinnahmt“, wie aus einem der Nachrichtenagentur Reuters vorliegenden Schreiben von Finanzstaatssekretärin Sarah Ryglewski auf eine Anfrage des Linken-Bundestagsabgeordneten Fabio De Masi hervorgeht. „Deutsche Staatsanleihen sind so beliebt, dass die Käufer uns Geld schenken“, sagte demnach De Masi.
    • Bundesbankpräsident Jens Weidmann sieht mit Blick auf den Klimaschutz die Europäische Zentralbank (EZB) nur in einer Nebenrolle. Der EZB-Rat habe im Juli zwar beschlossen, Klimaschutzaspekte stärker in seinen geldpolitischen Handlungsrahmen einfließen zu lassen, sagte Weidmann der "Initiative Gesichter der Demokratie" laut Reuters in einem Interview. „Aber das sollte nicht mit einer eigenen Klimapolitik verwechselt werden. Es steht uns nicht zu, Ergebnisse der demokratischen Willensbildung von Parlamenten und Regierungen zu korrigieren oder vorwegzunehmen", betonte Weidmann. Die Unabhängigkeit der Notenbank diene dazu, frei von politischen Einflüssen für stabiles Geld sorgen zu können. Im Gegenzug sei das Mandat auf das vorrangige Ziel der Preisstabilität zugeschnitten worden. „Wir dürfen nicht eigenständig andere Ziele verfolgen oder eine aktive Rolle in anderen Politikbereichen spielen", sagte Weidmann.
    • Die Europäische Zentralbank (EZB) geht laut Direktorin Isabel Schnabel nicht von einem dauerhaft erhöhten Preisniveauanstieg aus.´“"Aller Voraussicht nach wird sich die Inflation im kommenden Jahr wieder spürbar abschwächen", sagte Schnabel anlässlich des Baden-Badener Unternehmergesprächs. Die aktuellen Inflationszahlen seien in Anbetracht der sehr niedrigen Inflation im Vorjahr mit Vorsicht zu interpretieren, erklärte Schnabel. Die Notenbank sei jedoch wachsam und bereit, falls nötig zu handeln. Aus Sicht des Bundeswirtschaftsministeriums wird sich die hohe Inflation zu Beginn des Jahres 2022 wieder entspannen. Begründet wird dies damit, dass Sondereffekte auslaufen. Seit Monaten heizen überdurchschnittlich steigende Energiepreise die Teuerung an. Bereits zu Jahresbeginn hätten Sonderfaktoren wie die Einführung der CO2-Bepreisung für einen deutlichen Anstieg der Inflationsrate gesorgt. Nach Auslaufen der Sondereffekte dürfte sich der Auftrieb zum Jahreswechsel wieder deutlich abschwächen. Außerdem hieß es, aktuell ließen die Entwicklungen an den Rohstoffmärkten eine mittelfristige Entspannung beim Ölpreis erwarten.
    • Im August stiegen die Großhandelspreise in Deutschland gegenüber dem Vorjahr um 12,3 Prozent, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Das war der stärkste Anstieg seit Oktober 1974. Im Juli 2021 hatte der Anstieg 11,3 Prozent und im Juni 10,7 Prozent betragen. Derzeit steigen vor allem die Preise für viele Rohstoffe und Vorprodukte stark an. Dieser Effekt geht zurück auf zahlreiche Lieferschwierigkeiten im Welthandel. Zum anderen verweist das Bundesamt auf einen statistischen Basiseffekt durch das sehr niedrige Preisniveau vor einem Jahr.
    • Forschungsförderung über das Steuersystem wirkt sich positiv auf die Investitionen in Innovationsprojekte aus. Das ist das Ergebnis einer Metastudie des ifo Instituts. Sie fasst die Ergebnisse zu Evaluationsstudien in Europa, Japan, Kanada, China, Australien und den USA zusammen. „Deutschland betreibt diese Art der Förderung seit 2020. Sie verursacht viel weniger Bürokratie und ist deswegen vor allem für kleine und mittlere Unternehmen ein Gewinn“, erläutert Oliver Falck, Leiter des ifo Zentrums für Industrieökonomik und neue Technologien. In der Studie zeigten sich die Erfolge in den Ländern am deutlichsten, die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung über das Steuersystem vergünstigten, etwa durch Steuergutschriften oder spezielle Abschreibungsmöglichkeiten.
    • China will die Anzahl heimischer Elektroauto-Hersteller verringern. Die Volksrepublik habe „zu viele" Produzenten und werde deswegen eine Konsolidierung fördern, sagte Informationsminister Xiao Yaqing laut Reuters am Montag. Er kündigte an, China werde die Infrastruktur der Ladestationen und die Verkäufe von Elektroautos in ländlichen Märkten verbessern.
    • Laut einer aktuellen Umfrage wollen mehr als zwei Drittel der Beschäftigten in Deutschland, die während der Corona-Pandemie im Homeoffice gearbeitet haben, diese Arbeitsvariante behalten. Die Beliebtheit des Arbeitens in den eigenen vier Wänden habe im Zuge der Pandemie noch zugenommen, teilte am Montag der Energieversorger E.ON mit, der die Umfrage von YouGov in Auftrag gegeben hatte. Bei der Umfrage hätten 71 Prozent der Befragten den Wunsch geäußert, auch künftig im Homeoffice arbeiten zu können.
    • Das DIW Berlin hält angesichts der anhaltenden Corona-Pandemie wirtschaftliche Risiken für unterschätzt. „Wir sehen die Lage zu sehr durch die rosarote Brille", sagte DIW-Präsident Marcel Fratzscher der dpa. „Wenn in China ein Hafen zugemacht wird, weil es dort einen Corona-Ausbruch gibt, dann ist das auch für die deutsche Wirtschaft ein großes Problem, weil Lieferketten gestört werden. Die Pandemie ist noch nicht vorbei." Win weiteres Thema seien Unternehmensinsolvenzen. „Ich glaube, dass wir da die eine oder andere böse Überraschung erleben werden. Vielleicht nicht unbedingt in den nächsten Monaten, aber es sind einfach viele Unternehmen, die Rücklagen aufgebraucht haben, sich verschuldet haben, die vielleicht auch realisieren: sie haben nicht das richtige Geschäftsmodell, weil sich die Wirtschaft weiterentwickelt und verändert hat. Ich glaube, wir müssen immer mal wieder mit Rückschlägen in den nächsten zwei Jahren rechnen“ so Fratzscher.
    • Der Generaldirektor der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA), Rafael Grossi, hat sich nach seinen Gesprächen mit der iranischen Führung in Teheran vorsichtig optimistisch geäußert. Zumindest das drängendste Problem sei gelöst: Iran hat der IAEA die Wartung von Aufzeichnungsgeräten zur Überwachung iranischer Atomprojekte wieder erlaubt. Allerdings würde Inspektoren der Atomenergiebehörde auch weiterhin keinen Zugang zu den Daten haben, die von den Geräten gespeichert werden. „Das kann keine dauerhafte Lösung sein", sagte Grossi.
    • Nordkorea hat am Wochenende offenbar erneut Langstrecken-Marschflugkörper getestet. Diese seien nach 1.500 Kilometern wie geplant in die Hoheitsgewässer des Landes gestürzt, meldete die staatliche Nachrichtenagentur KCNA. Die Entwicklung der Flugkörper sei von strategischer Bedeutung zur Abschreckung feindlicher Kräfte, hieß es weiter. Auch die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap hat über den Test berichtet.
    • Die Schweizerische Notenbank (SNB) will an Negativzinsen festhalten, um den Franken nicht zu stärken. „Würden wir jetzt die Zinsen erhöhen, würde sich der Franken deutlich aufwerten, das Wirtschaftswachstum würde zurückgehen, und die Arbeitslosigkeit würde steigen,“ sagte SNB-Vizepräsident Fritz Zurbrügg der „SonntagsZeitung“.
    • Die Erzeugerpreise in Japan stagnierten im August im Monatsvergleich (Prognose 0,2 %) Im Jahresvergleich kam es zu einem Anstieg um 5,5 Prozent. Der Business Survey Index legt im dritten Quartal des japanischen Fiskaljahres um 7,0 Prozent nach zuvor -1,4 Prozent zu.

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