Die Experten der Alpine Trust Management AG bieten seit über 20 Jahren aktive Bewirtschaftung von Portfolien an. Mit einem Fokus auf attraktiv verzinste Euro-Unternehmensanleihen und Long-/Short-Strategien im europäischen Aktienmarkt bewahrt das Unternehmen die Vermögen seiner Kunden und strebt einen langfristigen Vermögenszuwachs an. Mit dem Vorstand Dr. Oliver Stolte konnte ich jüngst über die Anlagestrategien des Hauses und die weiteren Aussichten für die Märkte sprechen.

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    Bild: Alpine Trust Management AG


    Jakob Penndorf: Herr Dr. Stolte, die Alpine Trust Management AG, deren Vorstand Sie vertreten, hat sich mit dem Motto „Jedes Vermögen hat eine Geschichte, gemeinsam schreiben wir sie weiter“ als Wegbegleiter für Menschen positioniert, die eine professionelle Unterstützung bei der Geldanlage suchen. Wie darf man sich eine Zusammenarbeit mit Ihnen zusammen vorstellen?

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    Oliver Stolte: Langfristig. Jedes Vermögen, vielmehr die Investoren, haben in der Vergangenheit Erfahrungen mit ihren Anlage gesammelt und teils sehr konkrete Vorstellungen betreffend der zukünftigen Rendite in Abhängigkeit der damit verbundenen Schwankungen. Diese Parameter gilt es, vor dem Hintergrund der aktuellen Kapitalmarktsituation, in eine Anlagestrategie zu führen und diese dann auch aktiv für den Investor umzusetzen.

    JP: Ihr hauseigener Fonds, der Alpine Fund ist ein aktiv gemanagter Mischfonds, mit einem mindestens hälftigen Rentenanteil. Nun liest man überall von niedrigen Zinsen und auf der Aktienseite von passiven ETF-Investments. Wann ist ein aktiver vermögensverwaltender Fonds für Anleger, auch mit Blick auf die aktuellen Marktbedingungen, geeignet?

    OS: Sofern er eine niedrige Schwankung und stabile positive Rendite auf Jahresbetrachtung sucht. Auf der Aktienseite fokussieren wir Indices und investieren, je nach Marktphase Long oder Short. Ferner finden wir, aufgrund der Möglichkeit auch in Anleihen mit Emittenten-Bonitäten bis B- zu investieren, immer wieder Rentenpapiere mit kurzen Laufzeiten und Renditen um 2-3 %. Auch diese Chancen nutzen wir aktiv. Je nach Marktphase komplettieren bis zu 10 % Goldanlage unsere Anlagestrategie.

    JP: Und wie sieht die Performance dieser Strategie aus?

    OS: Wir konnten beispielsweise in 2016 eine Rendite von +2,8 % und 2017 von +4,1 % erwirtschaften. Selbst in einem so anspruchsvollen Jahr 2018 ist unsere Rendite aktuell nahezu ausgeglichen - und dies bei einer Volatilität von lediglich 2 % auf Jahresbasis. Für den Jahresausklang sind wir optimistisch gestimmt und können uns eine Rendite auf Niveau der Vorjahre sehr gut vorstellen.

    JP: Viele Finanzanlagen sind für Privatanleger unverständlich. Doch ohne ausgefeilte Handelsmodelle oder spezielle Finanzinstrumente scheint es an den Börsen schwierig gute und stabile Renditen zu erzielen. Wie schaffen Sie diesen Spagat mit Ihren Investoren?

    OS: Keep it simple – wie immer im Leben. Kaufen Sie nur das, was Sie verstehen. Etwas anderes machen wir auch nicht. Der Erfolg gibt uns Recht.

    JP: Die meisten Fondsmanager schauen ausschließlich auf Fundamentaldaten. Sie hingegen nutzen auch die Chartanalyse. Was kann man mithilfe von Charts möglicherweise besser erkennen und wo liegen die Vorteile gegenüber rein zahlenbasierten Ansätzen?

    OS: Man kann nicht auf einem Bein stehen. Vielmehr braucht man beide Blickwinkel. Die Konjunktur verläuft in Wellen – auch in Zeiten der FAANG´s & Co. Insbesondere aufgrund der Länge eines Abschnitts und aktueller Kennzahlen lässt sich recht gut bestimmen, in welcher Marktphase man angekommen ist.

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    Standort-Bestimmung im Konjunkturphasen-Modell

    Grafik: Alpine Trust Management AG

    OS: Aktuell sind wir im Übergang vom Boom in die Abschwungsphase – in den USA vielleicht ein paar Monate noch eher in der Boomphase, da die Steuersubventionen in 2Q18 die Konjunktur künstlich verlängert haben. Insbesondere in Europa sieht man bereits gut an den Einkaufsmanagerzahlen und letztlich natürlich auch den Charts, dass die Märkte in eine Abwärtsphase eingetreten sind. Ferner sind in den USA unterschiedliche Kursmuster im S&P 500, Dow Jones sowie Nasdaq, d.h. unterschiedliche Entwicklungen der Branchen und in Abhängigkeit der Unternehmensgrößen ein valider Hinweis auf das Ende des Booms.

    JP: Herr Dr. Stolte, zuletzt waren Sie sehr zurückhaltend für die Aktienmärkte eingestellt und lagen mit Ihren Marktanalysen richtig (siehe GodmodeTrader, 09.07.2018). Wie schätzen Sie den weiteren Verlauf des Jahres ein – war es das jetzt schon auf der Unterseite im DAX & S&P 500?

    OS: Für 2018 ja. Die aktuelle DAX-Unterstützung bei 11.700 wird sicherlich nochmals getestet, sollte aber halten – insbesondere, da hiernach der nächste wirklich solide Support erst bei 10.600 wäre. Dieser Abfall würde aber gar nicht mehr zu den Entwicklungen an den US-Märkten passen. Daher erwarten wir eine Marktumkehr bei 11.700, um dann hiervon nochmals durchaus freundlich bis in 1Q19 nach oben zu laufen. Alte Höchststände werden in Europa aber nicht mehr überschritten werden.

    JP: Und wie ist Ihre Einschätzung für die US-Indizes?

    OS: Die US-Märkte werden im Oktober leicht bis an ihre 200 Tage Linien korrigieren. Dies entspricht rund 3-5 % weitere Down-Side. Hiernach könnten durch alte Höchststände nochmals überschritten werden, bevor dann auch in den USA für 2019-21 eine deutlichere Korrektur kommen wird.

    Dow Jones Index mit 200-Tagelinie

    JP: Haben Sie auch eine Einschätzung für das Gold und die Anleihen? Sollte man mögliche Verluste aussitzen oder reagieren?

    OS: Gold ist derzeit nur schwer einzuschätzen und hat diverse wichtige Unterstützungen nach unten durchstoßen. Aufgrund dessen haben wir vor mehreren Wochen bereits unsere Position hierin aufgegeben. Wo Gold dreht ist sehr schwer zu sagen. Bei einem Blick auf die Charts, sollte die Lows der letzten 10 Jahre, d.h. rund 1.060 US-$/Unze letzten Halt bieten. Diese Kurse lägen nach unserem Research bereits unter den Explorationskosten. Auf der Bond-Seite können wir nur zu kurzen Laufzeiten raten, da die Zentralbanken aufgrund anziehender Inflation die Zinsen tendenziell erhöhen müssen – auch wenn die Konjunktur dies gar nicht mehr verkraften können wird.

    Verlauf Goldpreis in US-Dollar

    JP: Herr Dr. Stolte, vielen Dank für Ihre Einschätzungen und danke für das Gespräch!

    OS: Ich danke Ihnen und wünsche uns allen ein glückliches Händchen an den Kapitalmärkten.


    Weitere Informationen erhalten Sie unter:

    ALPINE TRUST MANAGEMENT AG
    Am Südpark 45
    50968 Köln-Marienburg

    Tel:+49 221 250 80 987
    Mail: info@alpinetrust.de
    Web: www.alpinetrust.de


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