Frankfurt (Godmode-Trader.de) - Erstmals in ihrer Geschichte hat die Deutsche Telekom in einem Geschäftsjahr die Umsatzmarke von 100 Mrd. Euro überschritten. Zum Anstieg in 2020 von 25,4 Prozent trug insbesondere der Zusammenschluss mit Sprint in den USA zum 1. April bei, aber auch das organische Wachstum steuerte ein Plus von 2,9 Mrd. bzw. 3,0 Prozent bei. Das bereinigte EBITDA AL kletterte um 41,6 Prozent auf 35,0 Mrd. Euro, womit die zuletzt im November erhöhte Prognose genau getroffen wurde. Das EBIT erhöhte sich um 3,3 auf 12,8 Mrd. Euro. Derweil sich das Finanzergebnis insbesondere aufgrund übernommener Finanzverbindlichkeiten im Rahmen der Sprint-Transaktion verschlechterte, zeigte der Konzernüberschuss nach Anteilen Dritter ein Plus von 0,3 Mrd. auf 4,2 Mrd. Euro. Dies entsprach einem Ergebnis je Aktie von EUR 0,88 (Vj.: 0,81). Die Dividende soll mit 0,60 Euro je Aktie stabil bleiben.

Für die Jahre 2021 und 2022 gab das Management folgenden Ausblick: Der Konzernumsatz soll 2021 leicht ansteigen und sich 2022 stabil entwickeln. Das bereinigte EBITDA AL soll 2021 auf EUR 37,0 Mrd. klettern und in 2022 weiter ansteigen.

Die Deutsche Telekom ist im Geschäftsjahr 2020 aus Sicht von Wolfgang Donie von der NordLB in neue Dimensionen vorgedrungen. In den USA spiele T-Mobile in Sachen Mobilfunk nun in einer Liga mit den großen Wettbewerbern, in Europa zähle das Unternehmen zu den führenden Qualitätsanbietern. Zunächst dürften Integrationskosten und hohe Investitionserfordernisse die Dynamik noch etwas bremsen, langfristig stecke aber hohes Potenzial im Geschäftsmodell, das zudem von der durch die Pandemie beschleunigten Digitalisierung profitiere, schreibt Donie zu den Aussichten. Die NordLB bestätigt für die T-Aktie ihre „Kaufen“-Empfehlung mit Kursziel 17,00 Euro.

Die Credit Suisse hat sich ebenfalls positiv zur Aktie der Deutschen Telekom geäußert und den Titel auf "Outperform" mit einem Kursziel von 20 Euro bestätigt. Analyst Jakob Bluestone betonte in seiner Studie von Montag, die operative Ergebnisentwicklung (Ebitda) sei die beste in der Branche und mit dem Funkmastengeschäft habe der Konzern eine weitere strategische Option.

Barclays bewertet den Titel unverändert mit "Equal Weight" und einem Kursziel von 19 Euro. Laut der britischen Investmentbank lag der Fokus bei dem Quartalsbericht auf den Investitionsplänen und dem Ausbau des Glasfasernetzes auf der letzten Meile bis in die Haushalte. Der Experte ist davon überzeugt, dass die Pläne niedrigere Investitionen für die Jahre 2022 und 2023 implizierten als am Markt angenommen.

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