Die DWS hat mit dem DWS Invest Low Carbon Bonds einen Fonds aufgelegt, der in Anleihen von Unternehmen mit geringer CO2-Intensität investiert. Mit dem neuen Produkt will der Vermögensverwalter Anlegern die Möglichkeit bieten, einen Beitrag zum Erreichen des im Pariser Abkommen vereinbarten Klimaschutzziels zu leisten. Bei der UN-Klimakonferenz COP 21 in der französischen Hauptstadt hatten sich im Dezember 2015 insgesamt 197 Staaten darauf verständigt, die Erderwärmung im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter auf deutlich unter zwei Grad Celsius zu begrenzen, mit Anstrengungen für eine Beschränkung auf 1,5 Grad Celsius.

Das von Bernhard Birkhäuser gemanagte Portfolio weist zum Start eine CO2-Intensität auf, die 50 Prozent unter dem Wert des iBoxx-EUR-Corporate-All-Index liegt. „Unser Ziel ist, die CO2-Intensität des Portfolios jedes Jahr um weitere sieben Prozent im Vergleich zum Tag der Fondsauflegung zu senken, um so einen Beitrag zur Reduzierung der Kohlendioxid-Emissionen und zum Erreichen des Pariser Klimaschutzziels zu leisten“, sagt der Fondsmanager.

Klassifizierung als Artikel-9-Fonds

Der DWS Invest Low Carbon Bonds erfüllt die Anforderungen nach Artikel 9 der EU-Offenlegungsverordnung. Alle Emittenten im Portfolio müssen die ESG-Anforderungen der DWS an Umwelt- und Sozialstandards sowie eine gute Unternehmensführung erfüllen. Dazu gehört der Ausschluss von Unternehmen, die gegen den United Nations Global Compact verstoßen oder mehr als fünf Prozent des Umsatzes in kontroversen Sektoren wie Nuklearenergie, Rüstung oder Tabak erzielen. Grundsätzlich ausgeschlossen sind zudem Unternehmen, die mehr als ein Prozent des Umsatzes mit Kohle erwirtschaften.

Das Portfolio besteht zu mindestens 70 Prozent aus in Euro denominierten Unternehmensanleihen. Fremdwährungsrisiken werden auf Portfolioebene abgesichert. Mindestens 90 Prozent der Schuldtitel müssen von Emittenten mit Investment-Grade-Bonität ausgegeben sein.

Bei der Berechnung der CO2-Intensität eines Emittenten wird nicht nur der direkte Ausstoß von Treibhausgasen etwa durch die Verbrennung von fossilen Energieträgern in einer Fertigungsanlage berücksichtigt, sondern auch indirekte Emissionen, die beispielsweise durch die Erzeugung zugekaufter elektrische Energie entstehen.

Der Bonitätsschwerpunkt im DWS Invest Low Carbon Bonds liegt derzeit bei Anleihen mit einem „BBB“-Rating, die gegenüber der Benchmark, dem Solactive-ISS-Paris-Aligned-Select-Euro-Corporate-IG-Index, deutlich übergewichtet sind. Mit Blick auf die Sektoren sind CO2-intensive Emittenten der Energie- und Automobilindustrie stark untergewichtet. Schuldtitel aus der Finanz- und Telekommunikationsbranche sind hingegen prominent vertreten, wie auch Papiere aus dem verarbeitenden Gewerbe.