• E.ON SE - Kürzel: EOAN - ISIN: DE000ENAG999
    Börse: XETRA / Kursstand: 9,603 €

Frankfurt (Godmode-Trader.de) - Im Geschäftsjahr 2018 konnte E.ON trotz der aufgrund der Erstanwendung neuer IFRS-Bilanzvorschriften rückläufigen Entwicklung beim Umsatz das Vorjahresniveau beim bereinigten EBIT noch nahezu erreichen und die Markterwartungen übertreffen. Hintergründe für den Rückgang im Geschäftsfeld Energienetze waren vor allem der Wegfall eines regulierungsbedingten Einmaleffekts aus dem Vorjahr, der Verkauf von Hamburg Netz und der Beginn der dritten Regulierungsperiode Gas in Deutschland. Erneuerbare Energien profitierte dagegen von einer gestiegenen Erzeugung infolge der erstmals ganzjährigen Einbeziehung von Windparks in den USA sowie der Inbetriebnahme eines neuen Offshore-Windparks in Großbritannien.

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Bei der angstebten innogy-Übernahme läuft nach Vorstandsangaben „weiterhin alles nach Plan“. Die Eröffnung der zweiten Prüfungsphase habe man angesichts der Komplexität der geplanten Transaktion erwartet. Zudem sei man „fest davon überzeugt, dass die Übernahme von innogy insgesamt wettbewerbsrechtlich unbedenklich ist und ab Mitte des Jahres vollzogen werden kann“. Dann will sich die „neue E.ON“ als erstes europäisches Unternehmen ausschließlich auf intelligente Netze und innovative Kundenlösungen konzentrieren.

Im Geschäftsjahr 2018 konnte E.ON trotz eines Umsatzrückgangs ein bereinigtes EBIT nahezu auf Vorjahresniveaus sowie einen Anstieg beim bereinigten Konzernüberschuss aufweisen, konstatiert NordLB-Analyst Holger Fechner in einer Studie nach Zahlenvorlage. Abermals habe E.ON die Markterwartungen bei den bereinigten Ertragskennziffern übertreffen und den oberen Bereich der eigenen Prognose erreichen können. Auch für das nächste Jahr stelle der Vorstand bereits jetzt eine weitere Dividendenerhöhung in Aussicht. Bei der vor einem Jahr gemeinsam mit RWE verkündeten Neuordnung der beiden Stromkonzerne sehe sich E.ON weiter im Rahmen der eigenen Planungen. Vorbehaltlich der Genehmigung der angestrebten Transaktion erwarte er unverändert positive Impulse für E.ON und bestätige daher die Kaufempfehlung, so Fechner.

Das Ergebnis 2018 übertraf geringfügig den Konsens, während der Ausblick für 2019 erwartungsgemäß durchwachsen war, schrieb die DZ Bank. Die Frankfurter Analysten bestätigten ihr kürzlich auf „Halten“ geändertes Anlageurteil. Belastungsfaktoren stellten die Integration von npower (UK-Vertrieb innogy) und die nun in die Intensivphase eintretenden kartellrechtlichen Prüfungen dar. Ferner seien die Bewertungsrelationen bereits angemessen. „Wir erwarten aber weiterhin, dass der Konzernumbau die Hebung von hohen Synergien ermöglicht“. Zudem werde E.ON durch die Transaktionen Marktführer im Vertrieb und im stabilen Netzgeschäft.

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