Düsseldorf (BoerseGo.de) – Die WGZ Bank bewertet die Aktie von E.on weiterhin mit „Halten“ und einem Kursziel von 15,00 Euro (Discounted-Cashflow-Modell).

    Das brasilianische, börsennotierte Energieunternehmen Eneva (E.on-Anteil: 42,9 %) hat am 09. Dezember einen Antrag auf Gläubigerschutz zur wirtschaftlichen Restrukturierung gestellt (sogenannte Judicial Recovery). Eneva hatte in den ersten neun Monaten 2014 den Umsatz um 57 Prozent auf 1,43 Milliarden brasilianische Real (BRL) gesteigert und dabei ein EBITDA von 300 (Vj: -165) Millionen BRL sowie ein Nettoergebnis von minus 155 (Vj: -662) Millionen BRL ausgewiesen. Die Nettoverschuldung lag zum 30. September 2014 bei hohen 4,70 Milliarden BRL (liquide Mittel: 207 Mio. BRL).

    Der Antrag auf Gläubigerschutz (Gerichtsentscheid wahrscheinlich innerhalb von 15 Tagen) war den Unternehmensangaben zufolge unvermeidlich, da bestimmte Voraussetzungen für einen von Eneva im Mai 2014 entwickelten Restrukturierungsplan nicht von allen dafür notwendigen Gläubigern erfüllt wurden. E.on hat bereits mitgeteilt, dass aus der Judicial Recovery von Eneva keine wesentlichen Auswirkungen auf das EBITDA und den bereinigten Nettogewinn im laufenden Geschäftsjahr erwartet werden.

    Insgesamt sehen sich die WGZ Bank-Analysten mit der Eneva-Ankündigung bestätigt, dass zumindest kurz- und mittelfristig bei den abzuspaltenden E.on-Aktivitäten (angekündigt am 30.11.; geplant für das zweite Halbjahr 2016), worunter sich auch die Brasilien-Aktivitäten befinden, die Risiken überwiegen.