Den Lärm der nächsten zehn Tage bis zur US-Wahl zu überhören, empfiehlt Esty Dwek, Head of Global Markets Strategy bei Natixis Investment Managers. Denn egal, wie die Wahl ausgehen werde – wichtig für die Reaktion der Märkte seien vor allem die nächsten Fiskalpakete zur Bekämpfung der Pandemiefolgen. Und die würden in jedem Szenario kommen – ein bisschen mehr mit einer komplett „Blau“ gefärbten Regierung aus einem demokratischen Präsidenten und einem demokratisch dominierten Kongress, ein bisschen später, wenn Weißes Haus und Kongress nicht von derselben Partei geführt werden.

Dwek: „Die Zentralbanken werden für sehr lange Zeit ultra-akkommodierend bleiben. Von der EZB und der BoE werden zusätzliche Anleihenkäufe erwartet, und möglicherweise auch von der Fed, falls die Inflationserwartungen nicht steigen. Es gibt eine Menge Geld an der Seitenlinie, und die Gewinnerwartungen der Unternehmen für 2021 sind robust.

Wir machen uns vorerst auch keine Sorgen um den Technologiesektor. Die jüngste Ankündigung der Demokraten von Kartellverfahren gegen die großen Konzerne werden wahrscheinlich nur sehr langsam vorankommen. Unter einem demokratischen Präsidenten könnte es zwar zu mehr Regulierung und den Datenschutz kommen, aber wir rechnen nicht mit einer Zerschlagung dieser Unternehmen.

Auch wenn die Pandemie nicht unter Kontrolle ist, so verbessern sich doch die Aussichten auf einen Impfstoff und Behandlungsmethoden, so dass sich die wirtschaftliche Erholung insgesamt fortsetzen wird.“