Dass sich die Elektromobilität langfristig durchsetzen wird, bezweifelt inzwischen so gut wie niemand mehr. Der Verbrennungsmotor steht vor dem Aus, nicht nur wegen des Klimawandels, sondern auch weil die politischen Vorgaben dazu führen werden. So hat das EU-Parlament etwa Ende März 2019 beschlossen, dass der CO2-Ausstoß von Neuwagen zwischen 2021 und 2030 um 37,5 Prozent sinken muss. Ohne einen massiven Ausbau der Elektromobilität lässt sich das nicht erreichen.

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    Aber etliche Länder gehen inzwischen weiter. Dänemark, die Niederlande und Israel wollen ab 2030 nur noch emissionsfreie Autos für den Straßenverkehr zulassen. Norwegen will (allerdings mit Anreizen und ohne Verbote) erreichen, dass bereits ab 2025 so gut wie keine Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor mehr auf die Straße kommen.

    Wer in der Vergangenheit in das Trendthema Elektromobilität investieren wollte, hatte es schwer. Denn auch wenn der Siegeszug der Elektromobilität kaum noch zu stoppen sein dürfte, ist damit keineswegs gesagt, dass davon vor allem reine Elektroautobauer wie Tesla oder BYD profitieren werden.

    Inzwischen gibt es aber auch ETFs, mit denen Anleger sehr breit gestreut in das Thema "Elektromobilität" investieren können. Seit Februar 2019 etwa hat der weltgrößte ETF-Anbieter iShares den Electric Vehicles and Driving Technology UCITS ETF (ISIN: IE00BGL86Z12) im Angebot, mit dem Anleger breit gestreut in die Mobilität der Zukunft investieren können.

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    iShares IV-Electr.Veh.+Dr.Tech Registered Shares USD Acc.o.N.

    Neben der Elektromobilität bildet der ETF dabei auch das eng verknüpfte Thema autonomes Fahren ab. Im ETF befinden sich insgesamt 93 Positionen. Neben Aktien von Batterierherstellern sind im ETF auch Aktien vieler Chiphersteller wie Intel oder anderer Automobilzulieferer enthalten, die von der Mobilität der Zukunft profitieren könnten. Viele der berücksichtigten Unternehmen sind in Asien ansässig, so machen etwa Aktien japanischer Unternehmen ganze 29,3 im ETF aus, die USA kommen auf 24,9 Prozent, Südkorea auf 11,8 Prozent und deutsche Unternehmen nur auf 7,5 Prozent. Erträge des ETFs werden thesauriert, die jährliche Gesamtkostenquote (TER) beträgt 0,40 Prozent.


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    Elektromobilität ist ein typisches Trendthema, das auch in Dirk Müllers Börsenbrief Cashkurs*Trends thematisiert wird.
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    Etwas günstiger als der iShares-ETF ist der Future Mobility UCITS ETF 1C von Xtrackers, einer Tochter der Deutschen-Bank-Tochter DWS. Der ETF mit der ISIN IE00BGV5VR99 hat eine Gesamtkostenquote (TER) von 0,35 Prozent und investiert in die Aktien von bis zu 100 Unternehmen, die einen wesentlichen Bezug zur Mobilität der Zukunft haben. In dem ETF finden sich nicht nur Aktien von Halbleiterherstellern wie Cypress Semiconductor und AMD, sondern auch Aktien von klassischen Autobauern wie Ford, Kia oder Toyota. Auch Papiere von Zulieferern wie Hella sind im ETF enthalten, ebenso wie Facebook-Aktien. Mit einem Anteil von 53,1 Prozent sind Aktien japanischer Unternehmen im Xtrackers-ETF noch deutlich höher gewichtet als im iShares-ETF. Deutsche Unternehmen haben einen Anteil von immerhin 8,5 Prozent.

    Fazit: Neue ETFs ermöglichen Anlegern eine breit gestreute Investition in die Mobilität der Zukunft. Damit können Anleger potenziell vom Siegeszug der Elektromobilität und dem Trend zum autonomen Fahren profitieren, ohne Aktien einzelner Unternehmen aus dem Sektor auswählen zu müssen. Anleger sollten sich aber über die relativ hohen Gebühren und die hohe Gewichtung asiatischer Unternehmen in den ETFs bewusst sein.


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