• EZB hält Leitzins im Euroraum auf Rekordtief
    • EZB: Anleihekäufe sollen in Q2 "deutlich beschleunigt" werden
    • Klage gegen EZB: „Krasser Fall von Staatsfinanzierung“
    • RKI: Dritte Welle hat begonnen
    • EMA entscheidet über Johnson & Johnson-Impfstoff
    • US-Kongress beschließt Corona-Hilfspaket
    • Frankreich und USA setzen auf Atomkraft
    • Lanxess erhöht Dividende
    • Milliardenverlust: K+S streicht Ausschüttung
    • Lanxess erhöht Dividende
    • Dänemark setzt AstraZeneca-Impfungen aus

    DAX & Wall Street

    • der DAX konnte heute den vierten Handelstag in Folge ein neues Rekordhoch erzielen und ging mit einem leichten Plus von 0,2 Prozent bei 13.569,4 Punkten aus dem Handel. Seit dem Tagestief vom vergangenen Freitag hat der DAX zwischenzeitlich fast 700 Punkte zulegen können, eine Konsolidierungsphase ist somit im Grunde überfällig. Auf den EZB-Entscheid reagierte der Aktienmarkt dann positiv, auch weil die Renditen für europäische Staatsanleihen sanken. Die Notenbank belässt sowohl das milliardenschwere Notkaufprogramm für Anleihen als auch die Zinsen unverändert, wie der EZB-Rat entschied. Ökonomen hatten nicht mit einer Änderung der Geldpolitik zu diesem Zeitpunkt gerechnet, obwohl gestiegene Anleiherenditen Sorgen bereiteten. Doch die Währungshüter wollen die Anleihenkäufe im zweiten Quartal deutlich beschleunigen. Bei Kritikern der EZB-Geldpolitik stößt das Corona-Notkaufprogramm PEPP auf Widerstand. Eine Gruppe von Unternehmern und Professoren um den Berliner Finanzwissenschaftler Kerber klagt dagegen vor dem Bundesverfassungsgericht.
    • Der Dow Jones stieg heute den vierten Tag in Folge auf ein neues Rekordhoch, und auch dem S&P 500 folgte diesem Beispiel heute mit einem Plus von 1,04 Prozent bei 3.939,34 Punkten. Der Nasdaq 100 konnte sich um 2,36 Prozent auf 13.052,90 Zähler verbessern.

    Chartanalysen und Artikel des Tages

    Unternehmen & Branchen

    • Die Europäische Arzneimittel-Agentur EMA hat die bedingte Zulassung für den Corona-Impfstoff von Johnson & Johnson in der EU empfohlen. Die endgültige Entscheidung über die Zulassung muss nun die EU-Kommission treffen. Das gilt als Formsache und könnte ebenfalls noch heute erfolgen. Die EU rechnet mit ersten Lieferungen im April.
    • Star-Investor Warren Buffett reiht sich laut „Forbes“ seit Mittwoch in einer Riege mit Amazon-Chef Jeff Bezos, Tesla-Chef Elon Musk, Luxuskonzern-Chef Bernard Arnault und Microsoft-Gründer Bill Gates ein. Der Aktienkurs von Buffetts Investmentgesellschaft Berkshire Hathaway erklomm ein neues Rekordhoch – das Vermögen des Neunzigjährigen, der ein Sechstel an dem Unternehmen hält, stieg damit erstmals über 100 Mrd. Dollar.
    • Laut Daten aus Israel kommt der Covid-19-Impfstoff von BioNTech und Pfizer auf eine hohe Wirksamkeit. Das Vakzin biete einen Schutz von 94 Prozent vor asymptomatischen Infektionen, teilten die Partner und das israelische Gesundheitsministerium mit. Das bedeutet, dass der Impfstoff eine Übertragung des Virus signifikant reduzieren könnte. Den Daten zufolge zeigte der Impfstoff zudem eine Wirksamkeit von 97 Prozent bei der Vorbeugung von symptomatischen Erkrankungen, schweren Krankheitsverläufen und Todesfällen.
    • Das starke Cloud-Geschäft hat dem Softwarekonzern Oracle im abgelaufenen Quartal weiter Schub verliehen. Unterm Strich verdiente der Konzern in den drei Monaten bis Ende Februar fast doppelt so viel wie vor einem Jahr. Zudem kündigte Oracle weitere Aktienrückkäufe an.
    • Facebook wehrt sich vor Gericht gegen die Wettbewerbsklagen, mit denen die US-Regierung und Bundesstaaten die Zerschlagung des Konzerns erreichen wollen. Facebook beantragte, die Klagen abzuweisen, da die Bundesstaaten keine Begründung wie einen Schaden für ihre jeweilige Wirtschaft dargelegt hätten. Die mehr als 40 Bundesstaaten werfen Facebook unfairen Wettbewerb vor und wollen die Abspaltung von Instagram und WhatsApp erreichen.
    • Der Chef von Toyota Motor, Akio Toyoda, hat Apple vor den Folgen eines Engagements bei Elektroautos gewarnt. „Ein Auto kann jeder bauen, der die technischen Möglichkeiten dazu hat", so Toyoda. „Aber wer ein Auto gebaut hat, muss sich auch für 40 Jahre Kundenservice und Nachbesserungen wappnen.“
    • In Dänemark werden vorübergehend Impfungen mit dem Vakzin des britisch-schwedischen Unternehmens AstraZeneca ausgesetzt. Grund dafür seien Berichte über schwere Fälle von Blutgerinnseln bei Personen, die mit dem Mittel gegen Covid-19 geimpft worden seien, teilte die dänische Gesundheitsverwaltung am Donnerstag mit. Man könne jedoch zu diesem Zeitpunkt noch nicht feststellen, ob ein Zusammenhang zwischen dem Vakzin und den Blutgerinnseln bestehe. Die europäischen Arzneimittelbehörden hätten nun eine Untersuchung des Impfstoffes eingeleitet, hieß es weiter. Österreich hatte am Montag die Impfungen mit einer bestimmten Charge des Astrazeneca-Impfstoffs gestoppt, nachdem eine 49-jährige Krankenpflegerin wenige Tage nach ihrer Impfung gestorben war.
    • Der Autobauer BMW hat im vierten Quartal 2020 ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern von 2,2 Mrd. Euro erzielt - 5,8 Prozent unter dem Vorjahreswert. Damit hat BMW einiges an Boden gutgemacht. In den ersten neun Monaten hatte BMW operativ einen Einbruch um die Hälfte verzeichnet. Unter dem Strich stieg der Gewinn zwischen Oktober und Ende Dezember sogar um ein knappes Fünftel auf 1,68 Mrd. Euro. Der Umsatz erhöhte sich leicht auf 29,5 Mrd. Euro. Im gesamtjahr erzielte BMW bei der viel beachteten operativen Marge im Autogeschäft einen Wert von 2,7 Prozent, weil der Konzern im vierten Quartal mit 7,7 Prozent deutlich zulegen konnte. Im Gesamtjahr lag der Umsatz mit 99 Mrd. Euro noch rund 5 Prozent unter dem Vorjahreswert, der Überschuss fiel mit 3,86 Mrd. Euro um ein Viertel. Die Dividende für die Stammaktie soll 1,90 Euro betragen nach 2,50 Euro vor einem Jahr.
    • Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat nochmals betont, dass ein Einstieg des Staates bei der Stahlsparte von Thyssenkrupp nicht in Frage kommt. „Eine Landesbeteiligung sehe ich derzeit nicht“, sagte Laschet bei einer Online-Veranstaltung des „Handelsblatts". Wenn sich das Land an dem Unternehmen beteilige, werde das Geschäftsmodell dadurch nicht besser. Es sollte eine Lösung gesucht werden, bei der „entweder das Unternehmen aus eigener Kraft oder mit einem Partner, was natürlich noch besser wäre, die eigene Zukunft vorbereitet“, sagte Laschet weiter. Der Staat werde dabei helfen, dass das Unternehmen auch mit dem Stahl in seiner Substanz erhalten bleibt“. Laschet ist Mitglied des Kuratoriums der Krupp-Stiftung, dem größten Einzelaktionär von Thyssenkrupp. Die IG Metall hatte sich zuvor wiederholt für einen Einsteig des Staates bei Thyssenkrupp ausgesprochen.
    • Die Europäische Arzneimittel-Agentur EMA empfiehlt heute voraussichtlich die bedingte Zulassung des Corona-Impfstoffs des US-Pharmakonzerns Johnson & Johnson. Damit könnte die EMA den Weg für den vierten Corona-Impfstoff in der EU ebnen. Die EU-Kommission muss dann noch zustimmen, doch das nur eine Formalie und könnte kurzfristig über die Bühne gehen. Die Kommission hat bereits J&J-Impfdosen für 200 Mio. Menschen bestellt. Der Hersteller hat zugesichert, ab April zu liefern.
    • Der Spezialchemiekonzern Lanxess ist robust in das Jahr 2021 gestartet und geht deshalb davon aus, dass sich viele seiner Kundenindustrien in diesem Jahr erholen werden. Der Vorstand erwartet für das Gesamtjahr einen Anstieg des EBITDA vor Sondereinflüssen auf 900 Mio. bis 1 Mrd. Euro. Im vergangenen Jahr verdiente Lanxess operativ 862 Mio. Euro (bereinigt) nach 1,019 Mrd. im Jahr zuvor. Damit erreichte der Konzern sein selbst gestecktes Ziel von 820 bis 880 Mio. Euro. Der Umsatz sank um 10,3 Prozent auf 6,104 Mrd. Euro. Die Aktionäre sollen eine Dividende von 1,00 Euro je Aktie erhalten (Vj.: 0,95 EUR).
    • Nach dem Gewinneinbruch im vergangenen Jahr erhöht der weltweit drittgrößte Rückversicherer Hannover Rück zwar die Basisdividende von 4 auf 4,50 Euro je Aktie. Eine Sonderdividende soll es aber nicht geben, weil der Konzern das Kapital angesichts steigender Preise für Rückversicherungsschutz in den Ausbau seines Geschäfts stecken möchte. Für 2019 hatte die Hannover Rück ihren Aktionären noch eine Gesamtdividende von 5,50 Euro bezahlt. Für 2020 hatten Analysten im Schnitt mit knapp 4,60 Euro gerechnet.
    • Der Dünger- und Salzkonzern K+S litt 2020 unter niedrigen Preisen für Kalidünger. Zudem musste das Unternehmen zwei Mrd. Euro wegen schlechterer Düngerpreis-Perspektiven abschreiben. Der Umsatz fiel im vergangenen Jahr um 9 Prozent auf 3,7 Mrd. Euro, das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) brach um ein Drittel auf 445 Mio. Euro ein. Der bereinigte Konzernverlust in 2020 lag bei 1,8 Mrd. Euro. Eine Dividende wird es daher nicht geben, nachdem für das Geschäftsjahr 2019 noch 4 Cent je Aktie ausgezahlt worden waren.
    • Der Modekonzern Hugo Boss hakt das Krisenjahr 2020 ab und will 2021 wieder wachsen. So geht das Unternehmen von einem deutlichen Umsatzanstieg im laufenden Jahr aus, wie Hugo Boss am Donnerstag mitteilte. Das operative Ergebnis (Ebit) sowie das Konzernergebnis sollen deutlich zulegen. Allerdings dürfte die Corona-Pandemie das erste Quartal noch deutlich beeinträchtigen. Im weiteren Jahresverlauf sollte sich das Geschäft jedoch spürbar aufhellen.
    • Der wegen Wirecard in die Kritik geratene Deutsche-Bank-Aufsichtsrat Alexander Schütz legt sein Mandat nieder. „Ich habe mich dazu entschieden, den Aufsichtsrat der Deutschen Bank zur nächsten Hauptversammlung zu verlassen", sagte Schütz am Mittwochabend. „Es hat mir viel Spaß gemacht, die Zeit des Turnarounds der Deutschen Bank aktiv zu begleiten und das Managementteam neu mit auszurichten."
    • Die Volkswagen-Nutzfahrzeugholding TRATON rechnet mit einer starken Erholung in diesem Jahr. „Wir blicken optimistisch auf das Jahr 2021 und erwarten einen starken Absatzanstieg und einen erheblich steigenden Umsatz", sagte CEO Matthias Gründler laut Mitteilung. Die Holding rechnet mit einer operativen Umsatzrendite von zwischen fünf und sechs Prozent. Für das abgelaufene Jahr will TRATON trotz eines Nettoverlusts eine Dividende von 0,25 Euro je Aktie zahlen. 90 Prozent der Anteile gehören zu Volkswagen.
    • Der Betrieb am Flughafen Zürich hat im Februar weiter unter der Pandemie gelitten. Konkret flogen im Berichtsmonat nur 192.558 Passagiere über den Flughafen, wie die Flughafenbetreiberin am Mittwochabend mitteilte. Das waren 90,4 Prozent weniger als vor Jahresfrist.

    Politik & Konjunktur

    • Die Europäische Zentralbank (EZB) rechnet mit einer höheren Inflation im Euroraum. Wie EZB-Präsidentin Christine Lagarde am Donnerstag nach der Zinssitzung sagte, dürfte die Inflationsrate in diesem Jahr 1,5 Prozent betragen. Bisher war die Notenbank von 1,0 Prozent ausgegangen. Für 2022 wurde die erwartete Rate von 1,1 auf 1,2 Prozent erhöht. Für 2023 wurde die Projektion unverändert auf 1,4 Prozent belassen.
    • Die Zahl der Erstanträge auf Leistungen aus der US-Arbeitslosenversicherung fiel in der Woche zum 6. März im Vergleich zur Vorwoche um 42.000 auf 712.000, wie das US-Arbeitsministerium mitteilte. Volkswirte hatten einen Rückgang auf 730.000 erwartet.
    • Merrick Garland ist der neue Justizminister der USA. Der US-Senat bestätigte am Mittwoch die Nominierung - 70 der 100 Senatorinnen und Senatoren stimmten für Garland.
    • US-Außenminister Antony Blinken hat den Widerstand seiner Regierung gegen das Gaspipeline-Porjekt Nord Stream 2 bekräftigt. „Wir sind dagegen, und werden das auch weiterhin sein", sagte er bei einer Anhörung im Auswärtigen Ausschuss des US-Repräsentantenhauses. Sein Ministerium prüfe, ob gegen Unternehmen wegen ihrer Mitarbeit beim Bau der Ostsee-Pipeline Sanktionen verhängt werden müssten.
    • Die Europäische Zentralbank (EZB) hält den Leitzins im Euroraum auf dem Rekordtief von null Prozent. Das entschied der EZB-Rat am Donnerstag. Geschäftsbanken müssen weiterhin 0,5 Prozent Zinsen zahlen, wenn sie Geld bei der Notenbank parken. Freibeträge für bestimmte Summen sollen die Institute bei den Kosten dafür entlasten. Die EZB kündigte weiter an, die Nettoankäufe im Rahmen des Pandemie-Notfallankaufprogramms PEPP, das einen Gesamtumfang von 1.850 Mrd. Euro hat, mindestens bis Ende März 2022 und in jedem Fall so lange weiterhin durchführen, bis die Phase der Coronavirus-Krise ihrer Einschätzung nach überstanden ist. Auf Grundlage einer gemeinsamen Beurteilung der Finanzierungsbedingungen und der Inflationsaussichten geht der EZB-Rat nun davon aus, dass die Ankäufe im Rahmen des PEPP während des nächsten Quartals deutlich umfangreicher ausfallen werden als während der ersten Monate dieses Jahres. EZB-Präsidentin Christine Lagarde hatte jüngst betont, Europas Währungshüter würden die Finanzierungsbedingungen in der Pandemie günstig halten. Die Notenbank beobachte die Entwicklung der langfristigen Anleiherenditen daher genau. An den Märkten für europäische Staatsanleihen sind die Renditen am Donnerstag nach den Beschlüssen der Europäischen Zentralbank (EZB) gefallen. Vor allem bei italienischen Staatsanleihen zeigte sich ein starker Rückgang.
    • Die deutsche Wirtschaft wird nach der neuesten Prognose des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung in Halle (IWH) im Jahr 2021 kräftig um 3,7 Prozent zulegen. Die Bundesregierung hatte zuletzt mit einem Plus von 3,0 Prozent gerechnet. Im vergangenen Jahr war das BIP um 4,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr geschrumpft. Für das erste Quartal 2021 erwartet das IWH noch einen Rückgang der Wirtschaftsleistung. Mit Fortschreiten der Impfkampagne sei damit zu rechnen, dass die Lockdown-Maßnahmen Schritt für Schritt aufgehoben würden, hieß es.
    • Vor der EZB-Sitzung an diesem Donnerstag hat eine Gruppe von Unternehmern und Professoren hat unter Führung des Berliner Finanzwissenschaftlers Markus Kerber vor dem Bundesverfassungsgericht Klage gegen das Pandemie-Nothilfeprogramm PEPP eingereicht. Der Vorwurf: Staatsfinanzierung. „PEPP ist ein krasser Fall der monetären Staatsfinanzierung. Und die ist nach Artikel 123 des EU-Vertrags ganz klar verboten“, sagt Kerber laut der „Welt“. Die EZB breche damit endgültig aus ihrem Kompetenzrahmen aus. Das 2015 gestartete Anleihekaufprogramm PSPP sei noch mit der Begründung aufgelegt worden, eine Deflation abzuwehren und die Inflation in der Euro-zone wieder in Richtung des eigenen Ziels von zwei Prozent zu bewegen. „Beim PEPP ist der geldpolitische Bezug nicht mehr sichtbar“, kritisiert Kerber. Auch dürfe die EZB von einzelnen Anleihen nicht mehr als ein Drittel halten, um nicht ein Stimmrecht bei Umstrukturierungen zu haben. All diese Regeln würden bei PEPP nicht gelten.
    • Viele Einzelhändler dürften laut dem Branchenverband HDE auf eine staatliche Umsatzerstattung für die Schließung ab Mitte Dezember klagen. Der Handelsverband Deutschland (HDE) geht auf Grundlage eines Gutachtens von guten Erfolgsaussichten aus. „Da die Lage bei vielen Händlern nach wie vor sehr schwierig ist, rechnen wir mit einer großen Zahl an Klagen", sagte HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth am Donnerstag in Berlin. Das Gutachten stellt laut HDE ein nicht nachvollziehbare Ungleichbehandlung von Handel und Gastronomie fest. Denn Gastronomen könnten sich über die Dezemberhilfe bis zu 75 Prozent ihres entgangenen Umsatzes ausgleichen lassen. Der Handel dagegen werde auf die Überbrückungshilfe III verwiesen, mit der Fixkosten teilweise kompensiert werden. Dies sei deutlich weniger Geld als die Dezemberhilfe.
    • Die seit Ende Januar geltende EU-Exportkontrolle für Corona-Impfstoffe wird bis Ende Juni verlängert. Dies teilte die EU-Kommission am Donnerstag mit. Demnach müssen Pharmakonzerne, die mit der EU Lieferverträge geschlossen haben, Genehmigungen beantragen, wenn sie bestimmte Drittstaaten beliefern wollen. Seit Anfang Februar wurden nach Angaben einer Kommissionssprecherin 249 solche Anträge genehmigt und der Export von 34 Mio. Dosen Corona-Impfstoff an 31 Länder erlaubt. Ein Antrag sei abgelehnt worden.
    • Die USA haben Sanktionen gegen die Führung der Militärjunta in Myanmar verhängt. Davon sind nun auch die Söhne des Militärchefs Min Aung Hlaing betroffen. Ihre Vermögen in den USA werden eingefroren und US-Bürger und Unternehmen dürfen keine Geschäfte mehr mit ihnen machen.
    • In Deutschland hat nach Überzeugung des Robert-Koch-Instituts (RKI) die dritte Corona-Welle begonnen. Die strikte Anwendung von Schutzmaßnahmen wie Maske tragen und Abstand halten sei nun trotz Impfungen weiter dringend nötig, sagte RKI-Präsident Lothar Wieler der UN-Journalistenvereinigung. Die Zahl der Ansteckungen pro 10. 000 Einwohner binnen einer Woche liege aktuell bei der jüngeren, mobilen, berufstätigen Bevölkerung auf einem deutlich höheren Niveau als damals, erklärte Wieler am Donnerstag in einem Online-Vortrag vor Studenten der Hochschule für Politik München. Offensichtlich erschwere dies die Bekämpfung der dritten Welle; diese Gruppen hätten die meisten Kontakte.
    • Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert-Koch-Institut (RKI) per Donnerstagmorgen binnen eines Tages 14.356 Corona-Neuinfektionen gemeldet und damit 2.444 mehr als vor genau einer Woche.
    • In Estland hat die Zahl der Corona-Neuinfektionen am ersten Tag des vierwöchigen Lockdowns einen Höchststand erreicht. Die Gesundheitsbehörde vermeldete am Donnerstag 1.957 positive Tests binnen eines Tages. Der bisherige Rekordwert lag bei 1.571. Insgesamt wurden seit Beginn der Pandemie fast 81.000 Corona-Fälle erfasst, 686 Infizierte starben.
    • Die Arbeitskosten je geleistete Arbeitsstunde sind in Deutschland im vierten Quartal 2020 saison- und kalenderbereinigt um 2,1 Prozent gegenüber dem Vorquartal gestiegen, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Damit war das vierte Quartal 2020 wie bereits das erste und zweite stärker von den Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie beeinflusst als das dritte Jahresviertel zwischen Juli und September. Im Zuge dieser Maßnahmen sank insbesondere die Zahl der geleisteten Arbeitsstunden, wodurch rechnerisch die Kosten je geleistete Arbeitsstunde gegenüber dem Vorquartal stark anstiegen.
    • Das von US-Präsident Biden vorgelegte Konjunkturpaket zur Bewältigung der Corona-Krise ist beschlossen. Nach dem US-Senat stimmte das Repräsentantenhaus den Hilfen im Umfang von 1,9 Bio. Dollar zu. 220 Abgeordnete stimmten dafür, 211 dagegen. Biden will das Gesetz am Freitag unterzeichnen und damit in Kraft setzen. Das Paket soll die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie für Bürger und Unternehmen dämpfen. Die Republikaner kritisierten die Hilfen als zu unfokussiert.
    • Im Kampf gegen den Klimawandel wollen Frankreich und die USA auch die Atomkraft nutzen. Diese sei für beide Länder ein Trumpf, sagte Frankreichs Wirtschafts- und Finanzminister Bruno Le Maire nach einem Treffen mit dem US-Klimabeauftragten John Kerry in Paris. Frankreich treibe auch den Ausbau von Erneuerbaren Energien voran und investiere Milliardenbeträge in die Wasserstofftechnik, sagte Le Maire. Kerry selbst äußerte sich nicht explizit zur Atomkraft.
    • Der Naturschutz hat wegen der Corona-Pandemie global gesehen schweren Schaden genommen. So mussten in mehr als der Hälfte aller Schutzgebiete in Afrika Patrouillen und Einsätze gegen Wilderer reduziert oder eingestellt werden, berichtete die Weltnaturschutzunion (IUCN) am Donnerstag. Auch ein Viertel aller Schutzgebiete in Asien meldete Einschränkungen bei Naturschutzaktivitäten. In Nord- und Lateinamerika sowie in Europa und der Region Ozeanien konnten hingegen die wichtigsten Schutzmaßnahmen aufrecht erhalten werden.

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