Viele Trader warten sehnsüchtig auf eine Erholung beim Goldpreis. Doch mit einer nachhaltigen Erholung ist auf Sicht der kommenden Monate nicht zu rechnen. Dies zeigt jedenfalls eine NASA-Methode zur Zeitreihenprognose, die auch auf Kursentwicklungen angewendet werden kann. Die sogenannte Empirical Mode Decomposition (EMD) ist eine von NASA-Wissenschaftlern entwickelte Methode, mit der sich Zeitreihen aus beliebigen Gebieten auswerten und prognostizieren lassen.

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    Auf die Finanzmärkte angewendet lassen sich mit der EMD quantitative Prognosen auf Basis bisheriger zyklischer Schwankungen (z.B. Saisonalität und Konjunkturzyklen) sowie vorhandener Trends erstellen. Die Qualität der Prognosen ist stark schwankend: Je mehr die Tendenz von zylischen Schwankungen und länger anhaltenden Trends dominiert wird, desto besser sind tendenziell die Prognosen. Der große Vorteil der EMD: Sie liefert auf mathematisch-quantitativer Basis eine konkrete Prognose für den Kursverlauf und keine unspezifischen Aussagen, die einen großen Interpretationsspielraum offen lassen.

    Bereits am 2. Mai wurde an dieser Stelle über die voraussichtliche Abwärtstendenz beim Goldpreis berichtet (siehe: NASA-Methode zeigt: GOLD dürfte weiter fallen). Damals hieß es: "Die Prognose lässt aktuell einen Fall beim Goldpreis bis auf 1.100 USD bis zum Jahresende 2018 erwarten."

    Der folgende Chart stellt die damalige Prognose der tatsächlichen, bisherigen Entwicklung gegenüber. Wie der Chart zeigt, wurde die Abwärtstendenz in ihren Grundzügen korrekt prognostiziert. Die Richtung stimmte, auch wenn einzelne Bewegungen in den kleineren Zeitebenen teilweise anders abliefen als vorhergesagt.

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    Inzwischen muss die damalige Prognose in Einzelheiten revidiert werden. Die aktuelle EMD-Prognose für den Goldpreis ist in der folgenden Grafik abgebildet.

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    Auf Basis der Kursdaten bis zum heutigen Tag zeigt die EMD-Prognose zunächst eine Stabilisierungsphase bis Mitte Oktober, die den Goldpreis wieder (mehrmals) bis 1.300 Dollar steigen lassen könnte. Ab dem Herbst dürften dann die Kurse allerdings tendenziell bis Jahresende wieder sinken, wobei die EMD-Prognose ein Tief bei 1.131 Dollar vorsieht. Erst von diesem Niveau könnte dann eine neue Rallyphase anstehen, die den Goldpreis dann Mitte 2019 auch auf neue Mehrjahreshochs steigen lassen könnte.

    Hinweis: Die in diesem Artikel gezeigte Prognose basiert auf einer Methode zur Kursprognose, die von Dr. Oliver Reiß für die Vereinigung Technischer Analysten Deutschlands e.V. (VTAD) entwickelt wurde (siehe hier).


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