Kronberg im Taunus (BoerseGo.de) - 2015 werde der Rückgang der Rohstoffpreise - von Agrarprodukten über Metallerze bis hin zu Öl - für viele Schwellenländer von zentraler Bedeutung sein. Doch die sinkenden Rohstoffpreise sorgen sowohl für Licht als auch für Schatten: Während Rohstoffunternehmen und Nettoexporteure von Rohstoffen - hierzu zählen eine Reihe lateinamerikanischer Staaten, Russland und Südafrika - unter dem Preisrückgang leiden, stehen die Nettoimporteure von Rohstoffen auf der Gewinnerseite, wie Nick Price, Fondsmanager des Fidelity Emerging Markets Fund und des Fidelity EMEA Fund, im Fidelity Jahresausblick 2015 schreibt.

Das gelte besonders für die Konsumgesellschaften im frühen Stadium wie Indien, Thailand und die Philippinen. Dort dürften sinkende Lebensmittel- und Energiepreise bei der Eindämmung der Inflation hilfreich sein. Ein Preisrückgang könnte außerdem dazu führen, dass den Verbrauchern etwas mehr Geld für den Kauf höherwertiger Güter bleibe, heißt es weiter.

„Selbst für die Rohstoffproduzenten bedeuten niedrige Rohstoffpreise keinen Weltuntergang. Der Preisrückgang kann dazu beitragen, unproduktive Kapazitäten abzubauen. Das könnte einen weiteren Abwärtstrend der Aktienkurse der entsprechenden Unternehmen begrenzen", so Price.