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Kronberg im Taunus (GodmodeTrader.de) - „Derzeit gibt es viele Faktoren, die Europa zugutekommen: Niedrige Ölpreise kurbeln den Konsum an, während der schwache Euro die Produkte europäischer Unternehmen global wettbewerbsfähiger macht. Günstige Finanzierungskosten, leichter verfügbare Kredite und die Liquiditätsschwemme sind weitere sich positiv auswirkende Faktoren, wie Matthew Siddle, Fondsmanager des Fidelity European Growth Fund, in einem aktuellen Marktkommentar schreibt.

„Dem stehen die Wachstumssorgen mit Blick auf die Schwellenländer und besonders China gegenüber. Da dort jedoch steigende Staatsausgaben und niedrigere Zinsen die Wirtschaft und die Nachfrage stützen sollten, habe ich in meinen Fonds die Untergewichtung von Firmen mit hohem Umsatzanteil in Schwellenländern zurückgefahren und für den Jahresbeginn 2016 eine neutrale Positionierung eingenommen“, so Siddle.

Auf Branchenebene hat Siddle unter anderem den Energiesektor übergewichtet. Die Gründe dafür lägen in den äußerst geringen Reservekapazitäten, während die Zahl der aktiven Ölförderanlagen abnehme und der Anstieg der Fördermenge in den USA langsamer werde. Wegen der niedrigen Preise erhole sich zudem die Nachfrage wieder schrittweise, heißt es weiter.

„Ich gehe daher davon aus, dass der Ölmarkt im kommenden Jahr ein neues Gleichgewicht finden wird. Da Aktien aus der Branche außerdem günstig bewertet sind, ist das Risiko-Rendite-Profil bei vielen Energieaktien attraktiv. Trotz Übergewichtung der Energiebranche habe ich Rohstoffe als Ganzes neutral gewichtet. Denn auf Eisenerz oder andere Metalle trifft das Argument der Wiederherstellung des Marktgleichgewichts nicht zu“, so Siddle weiter.