Im schottischen Glasgow unternehmen Politiker und Aktivisten gerade einen neuen Anlauf, sich weltweit auf ambitioniertere Ziele zur Bekämpfung des Klimawandels zu einigen. Doch politische Festlegungen alleine werden die Welt kaum retten. Entscheidend ist vielmehr, dass Technologien entwickelt werden und sich durchsetzen, die es der Menschheit auch künftig erlauben, wirtschaftlich tätig zu sein, aber ohne der Umwelt zu schaden.

Wer als Anleger in Unternehmen investieren will, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, die globalen Klima- und Umweltprobleme zu bekämpfen, hat inzwischen die Qual der Wahl, denn zahlreiche Produkte werben um die Gunst der Anleger. Produkte, die Kürzel wie "ESG" (Environmental, Social, Governance) oder "SRI" (Socially responsible investing) tragen und einen marktbreiten Index wie den S&P 500 oder den DAX nachbilden, haben den Nachteil, dass sie eben nicht gezielt in zukunftsweisende Unternehmen investieren, sondern sich teilweise nur geringfügig von den nicht nachhaltigen Varianten der jeweiligen Indizes unterscheiden.

Es gibt aber inzwischen auch einige ETFs, mit denen man gezielt in Unternehmen investieren kann, die tatsächlich einen Beitrag im Kampf gegen den Klimawandel leisten. Der BNP Paribas Easy Low Carbon 100 Europe UCITS ETF (ISIN: LU1377382368) etwa investiert in die 100 klima- und umweltverträglichsten Unternehmen unter den 1.000 größten Firmen in Europa. Daneben gibt es außerdem Branchen-ETFs wie den iShares Global Clean Energy UCITS ETF (ISIN: IE00B1XNHC34), mit denen man gezielt in Branchen wie die Erneuerbaren Energien investieren kann.

Mit dem Rize Environmental Impact 100 UCITS ETF (ISIN: IE00BLRPRR04) gibt es seit Sommer 2021 einen weiteren vielversprechenden ETF, der gezielt in Unternehmen investiert, die an Lösungen für den Klimawandel und die globalen Umweltprobleme arbeiten. Konkret will der ETF in die 100 "innovativsten und wirkungsvollsten" Unternehmen weltweit investieren, die "Lösungen in den Bereichen sauberes Wasser, Elektrofahrzeuge, erneuerbare Energien und Wasserstoff, Energieeffizienz, Abfall und Kreislaufwirtschaft sowie naturbasierte Lösungen entwickeln".

Die fünf größten Positionen im ETF sind aktuell der südkoreanische Batteriematerialienhersteller Ecopro, der Elektroautobauer Tesla, das an CO2-Abscheidung und -Speicherung arbeitende norwegische Unternehmen Aker Carbon Capture, der US-Solaranlagenhersteller First Solar und der italienische Erneuerbare-Energien-Produzent Falck Renewables. Aktuell sind drei Unternehmen aus Deutschland im ETF enthalten, neben dem Windkraftanlagenbauer Nordex und dem Solar-Wechselrichterhersteller SMA Solar Technology auch der Polymerwerkstoffhersteller Covestro, der sich Nachhaltigkeit auf die Fahnen geschrieben hat und dessen Produkte zum Beispiel bei der Gebäudedämmung eingesetzt werden.

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Die Replikationsmethode des Index ist physisch (voll replizierend) und Erträge werden thesauriert. Die sogenannte Gesamtkostenquote (TER) beträgt 0,55 Prozent pro Jahr.

Fazit: Der ETF ermöglicht es, mit einem einzigen Produkt in 100 innovative Unternehmen zu investieren, die an Lösungen im Kampf gegen den Klimawandel und die Umweltzerstörung arbeiten. Wegen der weiter stark steigenden Investitionen in diesem Bereich und wegen des politischen Umfelds dürften sich Investitionen in klimafreundliche Unternehmen in den kommenden Jahren und Jahrzehnten durchaus auch monetär lohnen.


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Offenlegung wegen möglicher Interessenkonflikte: Der Autor ist in den folgenden besprochenen Wertpapieren bzw. Basiswerten zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Kommentars investiert: iShares Global Clean Energy UC

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