Erdöl der Sorte Brent legt am Montag um über einen Dollar zu und notiert aktuell 1,6 Prozent im Plus bei 74,11, WTI gewinnt 80 Cent und steht bei knapp 69 Dollar.

    US-Präsident Trump hatte in der Nacht von Sonntag auf Montag per Twitter eine scharfe Breitseite in Großbuchstaben an den iranischen Präsidenten Rouhani abgefeuert und diesen vor weiteren Drohungen gegen die USA gewarnt.

    https://twitter.com/realDonaldTrump/status/1021234525626609666

    Zuvor hatte Rouhani seinerseits die USA davor gewarnt mit dem “Schwanz des Löwen zu spielen”, der Iran sei die “Mutter des Friedens”, aber ein Krieg mit Teheran wäre die “Mutter aller Kriege”.

    Bereits am Anfang des Monats hatte der Iran damit gedroht die Straße von Hormus zu schließen, eine Maßnahme die unweigerlich zu einem Konflikt mit den USA führen würde.

    Abgesehen vom heutigen Aufwärts-Impuls hat Erdöl in den letzten Tagen stark an Wert verloren, bevor Saudi-Arabien Ende der letzten Woche verbal intervenierte und damit Verwunderung auslöste.

    Marktbeobachter haben derzeit Schwierigkeiten die erratischen Bewegungen bei Erdöl zu greifen und können sich insbesondere den jüngsten Abverkauf nur schwer erklären.

    Zwar gab es Gerüchte darüber, dass Saudi-Arabien seine Preise für asiatische Kunden gesenkt hat, eine Maßnahme welche nicht mit OPEC-Richtlinien zu vereinbaren wäre, und auch die Wiedereröffnung von libyschen Häfen dürfte für etwas Entspannung gesorgt haben, aber für sich genommen sind diese Erklärungsversuche nicht wirklich ausreichend.

    Bleibt als Catch-All-Begründung wohl nur der drohende Handelskonflikt mit China, der ebenfalls in den letzten Tagen wieder gefährlich eskaliert ist. Möglicherweise versucht Erdöl etwas verspätet den Abwärtstrend von Rohstoffen wie zum Beispiel Kupfer nachzubilden (siehe Chart).

    Erdöl-Trump-mit-Großbuchstaben-gegen-Rouhani-Simon-Hauser-GodmodeTrader.de-1