• DAX - Kürzel: DAX - ISIN: DE0008469008
    Kursstand: 14,207.00 Pkt (L&S) - Aktueller Kursstand
  • Einzelhandel lehnt 2G-Regeln ab
  • ADP-Arbeitsmarktzahlen besser als erwartet
  • Euro-Industrie: Stabiles Wachstum trotz Lieferproblemen
  • Daimler Trucks ist nun unabhängig
  • Erdogan schickt Lira erneut auf Talfahrt
  • Deutscher Einzelhandel ausgebremst
  • Fed-Chef sorgt sich wegen hoher Inflation
  • Amerika warnt Russland

Markt

  • Nach den deutlichen Kursverlusten seit dem vergangenen Freitag hat sich der deutsche Aktienmarkt zur Wochenmitte kräftig erholt. Der DAX legte per Xetra-Schlusskurs um 2,47 Prozent auf 15.472,67 Punkte zu. Getreu dem Motto "buy the dip" begriffen die Anleger die jüngsten Kursrücksetzer erneut als Einstiegsgelegenheit im Bullenmarkt. Auf der einen Seite geht die Sorge vor einem Rückschlag für die Weltwirtschaft durch die Corona-Variante Omikron an den Börsen um, auf der anderen Seite nutzen einige die Rücksetzer, um neu einzusteigen. Auch das weitere Vorgehen der Notenbanker sorgt für Diskussionen. Nach Aussagen von Fed-Chef Jerome Powell könnten die Wertpapierkäufe der US-Notenbank schneller zurückgeführt werden als zunächst geplant. Von diesem Schock hätten sich die Marktteilnehmer nun erholt, die warnenden Worte Powells seien wohl eingepreist, sagte Marktexperte Andreas Lipkow von Comdirect.

Chartanalysen & Artikel des Tages

Unternehmen & Branchen

  • Der deutsche Einzelhandel wehrt sich gegen Pläne zur flächendeckenden Einführung von 2G-Regeln. Regeln, wonach nur geimpfte und genesene Personen Zugang zu Geschäften haben, seien verfassungswidrig, teilte der Handelsverband Deutschland (HDE) unter Berufung auf ein Rechtsgutachten der Rechtsanwaltkanzlei Noerr mit. "2G-Regelungen für den Einzelhandel sind nicht verhältnismäßig und greifen in die verfassungsgemäß geschützten Rechte der betroffenen Einzelhändler ein", erklärte HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. Sollten die Regeln nicht zurückgenommen werden, drohe dem Einzelhandel ein Umsatzeinbruch um bis zu 50 Prozent und vielen Händlern die Insolvenz.
  • Vorstand und Aufsichtsrat des Online-Tierbedarfhändlers zooplus haben den Aktionären die Annahme des Delisting-Angebots von Hellman & Friedman mit Unterstützung von EQT in Höhe von 480 Euro pro Aktie empfohlen. Das Angebot in Höhe von 480 Euro je Aktie in bar entspreche einer signifikanten Prämie von 85 Prozent gegenüber dem unbeeinflussten volumengewichteten Durchschnittskurs der der zooplus-Aktie in den drei Monaten bis zum 12. August 2021 (dem letzten Handelstag vor der Bekanntgabe der Entscheidung zur Abgabe des freiwilligen öffentlichen Übernahmeangebots von H&F) und sei somit höchst attraktiv.
  • Der Geschmacks- und Duftstoffhersteller Symrise hat den Vorstandsvertrag des Vorstandsvorsitzenden Dr. Heinz-Jürgen Bertram vorzeitig um weitere drei Jahre bis 2025 verlängert. "Dr. Heinz-Jürgen Bertram steht seit mehr als zehn Jahren souverän und erfolgreich an der Spitze der Symrise AG. Mit seinem unternehmerischen Weitblick hat er das Produktportfolio weiter diversifiziert, wachstumsstarke Märkte und neue Kundengruppen erschlossen und zuletzt den Konzern erfolgreich durch die Pandemie gesteuert", teilte das Unternehmen mit.
  • Dr. Hönle hat nach vorläufigen Zahlen die Umsätze im Geschäftsjahr 2020/2021 gegenüber dem Vorjahr um 22,7 Prozent auf 115,2 Millionen Euro gesteigert, wegen Wertminderungen aber einen deutlichen Ergebnisrückgangverbucht. So ging das Betriebsergebnis von 8,1 Millionen Euro auf 0,3 Millionen Euro zurück. Unter dem Strich wurde ein Verlust von 4,8 Millionen Euro verbucht, nach einem Gewinn von 5,6 Millionen Euro im Vorjahr.
  • Der Düngemittelkonzern K+S hat vom Bundeskartellamt die Freigabe für die Gründung des Gemeinschaftsunternehmen Reks zusammen mit der Remondis-Tochter Remex erhalten. Reks soll in das Geschäft zur Abfallverwertung und -beseitigung sowie der Realisierung nachhaltiger Entsorgungslösungen einsteigen. Ein Abschluss der Transaktion wird nun bis Jahresende erwartet. K+S erwartet aus der Transaktion einen Einmalertrag von 200 Millionen Euro und einen Barmittelzufluss von insgesamt rund 90 Millionen Euro vor Steuern. Für das Gesamtjahr rechnet K+S nun mit einem operativen Gewinn (EBITDA) von rund 830 Millionen Euro sowie einem leicht positiven freien Barmittelzufluss. Bisher waren ein EBITDA von rund 630 Millionen Euro und ein in etwa ausgeglichener Free Cashflow in Aussicht gestellt worden. Im Vorjahr hatte das EBITDA 267 Millionen Euro betragen.
  • Die Beteiligungsgesellschaft Indus Holding verkauft den Automobil-Serienzulieferer Wiesauplast samt Tochtergesellschaften an die Scherdel-Gruppe. Finanzielle Details wurden nicht mitgeteilt. Indus Holding will sich künftig verstärkt auf Zukunftsbranchen wie die Automatisierungs-, Bau- und Medizintechnik konzentrieren.
  • Der Autokonzern Daimler hat das Geschäft mit Lastwagen und Bussen in die Selbstständigkeit entlassen. „Von heute an sind wir unabhängig", berichtete der Nutzfahrzeughersteller Daimler Truck auf Twitter. Frühere Ansagen, wonach der Börsengang für Freitag kommender Woche (10. Dezember) geplant ist, wurden bestätigt. Mit der Abspaltung fahren Mercedes-Autos und -Lkws erstmals getrennte Wege. Der Konzern erhofft sich von der Trennung eine höhere Profitabilität und letztlich eine bessere Börsenbewertung.
  • Ein Beratergremium der US-Arzneimittelbehörde FDA hat für ein Corona-Medikament des US-Pharmakonzerns Merck & Co die Notfallzulassung empfohlen. Meist folgt die Behörde der Einschätzung der Berater. Eine Notfallzulassung der FDA könnte nun innerhalb weniger Tage folgen.
  • Der Sportartikelkonzern Adidas hat ein zweites Aktienrückkaufprogramm in diesem Jahr abgeschlossen. Zwischen dem 18. Oktober und 25. November wurden 1.619.683 Aktien zu einem Gesamtbetrag von 450 Mio. Euro zurückgekauft, teilte der Sportartikelhersteller mit. Dies entspreche einem durchschnittlichen Kaufpreis je Aktie von 277,83 Euro.
  • Der häufig eher schwach ausgelastete Standort Osnabrück hat laut Volkswagen-Chef Herbert Diess gute Aussichten auf ein E-Cabrio. Das Werk, in dem zurzeit vor allem die offene Version des T-Roc gefertigt wird, sei als „Nischen-Cabrio-Standort sehr kompetent", sagte der Vorstandschef in einem internen Gespräch. Die nächste Möglichkeit müsse „natürlich ein elektrisches Cabrio“ sein.
  • Der Immobilienkonzern LEG hat dem Konkurrenten Adler Group 15.400 Wohnungen in Niedersachsen, Bremen und Schleswig-Holstein abgekauft und sich zudem eine Kaufoption für weitere 12.000 Wohnungen gesichert. LEG-Chef Lars von Lackum erklärte, der zusätzliche Erwerb einer 31-prozentigen Beteiligung an Brosh Capital Partners (BCP) schaffe weitere Wachstumsmöglichkeiten. Die LEG hatte zuvor mitgeteilt, dass die Tochter LEG Grundstücksverwaltung für 328 Mio. Euro Anteile an dem Immobilienunternehmen BCP erworben hat. In Folge der Neuakquisitionen erhöhte LEG seine Gewinnprognose für das kommende Jahr. Der operative Gewinn gemessen an der Kennziffer Funds from Operation (FFO) soll 2022 jetzt auf 475 bis 490 Mio. Euro steigen. Bislang hatte der Konzern einen operativen Gewinn zwischen 450 und 460 Mio. Euro erwartet.
  • Mercedes-Benz engagiert sich immer stärker im Bereich Batterietechnik. Dabei haben die Stuttgarter auch künftige Technologien im Blick. Gemeinsam mit dem US-Unternehmen Factorial Energy soll die Technik für Feststoffbatterien von der Zelle bis zur Systemintegration entwickelt werden, teilte Mercedes mit. Innerhalb von fünf Jahren solle der Einsatz der als effizienter als die aktuellen Lithium-Ionen-Akkus geltenden Feststoffbatterie in einer kleinen Serie in wenigen Fahrzeugen erfolgen. Mercedes beteiligt sich an Factorial Energy mit einem hohen zweistelligen Dollar-Millionenbetrag.
  • Das Cannabis-Unternehmen SynBiotic hat seine Umsatzziele für das laufende Jahr erhöht. Auch für die Zukunft bleibt das Unternehmen hoffnungsfroh. Treiber sind die Pläne der designierten Ampel-Regierung für eine kontrollierte Abgabe von Cannabis. „Wenn es kommt, wird es für uns eine Umsatz- und Gewinnexplosion mit sich bringen", sagte der Chef der einzigen börsennotierten deutschen Unternehmensgruppe im Bereich Cannabinoide, Lars Müller, in einem am Dienstag veröffentlichten Interview der Nachrichtenagentur Reuters. Dann werde die Gruppe auch in den Freizeitkonsum einsteigen und „eigene Vergabestellen" eröffnen. „Wir alle wissen, dass die Party erst in drei bis fünf Jahren losgeht. Wir sind noch ganz am Anfang", sagte Müller.
  • Der französische Gesundheitskonzern Sanofi steigt ins Geschäft mit Impfungen gegen Akne ein und übernimmt dazu die östterreichische Entwicklerfirma Origimm Biotechnology. Der Deal solle bereits bis Ende 2021 unter Dach und Fach sein. Ein Kaufpreis wurde nicht genannt.
  • Die Schweizer Großbank UBS hat mit Sarah Youngwood eine neue Finanzchefin gefunden. Sie wird die Position des Group Chief Financial Officer (CFO) im kommenden Mai von Kirt Gardner übernehmen, teilte die Bank am Mittwoch mit. Sie werde im März zur Konzernleitung der UBS treten. Youngwood sei seit 2016 CFO des Geschäftsbereichs Consumer & Community Banking von JPMorgan.
  • Der Schweizer Pharmakonzern Roche hat die Übernahme von TIB Molbiol abgeschlossen. TIB werde dabei weiterhin als Tochtergesellschaft innerhalb der Division Diagnostics tätig sein, heißt es in einer Mitteilung. Gemeinsam werden die Unternehmen den Angaben zufolge an der schnellen Entwicklung von Tests für neu auftretende Krankheitserreger und potenzielle Gesundheitsbedrohungen wie etwa Infektionskrankheiten arbeiten.

Konjunktur & Politik

  • Das Erdölkartell OPEC will das Treffen der erweiterten OPEC+ am Donnerstag abwarten, um sich erst dann in der Produktionsfrage festzulegen.
  • Die US-Rohöllagerbestände sind in der vergangenen Woche um 0,91 Millionen Barrel gesunken. Erwartet wurde ein Rückgang um 0,8 Millionen Barrel. Die inoffiziellen API-Lagerdaten vom Vorabend hatten einen Rückgang 0,75 Millionen Barrel gezeigt. Die US-Ölproduktion erhöhte sich um 0,1 Millionen Barrel auf 11,6 Millionen Barrel pro Tag.
  • Die Aussichten in der US-Industrie haben sich im November etwas aufgehellt. Der ISM-Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe stieg von 60,8 Punkten im Vormonat auf 61,1 Zähler. Damit legte der Index etwas stärker als erwartet zu. Volkswirte hatten im Schnitt mit 61,0 Punkten gerechnet. Der Gesamtindex notiert weiter in dem Bereich von mehr als 50 Punkten, der Wachstum signalisiert. Unter den Unterindizes nahmen unter anderem diejenigen für Neuaufträge, Beschäftigung und Produktion zu, während der Index für die Preise auf hohem Niveau leicht sank. Der weniger beachtete Einkaufsmanagerindex von IHS Markit für die US-Industrie ging unterdessen von 57,7 auf 57,2 Punkte zurück und zeigte damit ein weniger schnelles Expansionstempo.
  • In den USA sind nach Angaben des privaten Arbeitsmarktdienstleisters ADP im November mehr neue Stellen als erwartet geschaffen worden. Die Zahl der neuen Stellen belief sich laut ADP auf 534.000. Erwartet wurden 525.000, nach revidiert 570.000 im Vormonat. Die offiziellen US-Arbeitsmarktdaten für den Monat November (Nonfarm Payrolls) werden am Freitag veröffentlicht.
  • Nach der viermonatigen Abschwächung hat sich das Wachstum der Eurozone-Industrie im November stabilisiert. Haupthindernis blieben allerdings die gravierenden Lieferengpässe. Der finale IHS Markit Eurozone Einkaufsmanagerindex für den Industriesektor im Gemeinsamen Währungsraum legte binnen Monatsfrist zwar erstmals seit Juni wieder zu, mit aktuell 58,4 Punkten nach 58,3 Zählern im Vormonat notiert er jedoch auf dem tiefsten Wert seit Februar. Gleichzeitig wurde die Vorabschätzung um 0,2 Punkte unterschritten. Im Vorleistungs- und Investitionsgüterbereich setzte sich die Abkühlung laut Markt fort, während es im Konsumgüterbereich mit beschleunigter Rate aufwärts ging. „Der starke PMI-Wert täuscht darüber hinweg, wie schwierig die Geschäftsbedingungen für die Industrieunternehmen derzeit sind“, kommentierte IHS Markit Chefökonom Chris Williamson die Daten. „Obwohl die Nachfrage stark blieb - wie die abermals solide Verbesserung der Auftragseingänge zeigt - verschlechterten sich die Lieferzeiten erneut in besorgniserregendem Tempo“. Materialengpässe sorgten gleichzeitig dafür, dass das Produktionswachstum im vierten Quartal 2021 so schwach ausgefallen ist wie zuletzt vor eineinhalb Jahren, konstatiert Williamson. Der von IHS Markit erhobene Einkaufsmanagerindex für die deutsche Industrie sank im November auf 57,4 von 57,8 Punkten.
  • In den USA droht der Regierung nach Einschätzung des unabhängigen Haushaltsamtes des Kongresses (CBO) ohne Erhöhung der Schuldenobergrenze durch das Parlament noch vor Ende des Jahres ein Zahlungsausfall. Das Finanzministerium hatte zuletzt sogar gewarnt, der Regierung könne schon Mitte Dezember das Geld ausgehen. Die CBO-Prognose ist insofern etwas optimistischer.
  • Der Handelsverband Deutschland (HDE) hält eine potenzielle bundesweite Einführung der 2G-Regel für große Teile des Einzelhandels für rechtswidrig. In einem Brief an die amtierende Bundeskanzlerin Angela Merkel und den voraussichtlichen nächsten Bundeskanzler Olaf Scholz schrieb HDE-Präsident Josef Sanktjohanser, die 2G-Regel verletze die Berufsfreiheit der Einzelhändler und verstoße außerdem gegen den allgemeinen Gleichheitsgrundsatz. Wenn Händler lediglich geimpften und genesenen Verbrauchern den Zugang zu ihren Läden gestatten dürften, sei dies „unverhältnismäßig und daher rechtswidrig“.
  • Das Hamburgische Weltwirtschaftsinstitut (HWWI) hat seine Prognosen für die deutsche Wirtschaft erneuert. Für 2021 erhöhten die Ökonomen ihre Vorhersage leicht auf ein Wachstum von 2,75 (zuvor: 2,5) Prozent. Für 2022 bestätigten die Experten ihre BIP-Prognose von 3,5 Prozent. Und für 2023 erwarten sie ein Wachstum von 2,0 Prozent.
  • Nach ersten Nachweisen der Omikron-Corona-Variante in Deutschland gehen Experten von einer hohen Dunkelziffer aus. Der Zeitraum, in dem Reisende das Virus bereits international verbreiteten, betrage sicher Wochen, teilte Oliver Keppler, Vorstand am Max von Pettenkofer-Institut der Ludwig-Maximilians-Universität München der Nachrichtenagentur dpa mit. „Einige Hundert Fälle können es in Deutschland vielleicht sein."
  • Die Einzelhandelsunternehmen in Deutschland haben im Oktober nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes kalender- und saisonbereinigt real 0,3 Prozent weniger und nominal 0,2 Prozent mehr umgesetzt als im September. Die Differenz zwischen realer und nominaler Umsatzentwicklung kommt dabei insbesondere durch den Anstieg der Einzelhandelspreise zustande. Im Vergleich zum Vorkrisenmonat Februar 2020 war der Einzelhandelsumsatz real 3,5 Prozent höher. Gegenüber dem Vorjahresmonat Oktober 2020 sank der Umsatz real um 2,9 Prozent und nominal um 0,4 Prozent. Eine mögliche Ursache für diesen Umsatzrückgang könnten die mehrfach berichteten Lieferengpässe im Einzelhandel sein.
  • Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat mit weiteren Forderungen für Zinssenkungen die bereits geschwächte Landeswährung Lira auf Rekordtiefs gedrückt. Die hohe Inflation dürfte zurückgehen, wenn die Leitzinsen gesenkt würden, sagte Erdogan dem Sender TRT. Die Türkei solle den Schlüsselzins herabsetzen sowie Investitionen, Beschäftigung, Produktion und Wachstum ankurbeln. Die Leitzinsen dürften vor den Wahlen 2023 deutlich fallen und auch die Preisbeschleunigung nachlassen. Von diesem wirtschaftlichen Modell wolle er sich nicht distanzieren. An den Märkten wurden für einen Dollar 14 Lira gezahlt. Seit Beginn dieses Jahres hat die türkische Währung um 45 Prozent abgewertet.
  • US-Notenbankchef Jerome Powell deutete am Dienstag erstmals an, dass die hohe Inflation in den USA womöglich doch kein vorübergehendes Phänomen darstellen könnte. Powell erklärte, dass die Federal Reserve ihre Instrumente zur Abkühlung der Preise einsetzen werde. Womöglich könnten die Anleihekäufe nun schneller gedrosselt werden als viele Marktteilnehmer erwarten. Europas Währungshüter sind dagegen nach wie vor der Ansicht, dass viele Effekte, welche die Preise nach oben treiben, vorübergehender Natur sind, etwa steigende Energiekosten und Lieferengpässe.
  • Mitglieder des Berliner SPD-Kreises Lichtenberg fordern in einem Antrag für den Parteitag vom 10. bis 12. Dezember, dass die Sozialdemokraten in einer Ampel-Koalition der FDP nicht das Finanzministerium überlassen sollten. Zuerst hatte die „Bild“ am Dienstag über den Antrag berichtet. Ein liberaler Finanzminister könnte „die Zukunft unseres Landes gefährden und die Enttäuschung unserer Wähler 12 und Wählerinnen wäre vorprogrammiert“, heißt es in dem Antrag. Außerdem stelle ein „wirtschaftsliberaler deutscher Finanzminister ‚eine systematische Gefahr‘ für die europäische Idee und den 14 grünen Wiederaufbau Europas dar“.
  • Der vielzitierte Digitalisierungsschub durch die Corona-Pandemie findet nur an der Oberfläche statt, wie eine neue IW-Studie zeigt: Demnach haben zwar mehr Menschen Zugang zu Internet-Anschlüssen mit einer Kapazität von 1.000 Mbit je Sekunde, mehr Unternehmen haben ihre Prozesse digitalisiert, mehr Start-ups haben digitale Impulse gesetzt: Die Zahl der Gründungen mit digitalem Geschäftsmodell stieg von 2.111 im Jahr 2019 auf 2.658 im Jahr 2020. Bei digitalen Produkten bestehe dagegen noch viel Potenzial. Das IW hat für die Studie einen Index entwickelt, der den Digitalisierungsfortschritt in verschiedenen Bereichen untersucht, bspw. auf Unternehmensebene. Für die mäßige Entwicklung sei vor allem die Unsicherheit verantwortlich, die mit der Pandemie einhergeht, so die Studienautoren: Viele Unternehmen hätten vor allem dort digitalisiert, wo es überlebenswichtig war oder mit geringem Risiko einherging, beispielsweise im Bereich der Prozesse. Größere digitale Geschäftsmodelle und innovative Projekte seien dagegen gestoppt worden, oft auch aus Kostengründen.
  • US-Außenminister Antony Blinken will auf dem anstehenden NATO-Gipfel in Riga konkrete Sicherheitszusagen für Europa machen. Dies kündigte er für „jegliche neue Aggression Russlands“ an. Die NATO werde gemeinsam die „unmissverständliche Botschaft“ an die russische Regierung senden: Die Unterstützung der NATO für die Ukraine sei ungebrochen, ihre Unabhängigkeit, territoriale Unversehrtheit und Souveränität stehe nicht zur Disposition“, so Blinken.
  • Die israelische Metropole Tel Aviv ist laut einer Analyse des "Economist"-Magazins die teuerste von den erfassten Städten weltweit. Sie löst damit Paris ab, die nun gemeinsam mit Singapur den zweiten Platz belegt. Dahinter folgt den Daten der Economist Intelligence Unit (EIU) zufolge Zürich vor Hongkong und New York. Die teuerste deutsche Stadt ist Frankfurt, das im internationalen Vergleich auf Platz 19 steht. Den letzten Platz in der Studie mit dem Titel "Worldwide Cost of Living (WCOL)" nimmt die syrische Hauptstadt Damaskus ein.

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