Ich setze nun seit rund einem Jahr meine Strategie des mittel- bis langfristigen Vermögensaufbaus öffentlich auf meinem Guidants-Desktop um und konnte damit die Vorlage für starke Ergebnisse liefern. Meine Vorgehensweise beruht auf drei Investment-Kategorien: ETFs (Kategorie 1), konservative Aktien (Kategorie 2) und spekulative Aktien (Kategorie 3). Eine ausführliche Erklärung zu den drei Investmentkategorien können Sie in meinem Einführungsartikel "Langfristig erfolgreich Vermögen aufbauen!" nachlesen.

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Mein mittelfristiges Depot steht nach einem allgemein eher durchwachsenen Börsenjahr bei rund 97 % und mein langfristiges Depot weist einen Buchzuwachs von rund 10 % aus. Das mittelfristige Depot beinhaltet Werte meiner Kategorie 3 und das langfristige Depot Werte meiner Kategorie 1 und 2. Wie vor einem Jahr angekündigt habe ich diese Performance erreicht, ohne mich von kurzfristigen Entwicklungen seitens des Marktes beunruhigen zu lassen (und die gab es zuhauf, wie z. B. die scharfe Korrektur vor Weihnachten 2018) und ohne den Markt und meine Positionen ständig zu beobachten.

Man könnte bezüglich der Performance zurecht einwerfen, dass ein einjähriger Referenzzeitraum nicht genügt, um den Erfolg einer Strategie zu bestätigen. Außerdem ist es gut möglich, dass dieses vergangene turbulente Börsenjahr besonders gut für diesen Ansatz lief. Ich setze meine Strategie jedoch bereits seit Jahren privat um und konnte über diese Jahre dauerhaft eine ähnliche langfristige Performance erzielen, wie nun auch öffentlich auf Guidants. In den untenstehenden Grafiken sehen Sie die beiden Performance-Kurven.

Performance Depots Guidants

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Performance Privat Langfristig

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Es gab im vergangenen Jahr durchaus Perioden, in denen Aktien aus meinem Depot für einen kurzfristigen Anleger Verkaufssignale generierten. Auch deshalb wurde von Usern angeregt aktiver vorzugehen um so die Performance meiner Portfolios zu steigern - etwa einige Werte „rechtzeitig“ zu verkaufen, um „später“ zu einem niedrigeren Preis wieder einzusteigen. So auch in Bezug auf den Abverkauf vor Weihnachten 2018. Im Nachhinein weiß man, dass der einzig „richtige“ Tag für den Nachkauf der Heilige Abend gewesen wäre – der 24. Dezember 2018 brachte den Tiefpunkt der Korrektur und mündete in eine scharfe Wende am Markt. An diesem und an den folgenden Tagen jedoch feierte ich mit meiner Familie Weihnachten und schaute aus Überzeugung tagelang nicht auf die Kurse.

Für meine ausbleibende Reaktion auf diese Signale gibt es drei Prämissen, die mich ohne Rücksicht auf die jeweilige Marktlage leiten:

Einmal der mittel- bis langfristige Ansatz, wobei sich auch meine mittelfristigen, spekulativeren Investments (Kategorie 3), für eine Anlage über mindestens fünf Jahre eignen sollten.

Zweitens ist die theoretisch höhere Performance, die man mit einer „buy low, sell high“ Strategie erreichen hätte können, meist vor allem eines: Theorie – insbesondere, wenn man nicht seinen Feierabend, Feiertage oder Urlaub beim Analysieren vor dem Computer verbringen will. In der Praxis ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass mit häufigem Handeln und Market-Timing in Summe eine schlechtere Performance erzielt wird, als mit einem Buy-and-Hold Ansatz bei gut ausgewählten Aktien. Gerne passiert es, dass man genau im falschen Moment aussteigt und dann nach einer Wende den steigenden Kursen nachläuft. Basierend auf einer Analyse von J.P. Morgan Asset, sind einige wenige Handelstage entscheidend, um langfristig hohe Renditen zu erwirtschaften. Von 1995 bis 2014 haben 60 % der größten prozentualen Tagesanstiege des S&P 500 zwei Wochen nach einem der 10 größten Tageseinbrüche stattgefunden. Wenn man also 10 der besten Tagesanstiege verpasst hatte, hat sich der erwirtschaftete Gewinn über diesen Zeitraum bereits mehr als halbiert. Wer bei Kursstürzen verkauft hat und nicht rechtzeitig wieder investiert war (und wer kann solche Handelstage schon voraussagen), musste auf hohe Gewinne verzichten.

Zum dritten wäre ein aktiveres Vorgehen nur bedingt vereinbar mit der Prämisse, meine Investments nicht ständig beobachten zu wollen.


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Und das ist wohl ein Hauptaspekt meiner Strategie: Man kann jederzeit ruhig schlafen und auch der Computer und das Handy haben ihre gute Ruh. Es gab im vergangenen Jahr mehrmals Phasen in denen ich, nach vorheriger Ankündigung, Pausen eingelegt habe und Investitionen, ohne in mein Portfolio zu schauen, laufen ließ und mir keine Gedanken darum gemacht habe. So auch beispielsweise über die vergangenen zwei Monate. Dies ermöglicht einem Investor die Freiheit, zeitweise komplett abschalten zu können und seinem Körper und Geist Ruhe und Abstand zu gönnen - sei es um sich im Urlaub zu entspannen, um sich auf andere wichtige Ereignisse im Leben zu konzentrieren oder aus vielen anderen Gründen. Das Leben sollte nie von Börsenevents dominiert werden und gar deswegen in Stress ausarten.

Dieses Vorgehen habe ich auch in Phasen der Unruhe und Volatilität wie etwa im Herbst 2018 umgesetzt. Ich habe mich durch diese kurzfristigen durchaus ruppigen Entwicklungen des Marktes nicht aus der Ruhe bringen lassen und dies auch klar in den jeweiligen Phasen in Form von Stream-Posts mitgeteilt. Als Anfang Oktober der gesamte Technologie Markt stark gefallen ist, haben viele Werte aus meiner Kategorie 3, spekulative Aktien, zurückgesetzt. Die Portfolios notierten im Minus, nach einem vorherigen Anstieg auf über 30 % über den Sommer. Zwischen Mitte September bis Ende Dezember fluktuierte das mittelfristiges Depot etwa alle 3 Wochen um 20 %. So stand es zum Beispiel am 20.11. auf -2 %, am 06.12. bei 23 % und am 23.12. wieder auf 1 %. Ich habe damals auf Verkaufssignale hingewiesen, aber auch geschrieben, dass ich nicht verkaufen werde. Ein Kernelement meiner Strategie ist, dass ich jeden Wert vor dem ersten Kauf detailliert analysiere und in einem Einführungsartikel festhalte, wieso ich diesen Wert kaufe. Nur ein Event, welches meine ursprüngliche Analyse beeinflusst oder verändert, wäre für mich ein Anlass, die jeweilige Position neu zu bewerten oder zu verkaufen. Nicht jedoch allgemeine Marktentwicklungen wie eine generelle Baisse.

Im Grunde ist meine Strategie recht langweilig, wie es langfristig ausgelegte Strategien gerne an sich haben. Langeweile kann man aber auch als Gelassenheit interpretieren oder als Vertrauen auf eine gute Strategie. Es bedeutet nicht niedrigere Performance. Zudem gibt mir diese Langeweile oder Gelassenheit einen unschlagbaren Vorteil, nämlich Zeit und Seelenruhe. Zeit ist Geld, vor allem für berufstätige Frauen und Männer, und Seelenruhe ist mir persönlich wichtig.

Falls auch Sie mittel- bis langfristig erfolgreich Vermögen aufbauen wollen, dann folgen Sie mir kostenlos auf meinem Guidants-Desktop. Auf meinem Desktop setze ich meine Strategie des erfolgreichen Vermögensaufbaus um, inklusive Musterdepots und Watchlist.


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