• Nikkei225 - Kürzel: N225 - ISIN: XC0009692440
    Börse: Deutsche Bank Indikation / Kursstand: 19.120,00 Pkt

Tokio (Godmode-Trader.de) - Seit Monaten sorgt die Industrieproduktion in Japan für Lichtblicke. Der steigende Export trieb die Unternehmen zu Höchstleistungen. Nun aber kam es überraschend zu einem Dämpfer. Im Januar sei die Produktion der Industriebetriebe im Vergleich zum Vormonat um 0,8 Prozent gesunken, teilte das Wirtschaftsministerium am Dienstag mit. Experten hatten hingegen mit einem Anstieg gerechnet. Im Dezember war die Industrieproduktion um 0,7 Prozent gestiegen. Im Jahresvergleich stieg die Industrieproduktion zu Jahresbeginn um 3,2 Prozent. In dieser Abgrenzung war der Zuwachs so stark wie im Dezember. Experten hatten aber mit einem Anstieg der Produktion im Jahresvergleich um 4,3 Prozent gerechnet.

ANZEIGE

Unter anderem haben schwache Exportgeschäfte die Produktion belastet. Die Entwicklung der Exporte in Japan war im Januar mit einem Mini-Anstieg von 1,3 Prozent zum Vorjahr ziemlich schwach. „Die Wirtschaftsdaten der ersten zwei Monate eines neuen Jahres sind in Japan immer mit etwas Vorsicht zu genießen, da das Neujahr beim wichtigsten Partner China zu Verzerrungen in den Zahlen führt“, schränkt die NordLB ein. Nach Einschätzung des Ökonomen Taro Saito vom NLI Research Institute sind die Daten aber eine Erinnerung daran, zurückhaltend zu sein. Das gelte vor allem für all jene, die jüngst optimistisch für die Entwicklung der japanischen Wirtschaft gewesen seien. Die schwachen Exporte, auch von Autos, hätten die Industrieproduktion belastet. Im Vergleich zum Dezember war vor allem die Produktion von Autos, Motoren und Transportequipment stark rückläufig.

Der im Schlussquartal 2016 noch schwächelnde Binnenkonsum zeigte hingegen Fortschritte, wie die Zahlen zum Umsatz im Einzelhandel nahelegen. Dieser erhöhte sich im Januar im Monatsvergleich um 0,5 Prozent ,nach einem Einbruch von 1,6 Prozent im Monat zuvor. Experten hatten nur einen Anstieg um 0,3 Prozent erwartet. Im Jahresvergleich stiegen die Einzelhandelsumsätze im Januar erwartungsgemäß um 1,0 Prozent.