• EZB-Lagarde stellt weitere Hilfen in Aussicht
    • Bidens Vorsprung wächst in Georgia und schrumpft in Arizona
    • Machtkampf ums Weiße Haus
    • Trump akzeptiert US-Wahlergebnis weiterhin nicht
    • Erneuter Rekord bei Corona-Neuinfektionen in den USA
    • Biden will Beziehungen zu Europa wiederbeleben
    • E.ON sieht sich auf Kurs
    • Corona-Gewinner Bechtle und Home24 im Fokus
    • Lufthansa besorgt sich frisches Geld
    • "Eine neue Ära" bei BMW

    DAX

    • Am deutschen Aktienmarkt sind die Kurse auch am Mittwoch gestiegen. Der DAX konnte mit einem Plus von 0,4 Prozent bei 13.216 Punkten in den Feierabband gehen. Allerdings hat die Dynamik im Vergleich zum Wochenbeginn merklich nachgelassen. Begründet wird die grundsätzlich freundliche Stimmung mit der Verwertung von Unternehmenszahlen und der anhaltenden Hoffnung auf einen Impfstoff gegen Covid19. An den Märkten kommt nach der ersten euphorischen Reaktion nach Erfolgsmeldungen über einen Coronavirus-Impfstoff am Montag nun allmählich aber wieder mehr Pragmatismus auf. Schließlich dürfte die Corona-Krise die Märkte, die Wirtschaft und die Menschen noch viele Monate beschäftigen. Kanzlerin Merkel hat am Mittwoch auch etwaige Hoffnungen auf erste Lockerungen der Corona-Restriktionen in Bälde einen Abfuhr erteilt. Die Nachricht, dass der in der Entwicklung befindliche Impfstoff der Mainzer Firma BioNTech und Pfizer das Risiko einer Corona-Infektion um 90 Prozent verringere, hatte am Montag weltweit an den Börsen in Atem gehalten. Einer Reuters-Analyse zufolge belief sich das Handelsvolumen an diesem Tag auf 2 Bio. Dollar. Damit gehört der Montag zu den umsatzstärksten Handelstagen seit März, als die Angst vor den Folgen der Pandemie die Finanzmärkte in Turbulenzen stürzte.

    Chartanalysen & Artikel des Tages

    Unternehmen

    • Die kriselnde Lufthansa hat sich mit der Gewerkschaft Verdi für Lösungen für rund 35.000 Bodenbeschäftigte geeinigt, wie beide Seiten am Mittwoch mitteilten. Die Mitarbeiter werden danach bis Ende März 2022 vor Kündigungen geschützt. Sie verzichten dafür auf verschiedene Entgelt-Bestandteile. Zudem wurden Altersteilzeitprogramme vereinbart. Zuvor hatte Lufthansa bereits mit der Kabinengewerkschaft Ufo erste Punkte für ein langfristiges Abkommen besprochen. Mit der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit steht eine Einigung über das laufende Jahr hinaus noch aus.
    • Apple und Intel gehen künftig getrennte Wege. Der iPhone-Konzern hat nun die ersten drei Mac-Modelle mit Chips aus eigener Entwicklung präsentiert. Apple zufolge arbeiten die Computer dadurch schneller und auch stromsparender. Mit dem Umstieg kann der Konzern zudem seine Macs auf derselben Software-Plattform wie seine iPhones und iPads betreiben. Für Intel ist der Verlust des Kunden Apple verkraftbar. Laut Schätzungen von Marktbeobachtern hat Intel bisher mit Apple direkt 1,5 bis 3 Mrd. Dollar im Jahr umgesetzt. Intels Umsatz der vergangenen vier Quartale lag bei rund 75 Mrd. Dollar.
    • Der Fahrdienstleister Lyft hat Zahlen für das dritte Quartal präsentiert. Dabei fuhr der Uber-Konkurrent Lyft erneut einen Verlust ein, das EPS lag bei minus 1,46 Dollar. Die Erlöse lagen bei 499,7 Mio. Dollar. Experten hatten einen Umsatz in Höhe von 487,9 Mio. Dollar erwartet.
    • Der chinesische Amazon-Konkurrent Alibaba hat während der größten Rabattschlacht der Welt einen Verkaufsrekord erzielt. Wie der Konzern am Mittwoch in einem Zwischenstand mitteilte, verkaufte er im Rahmen des "Singles Day" Waren im Wert von umgerechnet 47,7 Mrd. Euro.
    • Der US-Flugzeugbauer und Rüstungskonzern Boeing hat einen Großauftrag für die Modernisierung der F-15-Kampfflugzeugflotte in Saudi Arabien erhalten. Das US-Verteidigungsministerium hat Boeing damit beauftragt, die Flotte zu erneuern, unter anderem das Abwehrsystem der Flieger. Der Auftrag hat ein Volumen von Mrd. Milliarden Dollar. Die Vertragslaufzeit beträgt fünf Jahre.
    • Die Liefervereinbarung der EU mit BioNTech und Pfizer für den von den beiden Unternehmen entwickelten Corona-Impfstoff steht. Die Vereinbarung umfasse die Lieferung von 200 Mio. Dosen sowie eine Option zum Erwerb von zusätzlichen 100 Mio. Dosen, teilten BioNTech und Pfizer mit.
    • Tiktok zieht erneut vor Gericht, um ein Aus der Video-App in den USA zu verhindern. Das Gremium, das ausländische Investitionen in den USA überwacht, setzte dem chinesischen Tiktok-Eigentümer ByteDance eine Frist bis zum 12. November, um sich von Eigentum mit Bezug zur App in den USA zu trennen. Man habe eine Verlängerung um 30 Tage beantragt, aber keine Rückmeldung von der US-Regierung bekommen, teilte Tiktok mit. Deshalb werde nun der Rechtsweg beschritten.
    • Der bayerische Autohersteller BMW hat den elektrischen SUV iX mit mehr als 600 Kilometer Reichweite präsentiert. Das Fahrzeug leite eine neue Ära ein, so Vorstandschef Oliver Zipse. Der iX soll in Bayern gebaut werden und im November 2021 auf den Markt kommen. Die Premiere am Mittwoch fand online statt. Auf den ersten Blick gleicht der iX außen dem X5. Länge und Breite sind identisch. Wo früher das Armaturenbrett war, steht nun im Innern ein Display frei auf der Fensterbank der Frontscheibe „Wir haben uns eher von einem Wohnraum inspirieren lassen als vom Automobilbau", erläuterte BMW-Chefdesigner Adrian van Hooydonk. „Wir haben das Auto von innen nach außen gedacht." Die Technik trete im iX in den Hintergrund, die Bedienung werde einfacher. Der Preis liege auf dem Niveau eines Verbrenners mit vergleichbarer Motorisierung, hieß es. „Wir bauen kein Auto, das nicht profitabel ist", sagte Zipse.
    • Die Lufthansa hat eine Wandelanleihe mit einem Volumen von 600 Mio. Euro bei institutionellen Anlegern platziert. Der Zinssatz liegt bei 2,0 Prozent pro Jahr. Angesichts der hohen Nachfrage setzte die Lufthansa die Konditionen für die Anleger herab und erhöhte das Volumen von 525 auf 600 Mio. Die Wandelanleihe war mehr als sechsfach überzeichnet. Die Airline hat zudem einen neuen Finanzchef gefunden. Remco Steenbergen, derzeit CFO des Schweizer Schokoladen-Konzerns Barry Callebaut, wechselt Anfang kommenden Jahres zur Lufthansa, wie die beiden Konzerne mitteilten. Das Finanzressort der Lufthansa wird derzeit aktuell von Konzernchef Carsten Spohr geführt.
    • Der Online-Möbelhandel zählt zu den großen Gewinnern der Corona-Krise. Der Trend zum „Einigeln“ in ein eigenen vier Wänden lässt Anbieter wie das Online-Möbelkaufhaus Home24 reüssieren. Entsprechend hat Home24 seine Jahresziele nochmals angehoben. Das Management erwartet nun für 2020 ein währungsbereinigtes Umsatzplus von 38 bis 42 Prozent sowie eine bereinigte Ebitda-Marge zwischen 2 und 4 Prozent. Die neue Umsatzprognose liegt damit deutlich über den ursprünglichen Annahmen. Im dritten Quartal ging die Anzahl der Bestellungen im Vergleich zum Vorjahr um 53 Prozent auf rund 787.000 nach oben. Konzernweit kletterten die Erlöse um 39 Prozent auf 118 Mio. Euro. Dabei erzielte Home24 eine positive bereinigte Ebitda-Marge von 4 Prozent. Im Vorjahr hatte diese noch bei minus 9 Prozent gelegen.
    • Der IT-Dienstleister Bechtle erwartet nach einem starken dritten Quartal einen höheren operativen Gewinn im Gesamtjahr. Das Vorsteuerergebnis soll 2020 im Vergleich mit dem Vorjahr nun um über 10 Prozent zulegen. Bisher lautete die Marschroute hier plus 5 bis 10 Prozent mehr. Beim Umsatz erwartet der Vorstand weiter einen Anstieg in dieser Größenordnung. Im dritten Quartal hatte Bechtle den Umsatz wie bereits bekannt um 7,4 Prozent auf 1,37 Milliarden Euro erhöht. Das Vorsteuerergebnis wuchs um 25,7 Prozent auf 71,7 Mio. Euro.
    • Konkurrenten der Deutschen Post wollen auf juristischem Wege eine Senkung des Briefportos durchsetzen. Der Bundesverband Paket und Expresslogistik (BIEK) hat beim Verwaltungsgericht Köln Klage gegen die Bundesnetzagentur eingereicht. Das Gericht solle mit einer Eilentscheidung den Vollzug der Portoerhöhung von 2019 auf 80 Cent für einen Standardbrief außer Vollzug setzen, verlangt der Verband. Aufgrund ihrer marktbeherrschenden Stellung ist die Deutsche Post gesetzlich verpflichtet, Portoerhöhungen von der Bundesnetzagentur genehmigen zu lassen.
    • Der Energiekonzern E.ON sieht sich weiter auf Kurs zu seinen Jahreszielen. Die aktuellen Lockdown-Maßnahmen dürften keinen maßgeblichen Einfluss auf die Ganzjahresergebnisse haben, so der Energieriese. Das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) sank in den ersten neun Monaten auf 2,7 mrd. Euro. Auf Pro-Forma-Basis waren es im Vorjahreszeitraum 2,99 Mrd. Euro. Die Vorjahreszahlen wurden nach dem Tauschgeschäft mit RWE und der damit verbundenen Aufteilung von Innogy angepasst.
    • Der Autozulieferer und Reifenhersteller Continental stellt wieder eine Prognose auf und erwartet in dem schwierigen Jahr 2020 nun einen Umsatz von rund 37,5 Mrd. Euro nach 44,5 Mrd. Euro im Vorjahr. Um Sondereffekte bereinigt soll die operative Gewinnmarge vor Zinsen und Steuern 3,0 Prozent erreichen, nach 7,4 Prozent vor Jahresfrist. „In einem weiter schwierigen Marktumfeld zeigen wir eine mehr als zufriedenstellende Leistung", meinte Vorstandschef Elmar Degenhart. In China und Nordamerika stabilisierte sich der Automarkt. Im laufenden Betrieb meldete Continental im dritten Quartal eine Entspannung: Der Fehlbetrag vor Zinsen, Steuern und Sondereffekten von 634 Mio. Euro wurde zuletzt in einen bereinigten Gewinn von 832 Mio. Euro umgedreht. Der Umsatz sank um gut 7 Prozent auf 10,3 Mrd. Euro.
    • Der Windkraftanlagenhersteller Nordex hat erneut einen Großauftrag für Anlagen der Delta4000-Serie erhalten. Ein Projektentwickler hat bei der Nordex Group 63 Turbinen für ein Projekt mit 302 Megawatt in den Vereinigten Staaten bestellt, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Hinsichtlich des Kunden und des Projektnamens wurde Stillschweigen vereinbart.
    • Der Autozulieferer Leoni ist trotz leicht verbesserter Kennzahlen im dritten Quartal noch lange nicht über dem Berg. Unter dem Strich stand ein Fehlbetrag von 52 Mio. Euro nach einem Verlust von 88 Mio. Euro vor einem Jahr. Der Umsatz sank im Sommerquartal um rund 8 Prozent auf 1,06 Mrd. Euro, das um Sondereffekte und Umbaukosten bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (bereinigtes Ebit) lag bei minus 8 Mio. Euro. Das war weniger Minus als die 15 Mio. Euro vor einem Jahr. Konzernchef Aldo Kamper betonte, dass die Situation in Anbetracht des aktuellen Infektionsgeschehens extrem fragil bleibe und die Pandemie Leoni auch in den kommenden Monaten vor große Herausforderungen stellen werde. Eine genauere Prognose blieb Kamper deshalb schuldig.
    • Der Druckmaschinenhersteller Koenig & Bauer hat das dritte Quartal pandemiebedingt erneut schwächer abgeschlossen. Auftragseingang und Umsatz gingen deutlich zurück, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Zudem belasteten Kosten für das jüngst eingeleitete Restrukturierungsprogramm den Konzern. Nach neun Monaten schrieb Koenig & Bauer rote Zahlen und erwartet auch für das Gesamtjahr einen operativen Verlust.
    • Qiagen will bis zum 17. Dezember für bis zu 100 Mio. US-Dollar eigene Aktien zurückkaufen. Damit soll sofort ein ursprünglich im Mai vergangenen Jahres angekündigtes Rückkaufprogramm umgesetzt werden, kündigte das Unternehmen am Mittwoch an.
    • Der Online-Marktplatzbetreiber Scout24 hat im dritten Quartal sein Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen leicht um 0,68 Prozent auf 44,1 Mio. Euro steigern können. Vor allem die Umsätze aus dem Geschäft mit Wohnimmobilien hätten dazu beigetragen. Den Konzernumsatz erhöhte Scout24 um ein Prozent auf 89,6 Mio. Euro und übertraf damit die Erwartungen von Analysten.

    Politik & Konjunktur

    • Kanzlerin Angela Merkel hat die Erwartung gedämpft, dass die Corona-Krise bald vorbei ist. „Wir müssen davon ausgehen, dass die zweite Welle härter ist, und sie fällt vor allem in eine schlechte Jahreszeit“, sagt die Kanzlerin am Mittwoch bei der Übergabe des Gutachtens des Sachverständigenrates in Berlin. Merkel geht davon aus, dass die verhängten Restriktionen den ganzen Winter über bestehen bleiben werden. Sie wird am kommenden Montag erneut mit den Regierungschefs der 16 Bundesländer über die weiteren Corona-Maßnahmen beraten.
    • Auch nach über einer Woche ist die Auszählung der Stimmen bei der US-Präsidentschaftswahl in vielen Bundesstaaten noch voll im Gange. Bei der Aktualisierung der Ergebnisse kam es am Mittwoch zu Verschiebungen der bisher absehbaren Mehrheitsverhältnisse. Insgesamt steht der demokratische Kandidat Joe Biden als Wahlsieger fest, mit 279 Stimmen für die Wahlversammlung im Dezember. Für die Mehrheit reichen 270 dieser Wahlleute. Georgia hat 16 Stimmen für die Wahlversammlung zu vergeben. Bidens Vorsprung vergrößerte sich am Mittwoch auf gut 14.100 Stimmen. Das bedeutet 49,5 Prozent für ihn und 49,2 Prozent für Amtsinhaber Trump. In Arizona geht es um 11 Wahlleute. Der zu Beginn der Auszählung deutliche Vorsprung für Biden ging auf zuletzt 12.813 Stimmen zurück. Das sind 49,4 Prozent für Biden und 49,0 Prozent für Trump.
    • Der Gouverneur der Federal Reserve Dallas, Robert Kaplan, sieht im Zusammenhang mit der absehbaren Verfügbarkeit von Impfstoffen ein Durchstarten der US-Wirtschaft im zweiten Halbjahr 2021. Zuvor gebe es noch zwei herausfordernde Quartale.
    • Die Präsidentin der Europäischen Zentralbank (EZB), Christine Lagarde, hat in der Corona-Pandemie der Wirtschaft weitere Hilfen in Aussicht gestellt. „Die EZB wird auch in der zweiten Welle der Pandemie da sein", sagte Lagarde am Mittwoch zum Auftakt einer Notenbankkonferenz. Die wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie würden weit ins Jahr 2021 andauern. Es sei wichtig, dass die Finanzierungsbedingungen günstig bleiben, sagte Lagarde. Die EZB setzt dabei vor allem auf das Krisenprogramm (PEPP) und die Langfristkredite (TLTROs). „PEPP und die TLTROs können dynamisch angepasst werden, um auf die Entwicklung der Pandemie zu reagieren", sagte Lagarde. „Sie werden daher wahrscheinlich die wichtigsten Instrumente zur Anpassung unserer Geldpolitik bleiben." Das Krisenprogramm PEPP zum Kauf von Anleihen hat bisher ein Volumen von 1,35 Bio. Euro.
    • In den USA haben sich die Demokraten Medienberichten zufolge erneut die Mehrheit im Repräsentantenhaus gesichert. Die Partei habe mindestens 218 Sitze gewonnen, meldete die Nachrichtenagentur AP. Sie könne möglicherweise noch weitere Sitze holen.
    • Der US-Senat dürfte aller Wahrscheinlichkeit nach weiter von den Republikanern kontrolliert werden. Am Dienstag war klar, dass ein weiterer republikanischer Senator seinen Sitz verteidigen konnte. Im Bundesstaat North Carolina gratulierte der Demokrat Cal Cunnigham dem Amtsinhaber Thom Tillis zum Wahlsieg.
    • Der gewählte US-Präsident Joe Biden hat die Pläne von Amtsinhaber Donald Trump zur Abschaffung der "Obamacare"-Gesundheitsreform als „grausam“ tituliert. Damit könnten inmitten einer Pandemie mehr als 20 Mio. Menschen ihren Zugang zur Krankenversicherung verlieren, sagte Biden.
    • US-Außenminister Mike Pompeo will eine Niederlage von Präsident Trump bei der Wahl in den USA nicht akzeptieren. Auf eine Frage, ob sein Ministerium eine Übergabe an Bidens Team vorbereite, sagte Pompeo bei einer Pressekonferenz: „Es wird einen reibungslosen Übergang zu einer zweiten Trump-Regierung geben." Er rief dazu auf, den in der Verfassung festgelegten weiteren Prozess abzuwarten.
    • Der US-Gesundheitsexperte Anthony Fauci hat die Amerikaner davor gewarnt, sich wegen eines möglichen Impfstoffs gegen das Coronavirus in Sicherheit zu wiegen. „Die Nachricht über den Impfstoff sollte die Menschen nicht dazu veranlassen zu sagen, dass wir die öffentlichen Gesundheitsmaßnahmen nicht weiterführen müssen", sagte Fauci.
    • Die italienische Regierung will 2021 noch mehr neue Schulden aufnehmen, um die Corona-Hilfen für Unternehmen auszuweiten. Zudem könne das Defizit für das laufende Jahr revidiert werden, sagte Ministerpräsident Giuseppe Conte zu "La Stampa". „Wir sind bereit, zugunsten all jener zu intervenieren, die weitere Verluste erleiden werden." Ein landesweiter Lockdown könne nicht die erste Wahl der Regierung sein. Die Kosten dafür seien zu hoch.
    • Das Geschäft der chemisch-pharmazeutischen Industrie in Deutschland hat sich im dritten Quartal wieder etwas erholt. Verglichen mit dem Vorquartal zeigten alle Kennziffern Zuwächse, das Niveau des Vorjahres erreichten sie jedoch noch nicht, wie aus dem aktuellen Quartalsbericht des Branchenverbands VCI hervorgeht. Die Chemieproduktion soll 2020 um 3 Prozent und der Umsatz um 6 Prozent zurückgehen. Die Geschäftsaussichten hätten sich zuletzt wieder eingetrübt, erklärte der VCI unter Verweis auf die zweite Infektionswelle und die damit einhergehenden Schutzmaßnahmen.
    • In den USA hat die Zahl der Neuinfektionen mit dem Corona-Virus deutlich zugenommen. Wie die Johns-Hopkins-Universität in Baltimore am Mittwoch mitteilte, wurden binnen 24 Stunden knapp 202.000 neue Infizierte registriert. Der bisherige Höchststand hatte bei rund 127.000 Fällen gelegen. Der jetzige Anstieg ist zum Teil auf die verspätete Übermittlung von Daten zurückzuführen. Auch die Zahl der Covid-19-Patienten in Krankenhäusern hat mit mehr als 60.000 einen neuen Höchststand erreicht. Insgesamt wurden am Dienstag in den USA landesweit 61.964 Menschen mit dem Virus in Kliniken behandelt, meldeten mehrere US-Medien unter Berufung auf Daten des Covid Tracking Project. Damit habe sich dieser Wert seit September etwa verdoppelt und übertreffe nun auch den zu Beginn der Pandemie erreichten Höchststand von Mitte April von 59.940.
    • Der amtierende US-Präsident Donald Trump geht weiter mit juristischen Schritten gegen das Ergebnis der US-Wahl vor. Laut seinen Anwälten soll mit einer Klage die offizielle Bestätigung des Endergebnisses im Bundesstaat Michigan verzögert werden. Dieses solle erst veröffentlicht werden dürfen, wenn die Rechtmäßigkeit der dortigen Wahl eindeutig belegt sei. In dem Bundesstaat hatte der Demokrat Joe Biden gewonnen. Bislang gibt es keine Belege für massive Wahlfälschungen. Biden bezeichnete das Verhalten von Amtsinhaber Trump, der weiter von einer „gefälschten Wahl" spricht, als „beschämend“. Der Demokrat bereitet sich nach eigenen Worten ungeachtet dessen auf die Regierungsübernahme vor und will sich durch Trumps Handeln nicht ablenken lassen. „Ehrlich gesagt, wir sehen nichts, was uns dabei ausbremst", sagte Biden. Der Mehrheitsführer der Republikaner im US-Senat, Mitch McConnell, sieht keinen Grund zur Beunruhigung in der Weigerung von Trump, eine Wahlniederlage zu aktzeptieren. Jeder, der bei einer demokratischen Wahl für ein Amt kandidiere, könne Sorgen über die Stimmenauszählung von den zuständigen Gerichten prüfen lassen, sagte McConnell am Dienstag. „Das ist nicht ungewöhnlich. Es sollte nicht alarmierend sein." Wenn die Bundesstaaten ihre Ergebnisse zertifiziert hätten, würden die 538 Wahlleute einen Gewinner bestimmen. „Und diese Person wird am 20. Januar vereidigt werden."
    • Der gewählte US-Präsident Joe Biden hat den Europäern versprochen, die angeschlagenen Beziehungen mit neuem Leben zu füllen. Nach Telefonaten mit Kanzlerin Merkel, dem französischen Präsidenten Macron, dem britischen Premier Johnson und dem irischen Regierungschef Martin sagte Biden: „Zunächst einmal lasse ich sie wissen, dass Amerika zurück ist. Wir werden wieder im Spiel sein. Es geht nicht nur um Amerika.“
    • Mehr als 310.000 Menschen in Großbritannien haben zwischen Juli und September dieses Jahres ihren Arbeitsplatz verloren. Damit habe die Zahl der Entlassungen in Großbritannien ein Rekordhoch erreicht, teilte das das britische Statistikamt ONS mit. Im Quartal zuvor lag die Zahl bei 181.000 Entlassungen. Die Arbeitslosenquote erreichte im Sommerquartal 4,8 Prozent. Sie liegt damit knapp ein Prozent über dem Vorjahreswert.

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