• Deutsche Bank AG - Kürzel: DBK - ISIN: DE0005140008
    Börse: XETRA / Kursstand: 5,525 €
  • Commerzbank AG - Kürzel: CBK - ISIN: DE000CBK1001
    Börse: XETRA / Kursstand: 3,269 €

Die meisten Banken öffnen trotz Corona-Krise weiter ihre Filialen. Aus gutem Grund. Denn haben Kunden, zum Beispiel wegen der jüngsten Finanzmarktturbulenzen den Eindruck, dass sie im Zweifel nicht mehr an ihr Geld kommen, kann es zu einem Bank Run und damit zu einer sich selbst erfüllenden Prophezeiung kommen: Menschen wollen panikartig an ihr Geld. Jede Bank aber, die gleichzeitig all ihre Kundenguthaben auszahlen müsste, wäre wirtschaftlich sofort zahlungsunfähig (auch wenn in der aktuellen Situation wohl nicht damit zu rechnen wäre, dass die Insolvenz auch rechtlich festgestellt würde).

Doch es gibt bereits Banken, die die Bargeldauszahlung begrenzen, wie die FAZ berichtet. Besonders Kunden, die hohe Beträge bei ihrer Bank haben, sind teilweise davon betroffen, dass sie nicht mehr an ihr gesamtes Geld kommen, jedenfalls nicht mehr sofort, wie auch Leser von GodmodeTrader bereits berichtet haben.

Die Sparda-Bank Baden-Württemberg hat ihre Filialen bereits komplett für den Kundenverkehr geschlossen und begründet dies mit dem Ansteckungsrisiko durch das Coronavirus.

Man habe sich ganz bewusst entschieden, die Filialen vorübergehend zu schließen, um Kunden und Mitarbeiter vor einer Ansteckung zu schützen, sagt Martin Hettich, Vorstandsvorsitzender der Sparda-Bank Baden-Württemberg, in einem Youtube-Video. Bargeld gebe es weiter am Automaten, so Hettich.

https://www.youtube.com/watch?v=26vZsBLMZR0

Was der Bankchef allerdings im Video nicht sagt: Kunden können noch maximal 1.000 Euro pro Tag abheben. Laut FAZ wurde die Auszahlung auf diesen Betrag begrenzt.

Die Sparda-Bank Baden-Württemberg ist nicht die einzige Bank, die größere Kundenguthaben nicht mehr komplett auszahlt, wie GodmodeTrader-Leser berichten. Betroffen sind offenbar auch Banken und Sparkassen in anderen Bundesländern.

Die Banken begründen die Begrenzung der Auszahlungen mit der Aufrechterhaltung der Bargeldversorgung für alle Kunden (und natürlich nicht mit Liquiditäts- oder Solvenzproblemen). Für wohlhabende Kunden kann sich dies aber mitunter trotzdem darin äußern, dass sie vorerst nicht mehr an ihr Geld kommen.

Banken nicht nur in Europa dürften derzeit einen Ansturm auf ihre Bargeldreserven erleben. In den USA warnte der Nachrichtensender CNN bereits vor drei Tagen Kunden davor, zu viel Geld auf einmal abheben zu wollen.

Wie ein gefährlicher Bank Run (bei dem auch die solideste Bank in Schwierigkeiten geraten könnte) entsteht, erklärt das folgende (schon etwas ältere) Youtube-Video.

https://www.youtube.com/watch?v=wqEwdWcfOgE

Einen Bank Run bzw. einen gerade noch knapp verhinderten Bank Run zeigt auch eine Szene des Hollywood-Films "It's a wonderful life" aus dem Jahr 1946.

https://www.youtube.com/watch?v=lbwjS9iJ2Sw


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