• Tesla soll an Megabatterie arbeiten
    • Sentix: Die Welt ist im Aufschwung
    • Deutsche Produktion sinkt im Januar deutlich
    • Olaf Scholz verspricht 10 Mio. Impfungen pro Woche
    • EU-Kommission erwartet ab April deutlich mehr Impfdosen
    • Erste Öffnungsschritte in den Bundesländern
    • Italien verschärft Corona-Beschränkungen wieder
    • EU und USA setzen wechselseitig verhängte Strafzölle aus
    • Deutsche Post umgarnt seine Anleger
    • Apollo übernimmt Athene

    Markt

    • Das ist ein Comeback, das nur wenige Beobachter dem DAX so schnell zugetraut hätten. Der Leitindex hat zu Wochenbeginn ein neues Allzeithoch bei 14.402,92 Punkten markiert und damit das bisherige Rekordhoch bei 14.169 Punkten, das vor einer Woche erreicht worden war, überboten. Die Umschichtung der Anleger von Technologieaktien in Zykliker geht unvermindert weiter. Während Nasdaq-100 und TecDAX schwächeln, gehört auch der DAX mit seinem hohen Anteil an zyklischen Aktien zu den Profiteuren. Der Stimmungswandel liegt auch an starken Vorgaben aus den USA. Nach dem überraschend robusten US-Arbeitsmarktbericht war den wichtigsten US-Indizes am Freitag eine deutliche Erholung geglückt. Die chinesischen Exporte sind unterdessen im Zeitraum Januar und Februar um 60 Prozent gegenüber dem von Corona beeinträchtigten Vorjahresniveau angestiegen und damit deutlich stärker als erwartet. Enttäuschende Daten aus der deutschen Industrie tun der Intraday-Rally heute keinen Abbruch. Die Anleger schauen nun mal nach vorne, wie auch das Sentix-Stimmungsbarometer anschaulich zeigt. Wie das Analysehaus Sentix mitteilte, stieg der von ihm erhobene Konjunkturindikator für die Eurozone auf den höchsten Stand seit gut einem Jahr. Sentix erklärte die Verbesserung vor allem mit der Hoffnung der Anleger, dass sich die konjunkturelle Erholung von dem Corona-Einbruch fortsetze.
    • Nach einem erneuten Angriff auf Produktionsanlagen des saudi-arabischen Ölkonzerns Aramco legten die Ölpreise zu Wochenbeginn weiter kräftig zu. Der Preis für ein Barrel Brent stieg dabei erstmals seit Januar 2020 auf mehr als 70 Dollar. Der Preis für US-Erdöl der Marke West Texas Intermediate (WTI) kletterte bis auf 67,58 Dollar. Der Brent-Preis stieg seit Ende Oktober um fast 90 Prozent an. Im Vergleich zum Tief im Corona-Crash im März und April 2020 beträgt das Plus rund 55 Dollar.
    • An den US-Börsen wurde am Montag bei Rotation von Growth nach Value eine neue Eskalationsstufe gezündet. Während der Dow Jones den Handel mit einem Plus von fast einem Prozent beendete, verlor der Nasdaq 100 rund 2,9 Prozent an Wert. Bemerkenswerterweise zeigten sich die Renditen von zehnjährigen US-Anleihen im Tagesverlauf relativ stabil und zogen nur etwa drei Basispunkte an. Aufwärts ging es für Renditen hauptsächlich bei Papieren mit fünf und sieben Jahren Laufzeit.

    Chartanalysen und Artikel des Tages

    Unternehmen & Branchen

    • Apple war zuletzt nach Börsenwert der teuerste Konzern, allerdings hat es einen Wechsel an der Spitze gegeben, wie „Meedia“ berichtet. Ausschlaggebend dafür ist der jüngste Ausverkauf bei den Technologie-Aktien. Apple ist an der Börse noch immer mit etwas mehr als zwei Bio. US-Dollar bewertet. Allerdings liegt der saudi-arabische Ölkonzern Saudi-Aramco nun knapp vor dem iPhone-Hersteller und ist damit aktuelle das wertvollste Unternehmen der Welt.
    • Laut Marek Andryszak, dem Deutschland-Chef von TUI, will das Unternehmen seinen Kunden Osterurlaub auf Mallorca ermöglichen. Die Hotellerie habe sich intensiv vorbereitet, die Abstimmung mit den Behörden sei eng.
    • Audi muss wegen des Einbaus manipulierter Dieselmotoren von Volkswagen nur dann Schadenersatz zahlen, wenn das Management von der Manipulation wusste. Das hat der Bundesgerichtshof (BGH) am Montag entschieden. Der Fall wurde an das Oberlandesgericht (OLG) Naumburg zurückverwiesen. Das muss nun prüfen, ob es Belege dafür gibt, dass Audi als Tochterkonzern von VW die illegale Abschalteinrichtung kannte.
    • Der Arzneimittelkonzern Stada steigt in den Markt für medizinisches Cannabis ein.Das Unternehmen biete ab sofort Blütenprodukte vor allem für chronische Schmerzpatienten an und damit eine ergänzende Therapiemöglichkeit, so der Konzern. „Stada ist einer der ersten führenden Arzneimittelhersteller, der mit medizinischem Cannabis in Deutschland sein Portfolio erweitert", sagte Vorstandschef Peter Goldschmidt.
    • Der Chemiekonzern DuPont de Nemours übernimmt für 2,3 Mrd. Dollar von Advent Int. den Anbieter von Wärmeübertragungskomponenten Laird Performance Materials. DuPont zufolge wird der Deal im dritten Quartal abgeschlossen sein. Bis Ende 2024 rechnet der Konzern mit Kostensynergien von 60 Mio. Dollar vor Steuern.
    • Der Finanzinvestor Apollo Global Management will den Rentenversicherer Athene Holding, an dem er bereits 35 Prozent hält, komplett übernehmen. Der Wert von Athene Holding entspricht den Angaben zufolge rund 11 Mrd. Dollar. Das Geschäft solle im Januar 2022 abgeschlossen werden, teilten beide Unternehmen mit.
    • Der US-Telekomkonzern AT&T hat wegen angeblich vertraulicher Konzerndaten, die vor der Veröffentlichung eines Quartalsberichts an Wall-Street-Analysten weitergegeben worden sein sollen, Ärger mit der SEC. Die Börsenaufsicht reichte am Freitag Klage gegen der Konzern und drei ranghohe Mitarbeiter ein. Die Behörde wirft ihnen vor, Geheimhaltungspflichten verletzt zu haben, um Anlegererwartungen zu beeinflussen.
    • General Electric will sein Jet-Leasinggeschäft Gecas offenbar mit dem irischen Konkurrenten AerCap zusammenlegen. Durch den Deal könnten zwei der weltgrößten Flugzeugfinanzierer zusammenkommen. Dem "Wall Street Journal" zufolge könnte der Zusammenschluss ein Volumen von 30 Mrd. Dollar haben.
    • Laut US-Medien arbeitet Tesla über seine Tochter Gambit Energy Storage an einem geheimen Energiespeicher-Projekt im texanischen Angleton und entwickelt dort eine Batterie mit über 100 Megawatt Kapazität, die in der Lage wäre rund 20.000 Häuser mit Energie zu versorgen. Tesla-CEO Elon Musk hat bereits 2020 durchblicken lassen, dass „Tesla Energy" in der Zukunft mindestens genauso groß wie „Tesla Automotive“ sein wird.
    • Laut der japanischen Wirtschaftszeitung Nikkei will Panasonic das US-Unternehmen Blue Yonder für 6,45 Mrd. Dollar übernehmen. Blue Yonder ist ein Entwickler für Lieferketten-Software, an dem Panasonic bereits seit letztem Jahr mit 20 Prozent beteiligt ist. Die Japaner dementierten allerdings per Email, ein Entschluss über einen Deal sei noch nicht getroffen worden.
    • Apple hat die Produktion des iMac Pro eingestellt. Das Unternehmen bestätigte den Vorgang der Website „The Verge“: Der iMac Pro werde nicht weiter produziert. Der Rechner soll offenbar auch nicht durch ein neues Modell ersetzt werden.
    • Eine beliebte Software von Microsoft, das E-Mail-Programm Exchange, ist zum Ziel eines Hacking-Angriffs geworden. Der hatte seinen Ursprung offenbar in China und traf Unternehmen und Behörden. In den USA soll es 30.000 betroffene Stellen geben. Die US-Regierung hat nun eine Arbeitsgruppe mit Vertretern des FBI und der Cybersicherheitsbehörde Cisa zusammenstellt. Jen Psaki, Sprecherin des Weißen Hauses, sagte, der Angriff könnte „weitreichende Folgen“ haben.
    • Der Logistikkonzern Deutsche Post hat Aktienrückkäufe im Wert von bis zu einer Milliarde Euro angekündigt und dabei auf die gute Geschäftsentwicklung verwiesen. Die Käufe sollen im März starten und maximal ein Jahr laufen. Die Aktien sollen dann eingezogen oder für langfristige Vergütungsprogrammen genutzt werden. Gleichzeitig schlägt der Konzern für das abgelaufene Geschäftsjahr eine Dividende von 1,35 Euro je Aktie vor. Ein Jahr zuvor hatten die Aktionäre 1,15 Euro je Aktie erhalten.
    • Die Fluggesellschaft Eurowings wird ab April am Hauptstadtflughafen BER eine feste Basis mit drei Airbus-A320-Flugzeugen einrichten. "Eurowings reagiert mit der Basiseröffnung auch auf den Rückzug internationaler Wettbewerber, die sich im Zuge der Krise weitgehend aus dem deutschen Markt verabschiedet haben", wie die Lufthansa-Tochter am Montag ankündigte. Dann stehen neben Inlandsverbindungen auch zahlreiche Ferienziele im Sommerflugplan der Airline. „Wir freuen uns sehr, Berliner und Brandenburger nach Ende des Lockdowns bald in ihren verdienten Urlaub fliegen zu können", sagte Eurowings-Chef Jens Bischof. Das Unternehmen geht auch davon aus, dass Berlin seinerseits ein Touristenmagnet bleibt. Im Januar gab es in Berlin 90 Prozent weniger Fluggäste als ein Jahr zuvor.
    • Die EU und die USA haben sich darauf geeinigt die gegenseitig verhängten Strafzölle vorläufig nicht anzuwenden. Die wegen des Streits um Flugzeugbau-Subventionen für Boeing und Airbus eingeführten Sonderabgaben sollten als Symbol für einen Neuanfang in den Beziehungen zwischen den USA und der EU zunächst für einen Zeitraum von vier Monaten nicht angewendet werden, teilte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen nach einem Telefonat mit US-Präsident Joe Biden mit. Der europäische Hersteller Airbus hat im Februar Stornierungen über 92 Verkehrsflugzeuge erhalten. Zugleich holte das Unternehmen aber Aufträge über 11 neue Maschinen herein, wie er am Freitagabend mitteilte. Im Januar lieferte Airbus 21 Jets aus, im Februar waren es schon 32 Verkehrsflugzeuge.
    • Der Graphitspezialist SGL Carbon wird am 22. März in den Nebenwerteindex SDAX aufgenommen, wie die Deutsche Börse überraschend mitteilte. Zudem verlässt die Deutsche Beteiligungs AG den Index. Grund des Nachtrags sei eine fehlerhafte Datengrundlage der bisher angekündigten Veränderungen, die nun korrigiert worden sei.
    • Der Autovermieter Sixt will mittelfristig in den USA einen Umsatz von einer Milliarde Dollar erreichen. Kurzfristig dürften die Umsätze dort bereits die in Deutschland erzielten übersteigen, sagten die designierten Firmenchefs Alexander und Konstantin Sixt der „Welt am Sonntag". Sixt solle zur Nummer eins in Europa aufsteigen.
    • Der Online-Lieferdienst Deliveroo will erfolgreiche Mitarbeiter an den Einnahmen aus dem Börsengang in London beteiligen. Insgesamt seien dafür 16 Mio. Pfund eingeplant, berichteten die Sender BBC und Sky News am Sonntag. Auslieferer, die seit mindestens einem Jahr für das Unternehmen arbeiten, sollten Prämien zwischen 200 und 10.000 Pfund erhalten. Außer institutionellen Anlegern sollen auch Kunden von diesem Montag an Aktien im Wert von bis zu 1.000 Pfund erwerben können. „Viel zu oft sind normale Menschen von Börsengängen ausgeschlossen, und die einzigen Teilnehmer sind die institutionellen Investoren", sagte Deliveroo-Chef Will Shu. „Ich wollte möglichst vielen Kunden die Chance geben, Aktionäre zu werden.“ Deliveroo steht wegen schlechter Bezahlung seiner Fahrer in der Kritik.
    • Nach der Absage des Verkaufs der Stahlsparte will sich Thyssenkrupp auf die Weiterentwicklung seines Kernbereichs aus eigener Kraft konzentrieren. Mit der Beendigung der Gespräche mit Liberty Steel sei "eine wesentliche Richtungsentscheidung" gefallen, sagte Vorstandschefin Martina Merz am Freitag. „Perspektivisch verfolgen wir dabei nun das Ziel, das Stahlgeschäft zu verselbstständigen", heißt es in dem Schreiben, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.
    • Neuseeland hat seine Bestellung des Impfstoffes von BioNTech/Pfizer um weitere 8,5 Mio. auf zehn Mio. aufgestockt. Der Inselstaat rechnet mit einer Lieferung in der zweiten Jahreshälfte, teilte Ministerpräsidentin Jacinda Ardern mit.
    • Österreich hat Impfungen mit einer Charge des Herstellers AstraZeneca nach einem Todes- und einem Krankheitsfall sicherheitshalber gestoppt. Das Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen teilte mit, es gebe zwei Meldungen in zeitlichem Zusammenhang mit einer Impfung aus derselben Charge des Vakzins. Aktuell liege aber kein Hinweis auf einen kausalen Zusammenhang vor.

    Politik & Konjunktur

    • Goldman Sachs geht davon aus, dass die vom Coronavirus gefährdeten Bevölkerungsschichten in den USA und Großbritannien jetzt zum größten Teil geschützt sind. 60-70 Prozent der Bevölkerung in den entwickelten Ländern sollten im zweiten oder dritten Quartal immun sein. Europa sei dabei ein paar Monate hinter den USA oder Großbritannien.
    • Die Target-Forderungen der Bundesbank reduzierten sich im Februar um rund elf Mrd. Euro auf 1,044 BIO. Euro, wie aus neuen Daten hervorgeht. Schon im Januar waren sie gesunken. In der Währungsunion wird der grenzüberschreitende Zahlungsverkehr über das Verrechnungssystem "Target 2" abgewickelt.
    • In wichtigen Zweigen der deutschen Industrie macht sich offenbar Hoffnung auf ein Ende der Krise breit. Autoindustrie und Maschinenbau wollen ihre Produktion erhöhen, wie das ifo Institut in einer aktuellen Umfrage zu den Produktionserwartungen ermittelt hat. Der Index der Erwartungen stieg im Februar von 9,4 auf 20,7 Punkte, der dritte Anstieg in Folge.
    • Die Europäische Notenbank hat ihre Ankäufe in der letzten Woche die zweite Woche in Folge reduziert und nur 11,89 Mrd. Euro im Rahmen von PEPP investiert. In der Woche davor betrug der entsprechende Wert ebenfalls nur rund 12 Mrd. Euro, während die wöchentlichen Käufe in den Wochen davor teilweise deutlich über 15 Mrd. Euro lagen.
    • EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen erwartet, dass es weitere Export-Blockaden bei Impfstoffen geben wird. Die vergangene Woche von Italien verhängte Blockierung einer Lieferung von AstraZeneca-Impfstoffen nach Australien sei kein Einzelfall gewesen.
    • Der US-Senat hat für eine geänderte Version des Entwurfs des Hilfspakets in den USA im Umfang von 1,9 Bio. Dollar gestimmt. Wegen der Veränderungen muss sich das Repräsentantenhauses erneut mit dem Paket beschäftigen. Eine entsprechende Abstimmung soll am Dienstag stattfinden. Präsident Joe Biden signalisierte seine Zustimmung zum Entwurf des Senats.
    • David Tepper hat die Sorgen vor einem weiteren Anstieg zerstreut. Ausländische Käufer würden die relativ hohen US-Zinsen nutzen, um in US-Anleihen zu investieren, sagt der Präsident von Appaloosa Management bei CNBC. Die Zinsen dürften sich deshalb „temporär“ stabilisieren.
    • Das Volumen der US-Verbraucherkredite sank im Januar unerwartet um 1,31 Mrd. Dollar nach einem Anstieg um 8,79 Mrd. im Vormonat Dezember. Experten hatten für Januar eine Zunahme um 12 Mrd. Dollar erwartet.
    • Der sentix Konjunktur-Gesamtindex für Euroland ist im März kräftig um 5,2 Punkte auf den höchsten Stand seit Februar 2020 gestiegen. Vor allem die Lagewerte verbessern sich deutlich. Die Konjunkturerholung setzt sich damit weiter fort, wie das Sentix-Institut kommentierte. In Deutschland ist der Anstieg nicht ganz so stark, dennoch wird mit einem Gesamtindex von 11,9 Punkten der beste Wert seit November 2018 erreicht. „Anfang März befindet sich die Weltkonjunktur auf einem anhaltenden Erholungspfad, der zunehmend weniger von Zukunftserwartungen, sondern Verbesserungen in der Lagebeurteilung getragen wird“, so Sentix-Geschäftsführer Manfred Hübner mit Blick auf den globalen Lageindex, der auf 5,5 Punkte anstieg. In allen Weltregionen zeige sich grundsätzlich das gleiche Bild, der Aufschwung sei demnach breit angelegt.
    • Die SPD will den Mindestlohn bis 2022 auf zwölf Euro anheben. „Wir haben jetzt so viel Beifall geklatscht für die Corona-Heldinnen und Corona-Helden. Da sind ganz viele drunter, die von einer Mindestlohn-Erhöhung profitieren würden", sagte Finanzminister und SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz bei RTL/n-tv am Sonntag. Arbeitsminister Hubertus Heil forderte darüber hinaus mehr Kontrollen, damit der Mindestlohn nicht umgangen wird.
    • Der Deutsche Hausärzteverband traut den Praxen in Deutschland 2,5 Mio. Corona-Impfungen pro Woche zu: „Wir sind 50.000 Hausärzte, dazu kommen Gynäkologen und Kinder- und Jugendärzte, die auch Eltern mitimpfen könnten“, sagte Verbandschef Ulrich Weigeldt der „WirtschaftsWoche“. Bei durchschnittlich zehn Impfungen pro Tag schaffe man sicher 2,5 Mio. Menschen pro Woche.
    • Deutschland ist selbst in der EU in Sachen Impffortschritt nur im Mittelfeld zu finden. Das soll sich laut dem Bundesfinanzminister Olaf Scholz demnächst aber ändern. Bund und Länder werden die Impfkapazitäten erhöhen. „Es wird bis zu zehn Millionen Impfungen pro Woche geben«, kündigte der Vizekanzler und SPD-Spitzenkandidat für die Bundestagswahl im ZDF an. Dies gelte ab Ende März und für die Monate April, Mai und Juni. „Und dass das jetzt gut vorbereitet wird, dafür habe ich gesorgt.“ Er habe sich im Kabinett und beim jüngsten Bund-Länder-Gipfel für Verbesserungen im Kampf gegen die Viruspandemie eingesetzt.
    • Die Produktion im Verarbeitenden Gewerbe Deutschlands hat sich im Januar schwächer als erwartet entwickelt. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, sank das Volumen der Erzeugung gegenüber dem Vormonat um 2,5 Prozent und lag um 3,9 Prozent unter dem Niveau des Vorjahresmonats, nachdem sie im Dezember um 1,0 Prozent darüber gelegen hatte.
    • In den meisten Bundesländern werden ab dem heutigen Montag einzelne Corona-Beschränkungen gelockert. Demnach dürfen sich wieder fünf Menschen aus zwei Haushalten treffen. Darüber hinaus darf der Einzelhandel abhängig von der jeweiligen Sieben-Tage-Inzidenz Termine vergeben oder für eine begrenzte Zahl von Kunden öffnen.
    • EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen erwartet deutlich mehr Impfstoff ab April. Die Mengen könnten sich nach den Plänen der Hersteller nochmal verdoppeln, auch weil weitere Impfstoffe vor der Zulassung stehen", sagte sie der Süddeutschen Zeitung. Sie rechne EU-weit „im zweiten Quartal mit 100 Mio. Dosen pro Monat“. Dem Bericht zufolge würde das für Deutschland etwa 20 Mio. Dosen im Monat bedeuten.
    • Die Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut per Montagmorgen 5.011 Neuinfektionen mit dem Coronavirus innerhalb eines Tages gemeldet. Das sind etwa 280 mehr als am Montag vor einer Woche. Außerdem wurden 34 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit einer Ansteckung registriert. Die Sieben-Tage-Inzidenz gibt das RKI mit 68 an.
    • Italien hat wegen steigender Corona-Zahlen in mehreren Regionen die Beschränkungen wieder verschärft. Viele Schulen bleiben dort ab Montag wieder geschlossen, Restaurants in betroffenen Gebieten dürfen nicht mehr öffnen. Die Gesundheitsbehörden zählten am Sonntag fast 21.000 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden.
    • Die Exportausfuhren Chinas stiegen im Zeitraum Januar/Februar im Jahresvergleich um 60,6 Prozent, während die Importe um 22,2 Prozent zunahmen. Der Saldo der Handelsbilanz lag in US-Dollar berechnet bei 103,25 Mrd. (Prognose 60,0 Mrd. Dollar nach zuvor 78,2 Mrd. Dollar.
    • Die Efta-Staaten Norwegen, Island, Schweiz und Liechtenstein haben ein Freihandelsabkommen mit Indonesien auf den Weg gebracht. In der Abstimmung in der Schweiz stimmten am Sonntag 51 Prozent der Bürger für das Vertragswerk, in das auch die drei anderen Staaten eingebunden sind. Die Unternehmen können nun ihre allermeisten Güter zollfrei nach Indonesien exportieren und haben damit einen Wettbewerbsvorteil gegenüber ihren Rivalen in der EU.
    • Der chinesische Außenminister Wang Yi hat betont, dass Pekings Anspruch auf Taiwan eine rote Linie darstelle, die nicht überschritten werden dürfe. Es gebe hierbei keinen Raum für Kompromisse, hieß es an die Adresse der USA. Er nannte die Politik der Trump-Administration ein „Spiel mit dem Feuer" und hoffe unter Biden nun auf eine Abkehr. Trump hatte diplomatische Kontakte mit Taiwan auf höchster Ebene aufgenommen. Die USA würden sich in die "Inneren Angelegenheiten" Chinas einmischen, so Wang.

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