Jochen Stanzl, Chefredakteur Rohstoff-Report.de, sprach mit James Turk, dem renommierten Gold-Experten und Gründer von GoldMoney.com, über die Aussichten von Gold, die Entwertung der Kaufkraft von Währungen und die Geldpolitik der EZB.

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Laut dem Steinbeis-Institut in Berlin haben über 50% der Deutschen Angst vor einer Währungsreform. 70% fürchten eine höhere Inflation. Menschen, die solche Ängste umtreiben, suchen Alternativen und Sicherheit, um ihren Wohlstand zu sichern. Die begehrten Refugien werden seltener, wie etwa die Kopplung des Franken an den Euro durch die Schweizer Nationalbank zeigt. Damit – so scheint es – sind Gold und Silber die einzigen verbleibenden sicheren Häfen für Fluchtkapital jeglicher Währungsherkunft. Das legt zumindest der Kursverlauf nahe: Gold ist in allen wichtigen Währungen in diesem Jahr auf seinen historisch höchsten Stand gestiegen. Wer Gold als stabile Währung betrachtet, der muss zwangsläufig zu der Schlussfolgerung kommen, dass die Kaufkraft der Papierwährungen auf den niedrigsten Stand jemals gefallen ist.

Ein Unternehmen, das von dieser Lage profitiert, ist GoldMoney. GoldMoney bietet Kunden an, Gold, Silber, Platin oder Palladium zu kaufen, über eigens eingerichtete Holdings im Internet. Soweit nichts Besonderes. Der Clou liegt im weiteren Detail: Eine Holding ist eine digitale Kartei – bei einer Bank würde man dazu „Konto“ sagen. Auf diese Holdings überweist der Besitzer Geld, mit dem er wahlweise Edelmetalle – ebenfalls über GoldMoney und zu Tageskursen – erwirbt. Anstatt dann illiquide zu sein, was etwa beim Kauf eines Goldbarren oder einer Goldmünze der Fall wäre, erhält der Holding-Besitzer bei GoldMoney eine Gutschrift in so genannten goldgram. Ein goldgram entspricht dem Tageswert von einem Gramm Gold. Wer also 100 Gramm Gold gekauft hat, besitzt von dann an 100 goldgrams.

Da sich die Kaufkraft eines goldgrams an den laufenden Goldpreisen orientiert, wuchs jene seit 2001 – dem Gründungsjahr von GoldMoney – durchschnittlich um 14,6% pro Jahr. Es gab Jahre, wie 2005 und 2010, da stieg die Kaufkraft der goldgrams sogar um fast 40%, da Gold in Euro um diesen Betrag teurer wurde. Die Besitzer von normalen Eurokonten bei der Hausbank gingen leer aus. Wer Gold als sichere Währung betrachtet, würde sagen: Die Kaufkraft verlor bei der Hausbank pro Jahr um 14,6% an Wert. In einigen Jahren, wie 2010, um fast 40%. Wer bei Gründung von GoldMoney im Februar 2001 1000 Euro in goldgrams tauschte, hätte heute abzüglich aller Gebühren eine Kaufkraft von 4420,60 Euro zur Verfügung. Die mittlerweile 21.000 Kunden von GoldMoney dürften also zufrieden sein. Sie veranlagen heute insgesamt 1,5 Milliarden Euro in ihren Holdings.

Wer hinter GoldMoney steht, ist ein Urgestein der Goldbranche: James Turk. Mit ihm haben wir über die Aussichten von Gold, das Verhalten Chinas im weltweiten Gold-Spiel und über überaus positive Aussichten zur weiteren Entwicklung von Goldaktien gesprochen.

Der Goldmarkt ist geprägt von einer starken Saisonalität: Die Nachfrage ist in der zweiten Jahreshälfte immer stärker. Beobachten Sie eine solche Entwicklung auch bei GoldMoney?

Was wir bei GoldMoney haben, sind zwei verschiedene Kundengruppen: Ich nenne sie Sammler und Trendfolger. Die Trendfolger neigen dazu, durch einen steigenden Preis motiviert zu werden, die Sammler tendieren eher dazu, bei Preisrückgängen zu kaufen. Das sind die beiden preisabhängigen Ströme. Darüber hinaus gibt es einen weiteren Faktor. Durch die geldpolitischen Probleme, die weltweit aufkeimen, sehen wir Zunahmen an Kunden aus Ländern, die betroffen sind. Im Jahr 2008 und 2009 brach das britische Pfund gegenüber dem Euro von 1,50 auf Parität ein. In dieser Zeit konnten wir eine große Zahl neuer Kunden aus Großbritannien beobachten. Gold ist also nicht nur eine Absicherung gegen Inflation, sondern auch eine Absicherung gegen Entwertungen von Währungen.

In den vergangenen zwölf Jahren des Bullenmarktes bei Gold hat der Preis immer im Zeitraum zwischen August und Februar neue Hochs gemacht, mit Ausnahme des Jahres 2009. Was sind die Gründe für diese Saisonalität?

Nun, es gibt tatsächlich ein saisonales Muster, aber ich denke, der viel wichtigere Faktor ist die Tatsache, dass Gold seit über zehn Jahren im Bullenmarkt ist. Und die Frage ist: Was treibt die Goldpreise nach oben? Die Antwort ist wirklich sehr einfach: Die Politik und die Zentralbanken auf der ganzen Welt entwerten die Kaufkraft der Währungen, also weichen die Menschen auf Gold aus, um ihre Kaufkraft zu erhalten. Ich erwarte, dass wir vor Februar 2012 ein neues Hoch beim Goldpreis bei über 2000 Dollar pro Unze sehen werden, was auch in das saisonale Muster passen würde.

Sehen Sie die Möglichkeit, dass sich dieses saisonale Muster einmal umkehrt? Vielen Leuten ist dieses Muster bekannt, und einige könnten damit beginnen, schon in der ersten Jahreshälfte zu kaufen. Das könnte das Muster umkehren.

Ja, in diesem Jahr hatten wir beispielsweise Kursanstiege schon im Sommer. Das ist ungewöhnlich. Gold ist im August auf 1900 Dollar gestiegen, und das ist eigentlich ein ruhiger Monat am Goldmarkt. Vergleichen könnte man diese Situation mit der Reaktion von Gold auf Mexikos Staatsbankrott im Jahr 1982. Das löste auch einen mehrmonatigen Anstieg im Sommer aus. Nachrichtenereignisse können das saisonale Muster verändern. Das saisonale Muster an sich ist auf die höhere Nachfrage aus Indien und China aus kulturellen und traditionellen Gründen in dieser Jahreszeit zurückzuführen. Edelmetalle werden als Geschenk zum Chinesischen Neujahr gekauft, um nur ein Beispiel zu nennen. Wenn wir aber über die Märkte sprechen: Da gibt es nie eine einhundertprozentige Regel, da die Märkte von Menschen gemacht werden, die ihre Meinung ändern.

Goldaktien haben den jüngsten Preisschub beim Gold nicht nachgebildet. Gold ist heute dreimal so teuer wie der Amex Gold Bugs Index, vor der Finanzkrise war Gold nur doppelt so teuer. Sehen Sie Potenzial in Goldaktien?

Marktentwicklungen können nicht vorhergesehen werden. Aber ich glaube, dass Goldaktien stark unterbewertet sind relativ zum Gold. Aber sie sind aus einem bestimmten Grund unterbewertet: Der letzte Bullenmarkt bei Minenaktien endete in den Jahren 1997 und 1998. Das Ende des Bullenmarktes wurde eingeleitet durch Bre-X, das war ein großer Betrug [Anm. der Redaktion: Bre-X war ein kanadisches Unternehmen, das angab, riesige Goldvorkommen in Borneo zu haben. Die Aktie schoss von einem Kurs von wenigen Cents auf ein Hoch bei 286,50 CAD-Dollar und hatte eine Marktkapitalisierung von 6 Mrd. CAD-Dollar. Erst dann stellte sich heraus, dass die Angaben komplett gefälscht waren und es das Gold gar nicht gab]. Der Kollaps von Bre-X leitete einen Bärenmarkt bei Goldaktien ein, und die Stimmung in einem Bärenmarkt wird immer schlechter, umso weiter er sich entfaltet. In diesem Bärenmarkt hat sich die Stimmung verschlechtert, weil nicht nur Bre-X zusammenbrach, sondern viele andere Goldminen haben den Goldpreis vorausverkauft, um sich abzusichern, und haben nicht bedacht, dass die Kosten in Folge der Inflation steigen. Sie haben ihre Umsätze festgesetzt, ließen es aber zu, dass ihre Kosten weiter steigen. Viele Goldminen gingen entweder Pleite, oder haben Milliarden durch die Vorausverkäufe an der Börse verloren. Das hat die Stimmung vermiest. Und dann kamen börsennotierte, physisch besicherte ETFs und viele Leute haben sich für ein Direktinvestment in diese Produkte entschieden, anstatt den bisherigen Weg über Goldminenaktien zu gehen, wo sie zusätzliche Gefahren in Kauf genommen hatten, wie etwaige Fehlentscheidungen des Managements. All das hat zu dem Bärenmarkt bei Goldaktien geführt. Als Lehman Brothers im Jahr 2008 zusammenbrach, kam es zu einer Verkaufsspitze bei Goldaktien. Genauso endet ein Bärenmarkt gewöhnlich: Mit einer Verkaufspanik. Selbst gute Aktien wurden unter Wert aus den Depots geworfen. Der Hauptgrund dafür war aber, dass die Inputkosten schneller stiegen als der Goldpreis. Ein Beispiel: Ich folge sehr engmaschig dem Preis von Rohöl relativ zum Gold. Normalerweise können Sie mit zwei Gramm Gold ein Barrel Rohöl kaufen. Während dieser Dekade kostete es aber drei bis fünf Gramm Gold, um ein Barrel Rohöl zu kaufen. Das ist ein absoluter Rekordwert. Noch niemals zuvor sind Goldminen einem derartigen Kostenanstieg so schlecht begegnet wie damals. Die Kombination dieser Faktoren hat zu einem Ausverkauf bei Goldaktien im Jahr 2008 geführt. Seit 2008 steigen sie wieder. Jetzt sind wir in Stadium Eins des neuen Bullenmarktes. Die Stimmung ist jetzt immer noch negativ, weil das noch aus dem Bärenmarkt nachwirkt. Aber die Kurse steigen, und das gilt auch für den Cashflow, den die Unternehmen generieren. Eine Reihe von Goldaktien wie Newmont Mining haben ihre Dividenden angehoben, weil der Cashflow so stark steigt. Seit 2008 steigt Gold schneller als die Inputkosten und die Gewinnmargen gehen hoch. Wenn wir über 630 Punkte im Amex Gold Bugs Index steigen, werden wir in die zweite Phase des Bullenmarktes bei Goldminenaktien eintreten. Die dritte Phase beginnt, wenn die Spekulation in den Markt kommt. Aber dieser Zeitpunkt liegt noch einige Zeit in der Zukunft.

In welcher Phase des Bullenmarktes ist Gold?

Gold ist in der zweiten Phase des Bullenmarktes, der damit begann, dass Gold über 1000 Dollar stieg.

Können Sie uns ein Kursziel für die Rally bei Goldaktien nennen?

Ich folge dem Verhältnis zwischen dem Philadelphia Gold and Silver Index (Kürzel: XAU) und dem Goldpreis. Wenn man weniger als 6 Gramm Gold benötigt, um den XAU zu kaufen, sind Goldaktien unterbewertet relativ zum Gold. Aktuell benötigt man weniger als 4 Gramm Gold, um den XAU zu kaufen. Die Goldaktien sind ähnlich unterbewertet wie im Jahr 2008 – nicht ganz, aber fast. Wenn man zehn Gramm Gold benötigt, um den XAU zu kaufen, dann sollte man sich Gedanken machen, wieder zurück ins Gold zu gehen. Aber dieser Zeitpunkt liegt in weiter Ferne.

Sollte der Anleger lieber in Goldaktien investieren oder in Gold?

Das ist ein wichtiger Punkt. Goldaktien sind ein Investment. Gold ist Geld. Gold hat kein Kurs-Gewinn-Verhältnis. Es gibt kein Management. Es gibt keine Mine. Gold ist Geld. Sie sollten Gold mit anderen Formen von Geld vergleichen – dem Euro, dem Dollar, und so weiter. In den vergangenen zehn Jahren verteuerte sich Gold im zweistelligen Bereich pro Jahr, und das gegenüber allen wichtigen Währungen. 17% pro Jahr im Schnitt gegenüber dem Dollar, 14,9% pro Jahr im Schnitt gegenüber dem Euro. Also ist Gold das bessere Geld.

Daten von GFMS zeigen, dass Zentralbanken seit dem zweiten Quartal 2009 Gold kaufen, zuvor verkauften sie. Seit diesem Quartal steigt Gold noch schneller, als zuvor. Während es ziemlich klar ist, dass Zentralbanken in Asien, dem Nahen Osten und Russland Gold kaufen, was ist Ihre Meinung über das Verhalten der Zentralbanken innerhalb des Central Bank Gold Agreement? Werden sie weiterhin der Versuchung widerstehen können, ihr Gold zu verkaufen?

Sie werden ihre Verkäufe einstellen. Sie verkaufen ja schon seit Jahren keine großen Mengen mehr. Sie wollen sich einfach nicht mehr damit belasten. Sie haben zum ungünstigsten Zeitpunkt ihr Gold verkauft – das beste Beispiel ist Gordon Brown, der genau am Tiefpunkt verkaufte. Die Zentralbanken haben realisiert, dass Gold in einem Bullenmarkt ist und wie Sie richtig sagen: Zentralbanken sind jetzt zu Käufern von Gold geworden.
Dabei spielt vor allem Asien eine Rolle. Wie verhalten sich die asiatischen Privatpersonen?
Ich habe fast die gesamten 70er Jahre in Asien gelebt. Die Menschen in China, ja in Gesamtasien verstehen intuitiv, dass Gold Geld ist, und dass es eine gute Form des Sparens darstellt. Wir beobachten derzeit, dass China als größter Goldproduzent der Welt nicht mehr in der Lage ist, diese Nachfrage zu befriedigen, also muss China zusätzlich Gold vom Weltmarkt importieren. Das ist meiner Meinung nach der wichtigste Faktor, der den Goldpreis antreibt. China ist jetzt ein Käufer im internationalen Goldmarkt. Und wenn das so weiter geht, dann wird China genauso wichtig werden für den Goldpreis wie Indien, das ebenfalls Gold importieren muss.

Was passiert eigentlich mit der People’s Bank of China? Sie hält sich sehr bedeckt mit Angaben über ihre Goldkäufe. Das letzte Mal hat sie im Jahr 2008 Angaben darüber gemacht und mitgeteilt, ihre Goldreserven verdoppelt zu haben. Das ist schon einige Zeit her.

Ja nun, was die machen – und das ist der Grund warum ich nicht auf die Statistiken vom Internationalen Währungsfonds oder von GFMS vertraue, diese Statistiken sind überholt, sie sind nicht akkurat –, was die Zentralbank in China tut, ist nicht einzigartig: Sie berichten, wenn sie denken, dass es vorteilhaft für sie ist, zu berichten. Und China wird sich erst melden, wenn es politisch von Vorteil ist. Wenn Warren Buffett eine Aktie kauft, dann sagt er auch nicht im Vorfeld, was er kaufen will. Wir erfahren es erst danach. Das Jahr 2008 war das dritte Mal in zehn Jahren, dass sich China zu Wort meldet. Meiner Meinung nach ist Chinas Zentralbank ständig am Markt, um Gold zu kaufen, so wie die Chinesen auch andere Rohstoffe kaufen, oder die Aktien von Rohstoffunternehmen.

China war vor zehn Jahren ein Randproduzent von Gold. Heute ist das Land der größte Goldproduzent der Welt und hat sogar Südafrika überholt. Ist diese Ausbeutungsrate nachhaltig? Können die Chinesen das die nächsten zehn, zwanzig, dreißig Jahre aufrechterhalten?

Ich glaube nicht, dass sie diese Produktion aufrechterhalten können. Es haben sich zwei Dinge ereignet. Vor zehn Jahren, als sich China der Welt geöffnet hat, kam moderne Explorationstechnologie das erste Mal nach China. Plötzlich gab es große Liegenschaften, die zuvor potenziell wertlos, mit der neuen Technologie aber erschließbar und dadurch sehr wertvoll geworden sind. Das andere ist, dass die Chinesen in den letzten Jahren vorwiegend die Minen ausgebeutet haben, die hohe Erzkonzentrationen aufweisen. Sie versuchen dabei nicht, die Lebenszeit der Mine zu maximieren. Einige der Minen, die dazu führten, dass Chinas Goldproduktion so schnell steigen konnte, werden schneller erschöpft sein, als es normalerweise der Fall wäre, wenn sie ihre Produktion langsamer erhöht hätten. Also rechne ich nicht damit, dass China es weiter schaffen wird, seine Produktionsmengen aufrecht zu erhalten. Ich glaube, dass wir es dauerhaft mit einem China zu tun haben werden, das große Mengen Gold vom Weltmarkt importieren muss. Die Goldproduktionsmenge Chinas hat ihren Höhepunkt erreicht oder steht kurz davor.

In Deutschland gab es eine interessante Studie des Steinbeis-Instituts in Berlin, in der nachzulesen ist, dass Deutsche 40% ihres Goldes, das sie heute besitzen, in den vergangenen drei Jahren gekauft haben. 50% fürchten sich vor einer Währungsreform. Glauben Sie, dass diese Furcht angebracht ist?

Ich hoffe, dass es eine Währungsreform geben wird, weil die Europäische Zentralbank den falschen Weg geht. Was die EZB tut, hätte die Bundesbank nie getan. Sie kauft Regierungsanleihen und wandelt sie in Geld um. Das ist, was in den 20er Jahren passiert ist. Das führt zu einer Übermenge an Währungseinheiten und schließlich führt das zu Hyperinflation. Die EU-Verträge haben deshalb explizit den Ankauf von Staatsanleihen durch die EZB untersagt. Als die Griechenland-Krise im Mai schlimmer wurde trafen sich die Politiker, und obwohl Jean-Claude Trichet vor dem Gipfeltreffen der Politiker versprach, keine Regierungsanleihen zu kaufen, hat er nach dem Treffen damit begonnen, griechische Anleihen zu kaufen. Das zeigt: Die EZB ist nicht politisch unabhängig, genauso wenig unabhängig, wie es die Bank of England oder die Federal Reserve ist. Nur die Bundesbank war damals eigenständig und getrennt von politischen Interessen. Die Bundesbank hat immer die harte Lösung gewählt, was den Wert der D-Mark zwischen 1950 und 2000 stabil gehalten hat. Vergleichen Sie dies einmal mit dem französischen Franc, wie der sich in dieser Zeit entwickelt hat. Meine Hoffnung ist, dass Vernunft wieder nach Europa zurückkehren wird, und dass die EZB sich selbst vom politischen Kurs emanzipieren wird. Aber ich sehe wenig Anlass, dies zu glauben. Die Leute sollten ihre eigene Zentralbank sein. Sie müssen Gold und Silber besitzen, für den Fall, dass die Zentralbanken einmal nicht die richtige Entscheidung treffen. Es ist also absolut verständlich, dass Deutsche so große Mengen Gold kaufen, weil sie beobachten, dass die EZB politisiert wurde, und es gibt keine sichere Währung mehr. In den 70ern konnten sie den Franken kaufen, oder die D-Mark, und sie waren „safe“ – vor einigen Wochen dachten die Deutschen, dass sie sicher sind, als sie den Franken kauften, jetzt wissen sie, dass es nicht sicher ist. Dann dachten die Leute, der Yen könnte sicher sein, also investierten sie dort, bevor die Bank of Japan dazwischen sprang und den Wert des Yen senkte. Es gibt also keine sichere Währung mehr außer Gold und Silber.

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Autor: Jochen Stanzl, Chefredakteur Rohstoff-Report

Der Rohstoff-Report ist eine Publikation der BörseGo AG

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